Detail Events

25. Nov

ARBEIT. SOLIDARITÄT. DEMOKRATIE. Migration in der Transformationsgesellschaft

24. Jahrestagung der Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften in Osnabrück, in Kooperation mit dem Sonderforschungsbereich „Produktion von Migration“ (SFB 1604)

Ohne Migration lässt sich unsere Gesellschaft nicht denken. Dabei zeigt sich zugleich, Migration ist eng mit den tiefgreifenden Veränderungsprozessen verbunden, die unsere Gegenwart kennzeichnen. Der demografische Wandel, die Transformation der Arbeitswelt, globale Krisen und Fluchtbewegungen sowie die zunehmende Polarisierung migrationspolitischer Debatten stellen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig gewinnt Migration an Relevanz für die Gestaltung der Zukunft – als Teil einer offenen, vielfältigen und demokratischen Gesellschaft. Die Komplexität dieser Entwicklungen macht deutlich: Über das Verhältnis von Migration und Gesellschaft zu reflektieren, ist wichtiger denn je – und dafür braucht es einen lebendigen Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis. 

In Zusammenarbeit mit dem Sonderforschungsbereich 1604 „Produktion von Migration“ lädt die Kooperationsstelle daher dazu ein, Migration als soziales Gestaltungsfeld zu diskutieren – jenseits verkürzter Debatten und mit dem Ziel, gemeinsame Ideen für eine zukunftsfähige Gesellschaft zu entwickeln. Wissenschaft und Arbeitswelt reflektieren: Wie verändern  gesellschaftliche Transformationsprozesse Migration – und wie wirkt Migrationspolitik auf die gesellschaftliche Transformation? Wie entstehen insbesondere in der Arbeitswelt Ungleichheiten und Benachteiligungen? Unter welchen Umständen entwickelt Arbeit aber auch eine sozialintegrative Kraft? Und welche Bedeutung kommt der lokalen Ebene zu – dort, wo Integration, Teilhabe und Zusammenhalt im Alltag konkret werden?

unterstützt durch die Hans Böckler Stiftung und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 Zur Anmeldung

 Zum Tagungsprogramm


ERÖFFNUNG und GRUSSWORTE 

Prof. Dr. Hajo Holst (Beiratsvorsitzender der Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften Osnabrück)

Prof. Dr. Tim Römer (Präsident der Universität Osnabrück)

N.N. (Vertreter:in der Stadt Osnabrück)

KEYNOTE WISSENSCHAFT

„Zur Verantwortung der Migrationsforschung in autoritären Zeiten: Migrationspolitik als Katalysator der rechts-autoritären Wende“
Prof. Dr. Sabine Hess (Institut für Kulturanthropologie / Europäische Ethnologie und Direktorin des Centers for Global Migration Studies (CeMig), Georg-August-Universität Göttingen)

AUS DEM SFB 

„Rassismus verstehen: Von Stereotypen und Vorurteilen zu gesellschaftlichen Strukturen“ 
Prof. Dr. Julia Becker (Professorin für Sozialpsychologie, Leiterin des SFB-Projekts „Die Produktion der ,Anderen‘: (De-)Thematisierung migrationsbezogener Differenz“, Universität Osnabrück) 

„Wege und Umwege in den deutschen Arbeitsmarkt“
Prof. Dr. Thomas Groß (Professor für Rechtswissenschaften, Leiter des SFB-Projekts „Die Produktion von (Im-)Mobilität: Das Visum als Grenzinfrastruktur“, Universität Osnabrück)

„Fragmentierte Arbeitswelten in der ‘postmigrantischen’ Gesellschaft“
Janna Wichern, M. A. (Wissenschaftliche Mitarbeiterin im SFB-Projekt „Fragmentierte Arbeitswelten in der (Post-)Pandemie“, Universität Osnabrück)

KEYNOTE ARBEITSWELT 

„Epochenthema Migration. Der gewerkschaftliche Blick auf Konflikte, Risiken und Potenziale eines Zukunftsthemas“ 
Prof. Dr. Hans-Jürgen Urban (ehem. geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, Honorarprofessor für Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena)

PODIUM 

„Solidarität braucht Orte. Migration zwischen Betrieb, Kommune und Zivilgesellschaft“ 

  • Badreldeen Babiker (Aktivist und Vorsitzender des Sudanesischen Kultur- und Sozialvereins Osnabrück)
  • Dr. Fessum Ghirmazion (IG Metall Vorstand, Leiter Ressort Migration, Projekt „Gleichstellung im Betrieb vorantreiben“) 
  • Piotr Mazurek (Faire Mobilität, Branchenkoordinator Kurier- und Paketdienste & Berater) 
  • N.N. (Stadt Osnabrück)
  • Moderation: Daniel Heinz, M.A. (Wissenschaftlicher Mitarbeiter im SFB-Projekt „Fragmentierte Arbeitswelten in der (Post-)Pandemie“, Universität Osnabrück)