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Das Institut für Geographie des Fachbereiches Kultur- und Sozialwissenschaften sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n 

wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (m/w/d)
(Entgeltgruppe 13 TV-L, 65%)      

befristet bis zum 31.10.2023 zur Mitarbeit im Projekt „Herausforderungen bei der Skalierung beispielhafter Maßnahmen zur Entwicklung eines Biotopverbunds in Beispielregionen Nordwestdeutschlands“ gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

Kurze Projektbeschreibung:
Der anhaltende Biodiversitätsverlust ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Ein wichtiger Treiber ist hierbei die zunehmende Fragmentierung von Habitaten und die damit einhergehende Verinselung von Arten und Lebensgemeinschaften. In diesem Forschungsprojekt steht das artenreiche Grünland im Mittelpunkt, das durch Umbruch und Nutzungsintensivierung besonders im landwirtschaftlich intensiv genutzten nordwestdeutschen Flachland einen starken Rückgang erfährt. In einem Vorläuferprojekt wurden bereits pilothafte Maßnahmen zur Vernetzung von Biotopen als praktischer Lösungsansatz im lokalen Geländemaßstab erprobt. 
In diesem Forschungsprojekt gehen wir der Frage nach, wie solche lokale Maßnahmen und innovativen Landnutzungsformen auf einer Landschaftsskala umgesetzt und damit zu einer Trendumkehr des Artenverlustes beitragen können. Insbesondere sollen institutionelle und organisationale Anforderungen für eine solche Transformation untersucht werden. Dabei möchten wir nicht auf einer theoretischen Ebene bleiben, sondern konkret in nordwestdeutschen Beispielregionen Lösungen entwickeln, die es Akteuren erlauben zu kooperieren und biodiversitätsfördernde Maßnahmen umzusetzen. Es existieren hier schon etablierte Kontakte zu Akteuren aus der Landwirtschaft, Naturschutz und Verwaltung, die bei der Umsetzung einer Koordinationsstelle für Biotopverbundsysteme aktiv mitwirken möchten. 
Das Projekt ist ein Gemeinschafsprojekt der Universität Osnabrück (Schwerpunkte: partizipativer Prozess; Analyse institutioneller und organisationale Anforderungen), des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen e. V. (Projektkoordination; rechtlich-administrative Anforderungen), der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (ökologisch-naturschutzfachliche Analysen) und des NABU Oldenburger Land (Öffentlichkeitsarbeit).


Ihre Aufgaben:

  • Durchführung und Analyse semi-strukturierter Interviews und zwei Workshops mit den Projektpartnern sowie unterschiedlichen Praxisakteuren.
  • Literaturrecherche zu regionalen Innovationssystemen.
  • Identifizierung von institutionellen und organisationalen Anforderungen sowie geeignete Strukturen und Prozesse zu deren Erfüllung.
  • Synthese der Ergebnisse in Form von best practice guidelines sowie eines Fragenkatalogs zur Eignungsprüfung von Organisationen, die sich für die Umsetzung von Koordinationsstellen interessieren.

Einstellungsvoraussetzungen:

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium in Umwelt- oder Systemwissenschaften, Geographie, Geoökologie, Agrarwissenschaften, Politik- oder Sozialwissenschaften oder verwandten Fächern
  • Interesse und erste Erfahrungen in Bezug auf inter- und transdisziplinäre Forschung
  • Bereitschaft zu Dienstreisen (insb. in die Beispielregionen)

Idealerweise verfügen Sie über:

  • Sehr gute kommunikative Fähigkeiten
  • Kreativität 
  • Erfahrung mit Interviewtechniken und partizipativen Methoden
  • Sehr gute Englischkenntnisse

Wir bieten Ihnen:

  • Die Einbindung in ein engagiertes Team und ein exzellentes wissenschaftliches Umfeld
  • Eine abwechslungsreiche und gesellschaftlich relevante Tätigkeit an der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis
  • Die Möglichkeiten zur wissenschaftlichen Weiterbildung in Bezug auf systemwissenschaftliche Methoden und Konzepte

Als familiengerechte Hochschule setzt sich die Universität Osnabrück für die Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Familie ein.

Die Universität Osnabrück will die berufliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern besonders fördern. Daher strebt sie eine Erhöhung des Anteils des im jeweiligen Bereich unterrepräsentierten Geschlechts an.

Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte in elektronischer Form (möglichst in einer pdf-Datei) bis zum 13.10.2022 an Herrn Dr. Johannes Halbe, E-Mail: jhalbe@uos.de.
Weitere Informationen zu dieser Stellenausschreibung erteilt ebenfalls Herr Dr. Halbe per E-Mail oder telefonisch (0541 969 2297).

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!