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Ansprechende Sprache

Sprache ist eines unserer wichtigsten Ausdrucks- und Kommunikationsmittel. Je nachdem, wie wir sprechen, erreichen wir unterschiedliche Menschen unterschiedlich gut. Möchten wir zum Beispiel im Urlaub einen Kaffee bestellen, tun wir das in der jeweiligen Landessprache oder zumindest in einer Sprache, von der wir denken, dass unser Gegenüber sie versteht. Aber auch ohne den Wechsel in eine andere Sprache entscheiden wir uns täglich für bestimmte Sprachstile, und zwar jeweils abhängig davon, in welchem Zusammenhang wir an Personen herantreten. Wenn wir mit unseren Vorgesetzten sprechen, wählen wir in der Regel andere Worte als im Umgang mit eng befreundeten Menschen. Die meisten von uns sind also sicher darin, ihre "Zielgruppe" hinsichtlich Status und persönlicher Nähe bzw. Distanz zu identifizieren und sie dieser Einordung entsprechend anzureden.

Unsere Sprache verrät dabei immer auch etwas darüber, wie wir die Welt sehen. Äußerungen, die wir machen, tragen aber nicht nur unsere Vorstellungen von der Welt nach außen, sie können unsere Realität auch verändern. Wird aus einem "Problem" eine "Herausforderung", fällt es uns viel leichter, positiv damit umzugehen. Bezeichnen wir unsere Kollegin oder Angestellte als "Raumpflegerin", trägt das zu einer respektvolleren und anerkennenderen Haltung ihr gegenüber bei als der Begriff "Putzfrau".

Deshalb ist es immer sinnvoll, sich selbst zu fragen:

  1. Wen will ich erreichen?
  2. Führen die Worte, die ich verwende, dazu, dass sich diese Person tatsächlich (und auf respektvolle Weise) angesprochen fühlt? 

Möchte ich zum Beispiel alle Hochschullehrenden mit ihrer jeweiligen Begleitung zu einer Veranstaltung einladen, erreiche ich diese Personen dann mit folgendem Satz?

"Die Professoren der Universität sind mit ihren Partnern herzlich zur Veranstaltung XY eingeladen".

Viele erwachsene Menschen finden spontan, dieser Satz erfüllt seinen Zweck. In unserer Kindheit sehen wir das noch anders: Eine Studie* belegt, dass Grundschulkinder, wenn sie eine rein männliche Formulierung hören, sich auch nur Männer vorstellen. Für sie würde der obige Satz dann bedeuten, dass alle Männer, die Professoren sind und einen Mann zum Partner haben, eingeladen sind. Wir erlernen also erst im späteren Verlauf unseres Heranwachsens, dass auch alle Nicht-Männer mitgemeint sein sollen, wenn die männliche Form gebraucht wird. Aber fühlen sich die Mitgemeinten im Erwachsenenalter dann tatsächlich dadurch angesprochen bzw. denken wir sie wirklich mit? Diese Fragen müssen klar verneint werden – auch, wenn es ohne Zweifel nichtmännliche Personen gibt, die sich als Professor oder Partner durchaus mitgemeint fühlen. So zeigen verschiedene Studien**, dass Frauen zuerst an eine männliche Person denken, wenn sie beispielsweise nach ihrem Lieblingssportler gefragt werden. Männer haben sogar noch seltener als Frauen das Bild einer weiblichen Person im Kopf, wenn sie eine rein männliche Personenbezeichnung wie z. B. "Schauspieler" hören oder lesen. Die Verwendung rein männlicher Formulierungen führt also nicht dazu, dass sich alle Menschen gleichermaßen angesprochen fühlen bzw. alle Menschen wirklich mitgedacht werden.

Damit kommen wir zur entscheidenden dritten Frage auf dem Weg zum geschlechtersensiblen und inklusiven Schreiben und Sprechen:

Wie schaffe ich es, (alle) Personen jeweils so anzusprechen, dass sie sich tatsächlich angesprochen fühlen?

