Navigation und Suche der Universität Osnabrück


Hauptinhalt

Topinformationen

Pressemeldung

Nr. 122 / 2017

20. Juni 2017 : Universität Osnabrück profiliert sich - Millionen-Investitionen in zukünftige Forschungsschwerpunkte

Globaler und nationaler Wettbewerb, neue Forschungsfelder und innovative Lehrformen – die Herausforderungen für Universitäten sind vielfältig. Vor diesem Hintergrund ist es für die Universität Osnabrück unabdingbar, langfristige Strategien für Lehre und Forschung zu entwickeln und den Kurs für die Zukunft aufzuzeigen. Die Spannbreite der heute (20.6.) vorgestellten Maßnahmen reicht von der Profilierung in der Forschung über die Etablierung von Forschungszentren und Graduiertenkollegs bis zur Neukonzeption des Forschungspools. Die Universität stellt dafür in den kommenden fünf Jahren insgesamt fast 10 Millionen Euro aus eigenen Rücklagen zur Verfügung.

Großansicht öffnen

© Universität Osnabrück / Elena Scholz

Die Universität Osnabrück profiliert sich. In einer hochschulöffentlichen Veranstaltung wurden die zukünftigen Forschungsschwerpunkte vorgestellt.

Anfang 2015 hatte die Universität Osnabrück einen Strategieprozess initiiert, im Juli 2016 das »Zukunftskonzept UOS 2020« im Senat verabschiedet und dort die wichtigsten Handlungsfelder benannt. Zur Unterstützung der Forschung und weiteren Profilierung der Universität stehen jetzt die erarbeiteten Maßnahmen zur Umsetzung an. »Mit diesen konkreten Entwicklungszielen positioniert sich die Universität für die nächsten Jahre«, so Präsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke. »Das Strategiepaket Forschung ist mit der Beteiligung vieler Akteure entstanden. Das war uns von Anfang an wichtig.«  

»Wir verstehen uns als forschende Universität und stellen uns als solche dem Wettbewerb«, ergänzt Thomas Bals, Vizepräsident für Hochschulentwicklung und Strategie. »Wir sind stolz auf unsere Erfolge in der Forschung, von der Einzelforschung bis zum Sonderforschungsbereich. Davon profitieren vor allem auch die Studierenden in der universitären Lehre.« Aufbauend auf die langjährigen Erfahrungen interdisziplinärer Forschung und dem Aufgreifen gesellschaftlicher Themen gehe es jetzt um die »einzigartige Möglichkeit über die sonst üblichen Grenzen der Fächer hinweg Kompetenzen zu bündeln.«.   

Profilierung in der Forschung

Sechs Profillinien gemeinsamer, fachübergreifender Forschungsvorhaben haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität in einem „Bottom-Up-Prozess“ identifiziert. Dazu gehören:

  • Digitale Gesellschaft - Innovation – Regulierung
  • Integrated Science: Vom Einzelmolekül zum System
  • Kognition: Mensch – Technik – Interaktion
  • Mathematische Strukturen und Modelle
  • Mensch-Umwelt-Netzwerke
  • Migrationsgesellschaften

Im Rahmen einer Potentialentwicklung wurden in den vergangenen Monaten in Workshops und mit externen Gutachterinnen und Gutachtern individuelle Pläne erarbeitet, wie sich diese Profilvorschläge optimal entwickeln lassen, um zur Sichtbarkeit und Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit auf nationalem und internationalem Niveau beizutragen, erläutert Universitätspräsident Lücke. Dabei ist ihm und allen Präsidiumsmitgliedern klar, dass die inhaltliche und personelle Konturierung des jeweiligen Profils Zeit braucht. »Exzellente Forschung erwächst aus der Intelligenz, Neugier und Fantasie der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Ziel ist, der Universität Osnabrück ein unverwechselbares Gesicht zu geben«, so Universitätspräsident Lücke.  

Hochschuleigene Graduiertenkollegs

Ein weiterer Baustein ist die wissenschaftliche Nachwuchsförderung. »Unser großes Anliegen ist es, junge Menschen bei ihrer Karriereplanung systematisch zu unterstützen, denn der wissenschaftliche Nachwuchs ist der Motor der Forschung«, erläutert Prof. Dr. Susanne Menzel, Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung an der Universität Osnabrück. Entstehen soll ein »Campus für junge wissenschaftliche Talente, deren Karrieren gezielt gefördert werden sollen.«. Geplant ist dazu die Einrichtung von bis zu drei zusätzlichen hochschuleigenen Graduiertenkollegs im Sommersemester 2018. Im Mittelpunkt steht die Qualifizierung von bis zu sechs Doktorandinnen und Doktoranden pro gefördertem Kolleg. Eine interdisziplinäre Ausrichtung der Graduiertenkollegs ist erwünscht. Ziel ist es, die Promovierenden auf den komplexen Arbeitsmarkt »Wissenschaft« intensiv vorzubereiten und gleichzeitig ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu unterstützen. Die Einrichtung der Graduiertenkollegs wird eng durch die Volkswagenstiftung begleitet. »Durch diese herausragende externe Begutachtung wird eine exzellente wissenschaftliche Qualität zusätzlich gesichert«, so Menzel.

Zentraler Forschungspool

Zu den Maßnahmen der Forschungsförderung gehört auch die Neukonzeption des zentralen Forschungspools. Forschungsverbünde, forschungsstarke Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie der wissenschaftliche Nachwuchs sollen aus diesem Topf finanziell systematisch bei der Drittmitteleinwerbung unterstützt werden.

Auch Studium und Lehre werden bei der weiteren Profilierung der Universität nicht zu kurz kommen. Noch in diesem Jahr wird – analog zum »Strategiepaket Forschung« - ein »Strategiepaket Lehre« zur Umsetzung der erarbeiteten zukünftigen Qualifikations- und Qualitätsziele für Studium und Lehre vorgestellt.

»Unser Zukunftskonzept und die jetzt angestoßene Profilierung sind im Einklang mit allen Statusgruppen der Universität entstanden. Mein Dank gilt allen Universitätsmitgliedern für ihre guten Ideen und Anregungen, aber auch kritischen Anmerkungen. Bereits der Strategieprozess war ein gewinnbringender, diskursiver Prozess«, so Lücke. Letztlich habe auch der »Osnabrücker Spirit« zum Gelingen beigetragen.

Mehr Informationen zu den Profillinien

Weitere Informationen für die Medien:
Utz Lederbogen, Pressesprecher der Universität Osnabrück,
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 4370,
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de