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Zentrale Begriffe im Zwei-Fächer-Bachelor

Leistungspunktsystem

Leistungspunktsysteme im Hochschulbereich stehen für die quantitative Erfassung von Studiengängen und Studienleistungen. Grundlage der Quantifizierung ist die Lernbelastung, also der durchschnittlich angenommene Zeitaufwand für eine spezifische, erfolgreich absolvierte Studienleistung. Ausdruck der Quantifizierung sind die Leistungspunkte (LP), auch 'credits', 'credit points' oder Kreditpunkte genannt.

Das an der Universität Osnabrück angesetzte Leistungspunktsystem ist kompatibel mit dem European Credit Transfer System (ECTS). Es ist orientiert an den Vorgaben und Beschlüssen der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Kultusministerkonferenz (KMK) und am Hochschulrahmengesetz (HRG).

Grundsätzlich muss für die Akkreditierung und Genehmigung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge nachgewiesen sein, dass der jeweilige Studiengang unter anderem modularisiert angelegt und mit einem Leistungspunktsystem ausgestattet ist.
Im Einzelnen heißt das, die Studienmodule entsprechen je nach Typus und Leistungserwartung einer bestimmten Anzahl von Leistungspunkten. Durchschnittlich umfassen Studienmodule zwei bis vier Veranstaltungen. Der Ansatz von Leistungspunkten für alle Studienverbindlichkeiten orientiert sich an der geschätzten Arbeitsbelastung (Workload) und darf 60 LP pro Jahr nicht überschreiten (Berechnungsfaktor: ein Leistungspunkt entspricht ca. 30 Arbeitsstunden). Je Studiengang und Studienvariante ist eine bestimmte Anzahl von Leistungspunkten für die einzelnen Fächer, die fächerübergreifenden Bereiche, Praktika und die Abschlussarbeit festgelegt.
Die Berechnung der Leistungspunkte für die einzelne Veranstaltung erfolgt mit Blick auf die durchschnittliche Lernbelastung der Studierenden. Sie werden nach bestandener Prüfungsleistung oder nach erbrachtem Studiennachweis vergeben. Leistungspunkte sind der quantitative Ausdruck für ein ordnungsgemäßes Studium. Sie geben Studienstand, Studienstringenz und Studienumfang wieder.

Prüfungsverfahren, Leistungsnachweise und Benotung

Im Studienverlauf des Zwei-Fächer-Bachelors, der fachwissenschaftlich weiterführenden Master-Studiengänge und der 'Lehramts-Master' sind studienbegleitende Prüfungen vorgesehen. Durch das studienbegleitende Prüfungsverfahren werden komplexe Abschlussprüfungen im herkömmlichen Sinn in der Regel entbehrlich.
Das heißt, im 'Bachelor' werden die Prüfungsleistungen je nach Fachregelung überwiegend studienbegleitend erbracht. Auch in den fachwissenschaftlichen Master-Studiengängen werden die Prüfungsleistungen je nach Fachregelung überwiegend studienbegleitend erbracht.

Im 'Lehramts-Master' können aufgrund staatlicher Vorgaben maximal 50 Prozent aller Prüfungsleistungen studienbegleitend erbracht werden. Die anderen 50 Prozent werden in Abschlussprüfungen erbracht.
Die im Studium zu absolvierenden Studienmodule sind generell mit Leistungsnachweisen verbunden, die in Form von Studien- oder Prüfungsnachweis zu erbringen sind. Beide Formen sind durch die erzielten Noten und durch die erworbenen Leistungspunkte abschlussrelevant.

Studiennachweise sind mit Studienleistungen verbunden, die benotet werden oder mit bestanden / nicht bestanden zu bewerten sind. In Frage kommen Leistungsformen wie Protokoll, Seminarbericht, Praktikumsbericht, kleinere Vorträge usw.
Prüfungsnachweise sind mit prüfungsrelevanten Studienleistungen verbunden, die zu benoten sind. Die zu erbringenden Prüfungsleistungen erfolgen insbesondere in Form von: Hausarbeit, Entwurf, verschiedenen Prüfungsformen (mündlich, schriftlich praktisch), Referat, Klausur, Studienprojekt, empirische Untersuchung, experimentelle Arbeit, Dokumentation.