Auf diese Frage gibt es mehr als eine Antwort und eine Vielzahl an Möglichkeiten. Eine Auswahl praktikabler und einfach umsetzbarer Varianten haben wir hier für Sie zusammengetragen. Wenn Sie Hilfe bei der Formulierung von Texten benötigen oder konkrete Fragen haben, können Sie sich gerne an unsere Ansprechpartnerinnen für einen inklusiven Sprachgebrauch wenden.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Üben und Experimentieren.

Empfehlungen für eine ansprechendere Sprache

Worum geht es?

"Ein Vater fährt mit seinem Sohn im Auto. Sie verunglücken. Der Vater stirbt an der Unfallstelle. Der Sohn wird schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert und muss operiert werden. Ein Chirurg eilt in den OP, tritt an den Operationstisch heran, auf dem der Junge liegt, wird kreidebleich und sagt: „Ich bin nicht im Stande zu operieren. Dies ist mein Sohn."

Was haben Sie gedacht, nachdem Sie die Geschichte gelesen haben? Waren Sie irritiert? Wie sah der Mensch aus, den Sie beim Wort "Chirurg" spontan im Kopf hatten? Und welches Geschlecht hatte die Person?
Die meisten Menschen denken zuerst an einen Mann im weißen Kittel. Sie denken vermeintlich an den (verstorbenen) Vater und sind irritiert. Tatsächlich kann es sich aber um die Mutter des Kindes, bei einem gleichgeschlechtlichen Paar um einen zweiten Vater oder um ein Elternteil handeln, dass sich in keiner der beiden Kategorien verorten möchte oder kann. Die Tatsache, dass wir irritiert sind und über diese Möglichkeiten explizit nachdenken müssen, zeigt deutlich, dass das generische Maskulinum nicht hält, was es verspricht – nämlich alle mitzudenken. Anders gesagt, werden die diversen Möglichkeiten, die hinter dem Begriff "Chirurg" stecken können, bei Verwendung der rein männlichen Form, nicht sichtbar gemacht.

Im Laufe unseres Lebens haben wir gelernt, männliche Bezeichnungen (z. B.  "An alle Mitarbeiter", "die Studenten") zu benutzen, wenn wir alle Menschen meinen und ansprechen wollen. Beispiele wie diese sowie verschiedene Studien (Vgl. Heise 2000 ; Stahlberg et al. 2001) zeigen jedoch, dass wenige Frauen und noch weniger Männer das Bild von einer weiblichen Person im Kopf haben, wenn sie eine rein männliche Personenbezeichnung lesen oder hören. Zudem werden Menschen, die sich weder als Mann noch als Frau verstehen können oder wollen, meistens auch nicht mitgedacht. Wollen wir möglichst viele Menschen mit unseren Worten erreichen, so ist es darum wichtig, die eigenen sprachlichen Gewohnheiten zu hinterfragen und sich an neue Formulierungen heranzuwagen. Das mag uns am Anfang kompliziert erscheinen und nicht so leicht von den Lippen gehen. Je häufiger wir jedoch gendergerechte Sprache verwenden, desto vertrauter und natürlicher wird sie für uns im alltäglichen Gebrauch.

Warum gendergerecht sprechen?

"Tatsächlich üben Worte eine typisch magische Macht aus: sie machen sehen, sie machen glauben, sie machen handeln." (Pierre Bourdieu)

Möglicherweise fragen Sie sich, warum eine gendersensible Sprache wichtig ist. Sprache beeinflusst uns in unserem Denken und Fühlen enorm. Sprache wird durch die Gesellschaft verändert und ist wandelbar, sie wirkt gleichzeitig aber auch auf gesellschaftliche Verhältnisse ein. Sie schafft Wirklichkeit (Epstein 2000 ; Reiss 2010 ; Trömel-Plötz 2000).

