Aktuelle Veranstaltungen

Termine 2026 Osnabrücker Gespräche zum Unternehmens- und Wirtschaftsrecht

  • 28.01.2026
  • 22.04.2026
  • 03.06.2026

Osnabrücker Gespräche zum Unternehmens- und Wirtschaftsrecht am 22. April 2026, 17:30

Die Osnabrücker Gespräche zum Unternehmens- und Wirtschaftsrecht finden am 22. April 2026, 17:30
- in der Cafeteria des Juridicums (Heger-Tor-Wall 14, 49078 Osnabrück) und
- als Webinar auf Zoom
statt. Das Generalthema lautet:

Digitalisierung der Streitbeilegung

»Erprobung des Online-Verfahrens in der Zivilgerichtsbarkeit: Überblick zu Verfahrensregelungen und begleitendem Digitalisierungsprojekts«
Julian Udich,  Referent im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Berlin

»Vom Prompt zum Schiedsspruch - Der Einsatz künstlicher Intelligenz durch Schiedsgerichte«
RA Dr. Dominik Stefer, LL.M. (McGill), Borris Hennecke Kneisel, Köln

 

Digitale Lösungen versprechen große Effizienzgewinne in der Streitbeilegung. Unsere Referenten berichten über zwei spannende Aspekte dieser Entwicklung:
In der staatlichen Gerichtsbarkeit soll ein Online-Verfahren es zukünftig ermöglichen, Ansprüche mit niedrigem Streitwert in einem nutzerfreundlichen Verfahren mittels einer bundesweit einheitlichen und digitalen Plattform geltend zu machen. Julian Udich, der im BMJV mit der rechtlichen und technischen Umsetzung des Online-Verfahrens betraut ist, wird uns dieses innovative Vorhaben vorstellen.
Die Schiedsgerichtsbarkeit ist aufgrund flexibler Strukturen und Verfahrensregeln besonders aufnahmefähig für neue technologische Ansätze. Derzeit stellt sich vor allem die Frage nach Einsatzmöglichkeiten von KI und deren rechtlichen Grenzen. Dominik Stefer, der als Anwalt für die Schieds-Boutique Borris Hennecke Kneisel in Köln tätig ist, wird diese Entwicklung für uns beleuchten.

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Frühere Veranstaltungen

Osnabrücker Gespräche zum Unternehmens- und Wirtschaftsrecht am 28. Januar 2026, 17:30

Die Osnabrücker Gespräche zum Unternehmens- und Wirtschaftsrecht finden am 28. Januar 2026, 17:30
- in der Cafeteria des Juridicums (Heger-Tor-Wall 14, 49078 Osnabrück) und
- als Webinar auf Zoom
statt. Das Generalthema lautet:

Asset Protection – Zwischen Wissenschaft und Gestaltungspraxis

»Catch Me If You Can? Grundlagen, Funktionen und rechtliche Grenzen privaten Vermögensschutzes«
Dr. Felix Aiwanger, Wiss. Ref., Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg

»Strategien des Vermögensschutzes in der Gestaltungspraxis«
Maike Tallen, Vorstandsvorsitzende des INSTITUT FÜR INSOLVENZRECHT UND SANIERUNG IN WESER-EMS UND BREMEN e.V. (IFIS)

 

Besteht ein einredefreier Anspruch, ist der Schuldner verpflichtet, diesen zu erfüllen. Was zunächst wie eine Selbstverständlichkeit aus dem ersten Studiensemester klingt, wird indes durch sogenannte Asset-Protection-Strategien in Frage gestellt. Diese zielen darauf ab, Vermögenswerte dem Vollstreckungszugriff zu entziehen oder gegen zukünftige Haftungsrisiken abzusichern. Häufig werden sie mit missbräuchlichen Gestaltungen assoziiert – etwa bei Ex-Ehegatten, haftungsgefährdeten Ärzten und Managern oder Wirtschaftsstraftätern. Doch nicht jede Form der Vermögenssicherung ist von vornherein zu beanstanden. Auch redliche Vermögensinhaber können ein legitimes Interesse daran haben, ihr Eigentum vor unvorhersehbaren, existenzbedrohenden Haftungsfällen, beruflichen Risiken oder politisch-ökonomischen Unsicherheiten zu schützen. Es geht dabei um die rechtlichen und wirtschaftlichen Grundbausteine derartiger Strategien und ihre Bewertung im Spannungsfeld zwischen Gläubigerschutz und berechtigtem Individualinteresse. Die beiden Referenten beleuchten die Thematik dabei sowohl aus theoretischer als auch aus praktischer Perspektive.