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Biowissenschaften - Master of Science

Gegenstand des Faches

Biologie als Wissenschaft ist der Untersuchung der belebten Natur gewidmet. Sie beobachtet und beschreibt die Erscheinungsformen von Lebewesen, deren Zusammenwirken untereinander oder auch deren Wechselbeziehungen zur unbelebten Natur. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Biologie von einer beobachtenden und beschreibenden Wissenschaft mehr und mehr zu einer experimentell ausgerichteten Disziplin entwickelt.

Fachspezifika in Osnabrück

Die Osnabrücker Biologie besteht aus zwölf Fachgebieten: Biochemie, Biologiedidaktik, Biophysik, Botanik, Genetik, Mikrobiologie, Neurobiologie, Ökologie, Pflanzenphysiologie, Tierphysiologie, Verhaltensbiologie und Zoologie. Thematisch ist die Biochemie eher zellbiologisch ausgerichtet, die Botanik und Zoologie hingegen sind merklich entwicklungsbiologisch ausgerichtet, wobei letztere auch klassisch organismische Aspekte in Lehre und Forschung vertreten. Die Forschungsorientierung der Osnabrücker Biologie zeigt sich unter anderem durch den Sonderforschungsbereich 431 "Membranproteine – Funktionelle Dynamik und Kopplung an Reaktionsketten" sowie die Graduiertenkollegs 612 und UOsBio. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere aus Drittmitteln geförderte Projekte und Beteiligungen an DFG-Schwerpunktprogrammen.

Studiengang

Der Masterstudiengang "Biowissenschaften" (M.Sc.) ist als berufsqualifizierender Studiengang angelegt. Er ersetzt die beiden bisherigen Masterstudiengänge " Biologie der Organismen" und "Biologie der Zellen" und umfasst vier Semester mit insgesamt 120 ECTS-Punkten.

Der Studiengang schließt sich an den Osnabrücker Bachelorstudiengang "Biowissenschaften" an, steht jedoch selbstverständlich allen qualifizierten Bachelorabsolventinnen und -absolventen der Biologie offen. Im ersten Semester dient ein Pflichtmodul (einführende Vorlesung mit Mastersymposium) den Studierenden zur Vereinheitlichung des Kenntnisstandes und zur Vorbereitung auf  einen der folgenden vier Schwerpunkte:

  • Allgemeine Biologie
  • Entwicklungsbiologie
  • Evolution, Verhalten und Ökologie
  • Zell- und Molekularbiologie

Die Lernziele der vier unterschiedlichen Schwerpunkte sind auf eine breite biologische Ausbildung bei individuell gestalteter Spezialisierung gerichtet (Allgemeine Biologie). Gleichzeitig vermitteln sie das fundierte Verständnis wichtiger entwicklungsbiologischer Prozesse (Entwicklungsbiologie), grundlegender Phänomene der Evolution, Phylogenie, sowie Biologie der Organismen und ihrer Lebensgemeinschaften. (Schwerpunkt Evolution – Verhalten – Ökologie). Der Schwerpunkt Zell- und Molekularbiologie bietet Ansätze zum Verständnis der funktionellen Komplexität von Zellen.

Im ersten Semester kann aus ein oder zwei Wahlpflichtveranstaltungen des jeweiligen Schwerpunktes gewählt werden. Eines dieser Module ist durch ein Exkursionsmodul oder ein externes Praktikum ersetzbar. Das zweite Semester dient der weiteren Vertiefung des gewählten Schwerpunktes. Die angebotenen Module bestehen jeweils aus einer Vorlesung, einem Seminar und einer Übung. Im dritten Semester wird durch zwei Spezialisierungsmodule die Masterarbeit vorbereitet: einmal durch eine Literaturarbeit mit abschließender mündlicher Prüfung, zum anderen durch das Erwerben methodischer und experimenteller Erfahrung im gewählten Fach der Masterarbeit. Alternativ kann auch ein Mastermodul in den nicht biologischen Fächern Chemie oder Physik absolviert werden.

Akkreditierung

Der Studiengang wurde vom Akkreditierungs- Certifizierungs- und Qualitätssicherungs-Institut (ACQUIN) in Bayreuth akkreditiert.

Regelstudienzeit

4 Semester

Unterrichtssprache

Deutsch; Erweiterungsmodule zum Teil in englischer Sprache.

Studienbeginn

Das Studium kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden.

Zugangsvoraussetzungen

Ein mit 2,8 oder besser bewerteter Bachelorabschluss im Studiengang Biowissenschaften (B.Sc.) oder in einem fachlich eng verwandten Studiengang. Weitere Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen finden Sie in der Zugangsordnung.

Zulassungsbeschränkung

Angaben zur Zulassungsbeschränkung entnehmen Sie bitte der Übersicht Zulassungsbeschränkungen.

Bewerbungsschluss

Angaben zum Bewerbungsschluss entnehmen Sie bitte der Übersicht Bewerbungstermine. Für internationale Bewerber gelten zum Teil abweichende Fristen.

Bewerbung

Deutsche Staatsangehörige mit deutschen Zeugnissen (Abitur) bewerben sich direkt bei der Universität Osnabrück. Gleiches gilt für internationale Bewerber mit deutschen Zeugnissen (Bildungsinländer).

Für internationale Bewerber mit ausländischen Zeugnissen gelten zum Teil abweichende Bewerbungskonditionen. Außerdem müssen ausreichende Deutschkenntnisse nachgewiesen werden.

Studienplatzvergabe

Informationen zur Studienplatzvergabe finden Sie in den jeweiligen Zugangsordnungen für die Master-Studiengänge.

Sprachkenntnisse

Für die Zulassung müssen Englischkenntnisse nachgewiesen werden. Circa 50 Prozent der Seminare werden in englischer Sprache angeboten.

Auslandsstudium

Die Prüfungsordnung schreibt keinen obligatorischen Auslandsaufenthalt vor. Auslandaufenthalte sind jedoch an zahlreichen europäischen und außereuropäischen Universitäten im Rahmen verschiedener Austauschprogramme  möglich. Über Einzelheiten informiert das International Office.

Studienberatung

In der Fachstudienberatung werden konkrete Fragen zu den Studieninhalten beantwortet.

Bei allgemeinen Fragen zur Masterwahl an den Osnabrücker Hochschulen können Sie sich an die Zentrale Studienberatung wenden.

Berufs- und Tätigkeitsfelder

Die Berufsperspektiven für Biologinnen und Biologen mit einem Abschluss »Master of Science« liegen sowohl in staatlichen Anstellungen als auch in der Wirtschaft. Im staatlich kommunalen Bereich kommen neben Universitäten, der Max-Planck-Gesellschaft, Fachhochschulen, Untersuchungsämtern und Kliniken auch Ämter für Umwelt-, Natur- und Pflanzenschutz sowie der Wasserwirtschaft in Frage. Anstellungen in Museen, zoologischen und botanischen Gärten sind möglich, aber selten. In der Industrie / Wirtschaft bieten sich Beschäftigungsmöglichkeiten vorwiegend in der chemisch-pharmazeutischen, Pflanzenschutz- und Nahrungsmittelindustrie. Außerdem gewinnen (bio-)medizinische Institute als künftige Arbeitgeber zunehmend an Bedeutung.

Ordnungen

Download Studiengangs-Flyer