Frauen sind in der bundesdeutschen Gesellschaft nach wie vor strukturell benachteiligt. So verdienen sie beispielsweise durchschnittlich weniger und haben bedeutend seltener Führungspositionen inne (Statistisches Bundesamt 2016a ; Statistisches Bundesamt 2016b). Sprache ist demzufolge nur ein Aspekt, in dem gesellschaftliche Diskriminierung deutlich wird. Sie hat aber einen großen Einfluss auf Wirklichkeit und kann diese mitverändern. Daher ist es möglich mit einfachen Mitteln und kleinen Veränderungen, viel zu bewirken. Denn gendergerechte Sprache trägt nicht nur dazu bei, dass sich mehr Menschen angesprochen fühlen, sondern wirkt sich auch positiv auf gesamtgesellschaftliche Diskriminierungsstrukturen aus. Wenn wir von Professorinnen und Professoren sprechen würden, gebe es dann womöglich tatsächlich mehr Professor*innen an deutschen Universitäten? Wenn wir von Krankenpfleger*innen anstatt von Krankenschwestern sprechen, gehen dann vielleicht mehr Männer in diesen Berufszweig? Die sprachliche Sichtbarmachung ist insbesondere in den Bereichen wichtig, in denen das jeweilige Geschlecht unterrepräsentiert ist. Es ist genauso wichtig von Professorinnen zu sprechen wie von Erziehern.

Welche Macht Sprache auf Gleichstellung der Geschlechter ausübt, lässt sich auch am folgenden Beispiel sehr gut verdeutlichen: Laut dem Duden bedeutet der Begriff Chefsekretär: "Leitender Funktionär einer Organisation" (Duden 2017a). Chefsekretärin hingegen hat die Bedeutung: "Sekretärin des Chefs" (Duden 2017b). Tatsächlich arbeiten mehr Männer als Chefsekretäre, wohingegen mehr Frauen Sekretärinnen sind. Für die Berufsbezeichnung Chefsekretär gibt es aber de facto keine weibliche Bezeichnung. Das trägt in erheblichem Maße dazu bei, dass Frauen sich selbst nicht in einer solchen Position sehen und auch von der Gesellschaft nicht dort hingedacht werden. Selbst aber wenn eine Frau die Position als Chefsekretär inne hat, kann sie nicht als solche benannt werden.

Gendergerechte Sprache fördert die Gleichstellung aller Geschlechter in der Gesellschaft!

Wie spreche ich gendergerecht?

Geschlechtergerecht zu sprechen und zu schreiben ist nicht schwierig. Es ist lediglich eine kleine Umgewöhnung, die viel bewirken kann. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um Frauen und Männer sprachlich sichtbar zu machen, von denen Ihnen einige möglicherweise auch schon bekannt sind. Es gibt zusätzlich auch Formen, wie alle Geschlechter - das heißt auch Menschen, die sich keiner Kategorie zuordnen können oder wollen - sichtbar gemacht werden können. Im Folgenden möchten wir Ihnen diese vorstellen. Die Methoden Gender-Sternchen und Gender-Gap möchten wir an dieser Stelle besonders hervorheben, da sie die bis zum heutigen Stand am wenigstens diskriminierenden Formen darstellen.

Beidnennung und Splitting

Zwei mögliche Methoden, um neben Männern auch Frauen sprachlich sichtbar zu machen, sind die sogenannte "Beidnennung" oder das "Splitting".

Beidnennung
Damit sich Frauen und Männer gleichermaßen angesprochen fühlen, werden bei dieser Methode beide genannt: "Sehr geehrte Professorinnen und Professoren";
"An alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter".

Splitting
Beim Splitting werden ebenfalls beide genannt, allerdings mit einem Schrägstrich getrennt: "Die Studentin/der Student arbeitet an ihrer/seiner Bachelorarbeit." Allerdings wird diese Art der geschlechtergerechten Sprache oft abgelehnt, da sie den Lesefluss stört.

Kurzformen

Wenn in einem Text möglicherweise kein Platz besteht, um beide Geschlechter zu benennen, gibt es verschiedene Kurzformen, die Sie verwenden können. Im Gegensatz zum Binnen-I haben Sie mit dem Gender-Gap und Gender-Sternchen die Möglichkeit, alle Personen miteinzuschließen - das heißt, auch Menschen, die sich in keiner Kategorie verorten können oder wollen.

  • Binnen-I: "Es gibt viele wissenschaftliche MitarbeiterInnen an der Universität Osnabrück."
  • Gender-Gap: "Die meisten Rektor_innen in Deutschland sind männlich."
  • Gender-Sternchen: "Das Seminar wird von dreißig Student*innen besucht."