Die Abschlussarbeit, die erzielten studienbegleitenden Prüfungsnoten und die erworbenen Leistungspunkte sind Teil des Studienabschlusses. Die Leistungspunkte dokumentieren die Studienquantität und den Studienumfang. Die Prüfungsnoten dokumentieren die Qualität der Studienleistungen. Der gewichtete Notenquerschnitt über alle Prüfungsleistungen einschließlich der Abschlussarbeit geht in das Abschlusszeugnis als Gesamtnote ein. Neben der Gesamtnote weist das Zeugnis die Fachnoten für das erste und das zweite Fach und die Note für den Professionalisierungs-/ Schlüsselkompetenzenbereich getrennt aus. Zusätzlich zu den Noten werden im Abschlusszeugnis auch die entsprechenden ECTS-Grades aufgeführt.

Workload als Maßstab

Der Workload ist quantitativ die arbeitszeitliche Bemessungsgrundlage für alle im Studium von den Studierenden zu erbringenden

  • Veranstaltungszeiten
  • Kontaktzeiten (vergleichbar den Semesterwochenstunden)
  • Studienzeiten (Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen)
  • Studien- und Prüfungsleistungen und
  • sonstigen Studiennachweise.

Der Workload ist der für diese Leistungen in Arbeitszeitstunden ausgedrückte, erwartete, durchschnittliche Arbeitsaufwand seitens der Studierenden. Ausdruck des Workload sind die erworbenen Leistungspunkte. Im Jahr darf der Workload pro Studiengang eine festgelegte zeitliche Dimension nicht überschreiten. Die Universität Osnabrück hat für die Studierenden eine reguläre Zeitvorgabe von 1.800 Arbeitszeitstunden pro Jahr beschlossen. In der Umrechnung heißt das: 30 Arbeitsstunden werden pro Leistungspunkt veranschlagt. Das entspricht einem Studienumfang von 30 Leistungspunkten pro Semester bzw. 60 Leistungspunkten pro Studienjahr.

Modularisierung

Die Studiengangskonzeptionen der konsekutiven Studiengänge sind modularisiert und leistungspunktgestützt. Modularisierung ist die Zusammenfassung von Stoffgebieten zu abgerundeten, in sich abgeschlossenen und mit Leistungspunkten versehenen abprüfbaren Einheiten, den Modulen. Die Module entsprechen festgelegten inhaltlichen und formalen Kriterien und vermitteln jeweils festgelegte Kompetenzen. Sie repräsentieren damit die Qualitätsstandards der jeweiligen Fächer. Die verbindlichen Module der verschiedenen Fächer bzw. Wissenschaftsbereiche, des Professionalisierungs-/ Schlüsselkompetenzenbereiches und die Praktika bilden das Studiengangscurriculum.
Das heißt, alle verbindlichen Lerninhalte der Fächer und fächerübergreifenden Bereiche des jeweiligen Studienganges sind in Studienmodule gefasst. Diese bilden thematische Lerneinheiten, für die je nach Umfang Leistungspunkte festgelegt sind. Die Studienmodule können auf ein oder zwei Semester konzipiert sein, in seltenen Fällen auf mehr als zwei Semester. Sie verknüpfen zumeist verschiedene Lehr- und Lernformen. Durchschnittlich bestehen Studienmodule aus zwei bis vier Veranstaltungen. Für die aktive Teilnahme sind Leistungsnachweise unterschiedlicher Art verpflichtend.

Studienmodule, in denen keine studienbegleitenden Prüfungen vorgesehen sind, werden mit Studiennachweisen abgeschlossen, für die Studienleistungen zu erbringen sind. Studienmodule, in denen studienbegleitende Prüfungen vorgesehen sind, sind mit Prüfungsnachweisen abzuschließen und zu benoten. Prüfungsrelevante Leistungsnachweise sind als Prüfungsleistungen zu erbringen. Die Vergabe der festgesetzten Leistungspunkte ist an das Prüfungsergebnis gebunden.

Wahlpflichtmodule, Wahlmodule und Einzelveranstaltungen sind ebenfalls im Leistungspunktsystem verankert. Sie können bzw. müssen je nach Schwerpunktbildung und Studieninteresse belegt werden. Die Wahlentscheidungen der Studierenden dokumentieren ihre Profilbildung.