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Pressemeldung

Nr. 75 / 2017

19. April 2017 : Vergleich verschiedener psychischer Störungen zum Kontrollverhalten

Zahlreiche psychische Störungen sind eng verbunden mit Kontrollverhalten, auch Checking Behaviour genannt. Psychologinnen und Psychologen der Universität Osnabrück wollen nun untersuchen, inwieweit sich diese Kontrollverhalten auf Gefühle und Gedanken auswirkt. Dafür gesucht werden Patientinnen und Patienten, die an einer Zwangs-, Panik-, Ess-, Krankheits- oder einer Körperdysmorphen Störung leiden.

Dieses Kontrollverhalten kann je nach Störung sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Bei der Zwangsstörung kontrollieren Betroffene beispielsweise häufig, ob sie den Herd oder das Bügeleisen ausgestellt haben oder ob sie eine andere Person verletzt haben könnte, ohne es gemerkt zu haben. Betroffene einer Essstörung oder der Körperdysmorphen Störung hingegen kontrollieren ihr Gewicht bzw. Aussehen zum Beispiel oft durch wiederholtes Sich-im-Spiegel-Betrachten oder durch das Abmessen verschiedener Körperbereiche mit einem Maßband. Bei der Panikstörung und Krankheitsangststörung, früher Hypochondrie genannt, wird der Körper unablässig auf Anzeichen einer möglichen schweren Erkrankung kontrolliert, beispielsweise durch häufiges Blutdruckmessen oder Abtasten des eigenen Körpers.

Bezogen auf das Kontrollverhalten der fünf Störungsbilder existieren unterschiedliche Forschungsergebnisse. Ziel der Studie unter der Leitung der beiden Psychologinnen Prof. Dr. Silja Vocks und Junprof. Dr. Andrea Hartmann Firnkorn ist es nun, herauszufinden, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es zwischen den unterschiedlichen Störungsbildern hinsichtlich der Charakteristika des Kontrollverhaltens gibt. Die Ergebnisse der Untersuchung werden in Publikationen und Masterarbeiten, die am Institut für Psychologie der Universität entstehen, einfließen. Die Studie besteht aus einem Fragebogen, den die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bequem von zu Hause aus bearbeiten können. Zur Studie.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Silja Vocks, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Knollstraße 15, 49088 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4743
silja.vocks@uni-osnabrueck.de