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Pressemeldung

Nr. 45 / 2018

14. März 2018 : Wie groß ist die Belastung durch Mikroplastik? Forschungsprojekt zur Wasserverunreinigung der Donau

Das Ausmaß der Plastikverschmutzung im deutschen Donaueinzugsgebiet ist Schwerpunkt eines Forschungsprojektes unter der Koordination des DVGW-Technologiezentrums Wasser (TZW), an dem das Institut für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück als einer von sieben Partnern beteiligt ist.

Plastik wird heutzutage weltweit als Verunreinigung in der Umwelt bis in Kleinstlebewesen nachgewiesen - das genaue Ausmaß der Plastikverschmutzung ist aber bislang wenig erforscht. Um den Plastikeintrag zu bilanzieren, werden jetzt im Rahmen des Projekts Messkampagnen an zwei Donauzuflüssen, Amper und Isar, durchgeführt. "Die gewonnenen Daten bilden die Grundlage für Simulationen mit einem georeferenzierten Expositionsmodell, das am Institut für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück entwickelt wurde. Damit soll die räumliche Verteilung der Mikroplastikbelastung im gesamten deutschen Einzugsgebiet der Donau vorhergesagt werden“, so der Osnabrücker Projektleiter Dr. Jörg Klasmeier.

Im Fokus stehen dabei sogenannte Mikroplastik-Partikel, die weniger als fünf Millimeter groß sind. DIe Forscherinnen und Forscher werden untersuchen, woher die Plastikeinträge stammen und ob Flüsse zur Verschmutzung der Meere mit Mikroplastik beitragen. Es wird eine Bewertung stattfinden, wie stark die Gewässer verschmutzt sind und aus den Ergebnissen werden Minimierungsstrategien und Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Die Forschungsarbeit ist eines von insgesamt 18 Verbundprojekten des neuen Forschungsschwerpunkts "Plastik in der Umwelt – Quellen • Senken • Lösungsansätze" im Rahmenprogramm Forschung für nachhaltige Entwicklung (FONA) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Jörg Klasmeier
Universität Osnabrück
Institut für Umweltsystemforschung
Barbarastr. 12
D-49078 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 2574
jklasmei@uos.de