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10. Januar 18:15 - 20:00Linienpraktiken und die Operationalisierung geographischen Wissens in der Frühen Neuzeit

Ort: Universitätsbibliothek Alte Münze, Zimeliensaal

Veranstalter: Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)

Kategorie: Vorträge

Prof. Dr. Jörg Dünne (Berlin) |

Vortragsreihe: Virtuelle Räume in der Frühen Neuzeit |

Den Ausgangspunkt der Überlegungen zu Linienpraktiken in der frühen Neuzeit bildet der Versuch einer ‚Liniengeschichte‘: In Auseinandersetzungen mit den Forschungen des Anthropologen Timothy Ingold soll dabei vor allem die Operationalisierung und Medialisierung von geographischen Linienpraktiken zum kartographischen Linienwissen anhand ausgewählter Beispiele für Kartenlinien vom ausgehenden Mittelalter bis in die Moderne untersucht werden. Besonders im Fokus der daran anschließenden historischen Analysen werden frühneuzeitliche portugiesische und spanische Navigationstraktate des 16. Jahrhunderts stehen; komplementär dazu erlauben es Schiffbruchberichte aus demselben Zeitraum, ein Schlaglicht auf den prekären Charakter der Operationalisierung von Linienwissen als „long distance control“ (John Law) zu werfen.