Geschlechtsneutrale Sprache

Auf dem Weg zu einer gendersensibleren Sprache gibt es auch die Möglichkeit, das generische Maskulinum zu umgehen und neutrale Formen zu verwenden. Diese Art und Weise muss allerdings kritisch betrachtet werden, denn auch bei scheinbar neutralen Worten werden Frauen und Menschen, die sich nicht verorten, nicht zwingend mitgedacht. Es gibt Studien, die zeigen, dass auch bei der neutralen Formulierung häufig in erster Linie an Männer gedacht wird (Vgl. Heise 2000). Trotzdem ist diese Methode dem generischen Maskulinum vorzuziehen, weil sie vor allem in Kombination mit anderen Formen des inklusiven Sprachgebrauchs deutlich macht, dass eine kritische Auseinandersetzung mit Sprache stattfindet.

Genderneutrale Bezeichnungen
Neutral kann beispielsweise bedeuten, dass für Personen oder für zusammengesetzte Begriffe eine neutrale Form benutzt wird, zum Beispiel:

  • Personen: Studierende, Interessierte, Mitglied, Beschäftigte, Hochschulangehörige, Promovierende
  • Zusammengesetzte Begriffe: Studierendenwerk, Senatsmitglieder, Wahlleitung, Studierendenvertretung
  • Kollektiv- und Institutsbezeichnungen: Präsidium, Dezernatsleitung 

Unpersönliche Pronomina
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, genderneutrale Pronomina zu verwenden:

  • "Alle" statt "Jeder", zum Beispiel:  "Alle, die die Vorlesung besuchen."
  • "Niemand" statt "Keiner", zum Beispiel: "Niemand sollte schlecht vorbereitet in eine Prüfung gehen."
  • "Wer" statt "Personennennung", zum Beispiel: "Wer unvorbereitet in eine Prüfung geht, wird vermutlich keine gute Leistung erzielen."

Die unpersönlichen Pronomina können allerdings auch problematisch sein, wie das folgende Beispiel zeigt: "Wer zu spät in eine Vorlesung geht, der verpasst die Einführung." Besser: "Wer zu spät in eine Vorlesung geht, verpasst die Einführung." Daher sollten diese mit Vorsicht verwendet werden.

Passivformulierungen
Passivformulierungen können ebenfalls zu einer genderneutralen Schreibweise beitragen. "Besteht ein Student die Prüfung nicht, kann sie einmal wiederholt werden." Alternativ: "Wird die Prüfung nicht bestanden, so kann sie einmal wiederholt werden."

Welche Möglichkeiten gibt es noch?

Über das generische Maskulinum hinaus

Neben der Diskriminierung durch das generische Maskulinum, also das Ausschließen von Geschlechtern, gibt es auch noch weitere Diskriminierungsformen in Sprache, die uns oft auf den ersten Blick nicht auffallen, aber doch leicht zu vermeiden sind. Diese weiteren Aspekte möchten wir im Folgenden darstellen.

MindMap mit diskriminierenden/stereotypisierenden Begriffen zum Nachdenken

Im folgenden Schaubild werden einige diskriminierende Begriffe aufgezeigt, die zum Nachdenken anregen sollen. Es handelt sich um Wörter, die viele Menschen alltäglich und selbstverständlich verwenden, ohne dass ihnen die Tragweite bewusst ist. Die Begriffe belegen Geschlechter mit negativen Eigenschaften (zum Beispiel das schwache Geschlecht), schließen Geschlechter aus (zum Beispiel gibt es für Heulsuse keine männliche und für fachmännisch keine weibliche Bezeichnung) und stellen einen Bezug zum Geschlecht her, wo keiner sein muss (zum Beispiel Muttersprache). An dieser Stelle möchten wir nochmal auf den Punkt Warum gendergerecht sprechen? verweisen, in dem es darum geht, welche Macht Sprache auf Gesellschaft hat. Vor diesem Hintergrund ist es wünschenswert, dass die folgenden Begriffe im allgemeinen Sprachgebrauch vermieden werden bzw. durch neutrale Begriffe ersetzt werden. In den folgenden Beispielen stellen wir Ihnen bei einigen Begriffen Alternativbezeichnungen vor, möchten Sie aber auch ermutigen, sich eigene Gedanken zu machen.

  • Not am Mann
  • Milchmädchenrechnung
  • Heulsuse
  • Karrierefrau → karriereorientiert (für Menschen jeglichen Geschlechts nutzen)
  • Pantoffelheld
  • das schwache Geschlecht
  • Brüderlichkeit → Verbundenheit, Solidarität
  • Vater Staat → je nach Kontext: Sozialstaat, Wohlfahrtsstaat, etc.
  • fachmännisch
  • Otto Normalverbraucher
  • Mannschaft → Team
  • Mütterberatung → Familienberatung
  • seinen Mann stehen
  • Muttersprache
  • Vaterland
  • benutzerfreundlich
  • Schirmherrschaft 
Berufsbezeichnungen

Ähnlich wie bei den zuvor dargestellten Begriffen verhält es sich mit bestimmten Berufsbezeichnungen, die ebenfalls diskriminierend sein können. So gibt es beispielsweise kein männliches Pendant zu Hebamme und im allgemeinen Sprachgebrauch wird eher von Erzieherinnen als von Erziehern gesprochen. Dadurch werden Berufe stereotypisiert, das heißt Männern und Frauen werden jeweils die ihnen scheinbar angemessenen Berufe zugeschrieben.

  • Krankenschwester → (Gesundheits-) und Krankenpfleger*in
  • Putzfrau → Reinigungskraft
  • Hebamme → Geburtshelfer*innen
Grammatikalische Korrektheit

An dieser Stelle wollen wir nochmals betonen, dass es wichtig ist, auch grammatikalisch korrekt zu formulieren. Neben dem Geschlecht der Personen, die wir ansprechen möchten, gibt es auch noch das grammatikalische Geschlecht, das korrekt angewendet werden muss. Das grammatikalische Geschlecht muss immer mit dem benannten Geschlecht übereinstimmen. Ein häufig auftretender Fehler ist der Folgende: "Die Universität ist einer der größten Arbeitgeber der Region". Grammatikalisch korrekt ist die Universität aber feminin und muss daher auch so benannt werden: "Die Universität ist eine der größten Arbeitgeberinnen der Region."

Unsere Empfehlung: werden Sie kreativ!

Möglicherweise fühlen Sie sich nach dem ersten Lesen überfordert aufgrund der vielen Probleme und Lösungsvorschläge, die wir Ihnen aufgezeigt haben. Es erschien uns jedoch wichtig, die vielfältigen Diskriminierungsformen in Sprache sichtbar zu machen und auch möglichst viele Wege im Umgang damit darzustellen. Abschließend möchten wir Sie aber nochmal ermutigen, es einfach auszuprobieren und kreativ zu werden. Manchmal macht es Sinn, sich zu überlegen, an wen ein bestimmtes Schreiben, eine wissenschaftliche Publikation oder ähnliches gerichtet ist, um zu entscheiden, welche Form der gendersensiblen Sprache Sie verwenden möchten. Es gibt auch nicht in allen Fällen ein richtig oder falsch. Machen Sie sich Sprache bewusst, probieren Sie aus, experimentieren Sie, verwenden Sie verschiedene Formen der gendergerechten Sprache, erfinden Sie neue Möglichkeiten – wir möchten Sie dazu einladen, kreativ zu schreiben und zu sprechen!

Besonders bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei der Gleichstellungsbeauftragten der Universität zu Köln für die Herausgabe des Leitfadens ÜberzeuGENDERe Sprache [PDF nicht barrierefrei], der uns als Inspiration diente und an den wir uns angelehnt haben. Weitere Quellenangaben finden Sie hier.

Ihre Ansprechpersonen für einen inklusiven Sprachgebrauch an der Universität Osnabrück:

Annkatrin Kalas, M.A.

Tel.: +49 541 969-4520
akalas@uos.de

Raum: 52/510
Gleichstellungsbüro
Neuer Graben 7/9
49074 Osnabrück

Sprechzeiten: nach Vereinbarung