Fairo Moda
Better Fashion Guide
Nachhaltigkeitsguide für die Stadt Osnabrück
Der Better Fashion Guide ist das Ergebnis des Seminars Vestimentärer Nachhaltigkeitsguide für die Stadt Osnabrück von Lesley-Ann Baldwin. Im Rahmen des Seminars beschäftigten sich die Studierenden mit dem Thema Slow Fashion und suchten nach einer nachhaltigen Mode-Szene in Osnabrück. Die Seminarteilnehmenden recherchierten und besuchten modische Nachhaltigkeitsakteur:innen in der Hasemetropole. Sie führten Gespräche über deren Visionen und setzten sich mit individuellen Schwerpunktthemen auseinander. Das Ziel war es, ein Bewusstsein für eine umweltfreundliche Garderobe zu entwickeln. Ein besonderer Dank geht an das Institut für Sozialwissenschaften für die finanzielle Unterstützung bei der Veröffentlichung des Guides.
Better Fashion Guide (PDF, 1.78 MB) (PDF, 1.78 MB)
Getaltung: Lesley-Ann Baldwin, Marie Hense (Monecke)
-------
Ars-Legendi Preis 2023
Nominierung von M. Ed. Lesley-Ann Baldwin
Das Fachgebiet Textiles Gestalten und die Fachschaft Textiles Gestalten haben die wissenschaftliche Mitarbeiterin Lesley-Ann Baldwin für den Ars legendi-Preis vorgeschlagen. Der Preis wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Hochschulrektorenkonferenz für exzellente Hochschullehre verliehen und unterstreicht die Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des akademischen Nachwuchses. Die Nominierung erfolgt über die Fakultäten. Der Grund für die Nominierung von Lesley-Ann Baldwin im Textilen Gestalten ist ihr Einsatz für Bildung zur Nachhaltigkeit. Sie hat in ihrer Bachelor- und Masterarbeit das Konzept der Studierendenunternehmung Fairo Moda erarbeitet. Fairo Moda ist ein Kleidungsverleih für Studierende und Mitarbeiterinnen der Universität Osnabrück. Die Universität Osnabrück verfügt damit über das Fachgebiet Textiles Gestalten als einzige bundesdeutsche Universität über einen hochschuldidaktischen Kleidungsverleih. Der Betrieb erfolgt mit studentischen Mitarbeiter:innen. Derzeit promoviert Lesley-Ann Baldwin zum Thema: „Vestimentäre Nachhaltigkeit im hochschuldidaktischen Kontext: Entwicklung eines inter- sowie transdisziplinären BNE-Moduls in Anlehnung an den Kleidungsverleih Fairo Moda“. Die Lehrveranstaltungen von Lesley-Ann Baldwin zielen neben der Auseinandersetzung mit nachhaltigen Themen auch auf die Gerechtigkeit zwischen heutigen und künftigen Generationen. Die Lehramtsstudierenden transferieren das Gelernte in Schulen, in denen nachwachsende Generationen auf ein umweltbewusstes, selbstbestimmtes Leben vorbereitet werden. Lesley-Ann Baldwins Promotionsvorhaben zielt auf eine Verankerung des Nachhaltigkeitsgedankens in der gesamten Universität Osnabrück. Über inter- sowie transdisziplinäre BNE-Module sollen sich die universitären Einrichtungen vernetzen und so die Lehre und Forschung an der Universität Osnabrück nachhaltiger gestalten.
Foto: Wolfgang Sparenberg
-------
Ozonschrank für Fairo Moda
Einen Ozonschrank zur Beseitigung von Gerüchen, Viren und Bakterien hat das Fachgebiet Textiles Gestalten neu angeschafft. Bei einer Schulung erläuterte Diplomingenieur Roland Krüger Einsatzmöglichkeiten und Anwendung des Geräts. Ziel ist es, gebrauchte Kleidung für den hochschuldidaktischen Kleidungsverleihs Fairo Moda mithilfe dieses Ozonschrankes schonend, kostengünstig und umweltgerecht zu reinigen. Die Universität Osnabrück ist damit die erste Universität oder Hochschule in Deutschland, die über einen Ozonschrank verfügt, wie ihn Theater, Schauspielhäuser, Museen oder Kostümsammlungen bereits häufig verwenden. Ein Ozonschrank ist ein luftdicht verschließbarer Chromstahlschrank. In seinem Inneren werden Objekte wie Kleidung, Schuhe oder Garnkonen für rund eine Stunde mit Ozon behandelt. Dabei werden Bakterien oder Viren beseitigt. Da es sich bei Schweißgeruch um ein Stoffwechselprodukt von Bakterien handelt, verschwindet der Geruch bei dieser Ozonanwendung. Neben der Reinigung der Kleidung des studentischen Kleiderverleihs Fairo Moda wird der Ozonschrank für die prophylaktische Behandlung von Garnen, Stoffen und das historische Kleidungsarchiv des Fachgebietes eingesetzt.
Foto: Lucia Schwalenberg
-------
Fashion Revolution Week
Hochschuldidaktischer Kleidungsverleih Fairo Moda unterstützt Aktionswoche mit Online-Programm
Die Fashion Revolution Week erinnert an die Rana Plaza-Katastrophe: Am 24. April 2013 stürzte die Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch ein, in der Modeketten wie Mango, C&A und KiK ihre Kleidung produzieren ließen. Bei dem Einsturz wurden 2.600 Menschen verletzt und 1.134 Menschen getötet. Die Fashion Revolution als gemeinnützige globale Bewegung schärft das Bewusstsein negativer Auswirkungen der Textilindustrie mit besonderem Blick auf die Arbeiter_Innen. Sie ist eine Non-Profit Bewegung, die sich für faire Arbeitsbedingungen für Textilarbeiter_Innen insbesondere in den Entwicklungsländern einsetzt. Gefordert werden sichere Arbeitsplätze, angemessene Arbeitszeiten und Löhne sowie eine transparente Lieferkette, durch die klar wird, wo die einzelnen Produktionsschritte von Textilien erfolgen und woher die Ressourcen der Kleidungsstücke stammen. Die Fashion Revolution Week findet jährlich zum Rana Plaza-Gedenktag statt. Aktionen wie Kundgebungen, Workshops und Vorträge rund um das Thema Textilindustrie und faire Mode werden von Vereinen und Verbänden angeboten. Der hochschuldidaktische Kleidungsverleih Fairo Moda begleitet die Fashion Revolution Week mit Infoposts und nimmt an der Plakataktion #IllustrationMachtRevolution teil. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, an einem asynchronen praktischen Workshop zum Thema Statement-Shirts teilzunehmen.
Foto: Wolfgang Sparenberg
------
Nachhaltigkeitswochen des Nordens
Die Nachhaltigkeitswochen des Nordens werden von Studierenden aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein organisiert. In Rahmen der Veranstaltung stellt Lesley-Ann Baldwin, Masterstudentin des Textilen Gestaltens, das Projekt Fairo Moda vor. Der Titel des Vortrags lautet: Leihen statt kaufen. Fairo Moda, ein hochschuldidaktischer Kleidungsverleih. Ziel der Studierendenunternehmung Fairo Moda ist es, einen alternativen textilen Konsumgedanken an der Universität Osnabrück unter Federführung des Fachgebietes Textiles Gestalten zu prägen. Fairo Moda ist ein Kleidungsverleih. Hier können sich Studierende und Angehörige der Universität Osnabrück Damenoberbekleidung ausleihen. Das Prinzip ähnelt dem einer Bibliothek, nur mit Kleidung anstatt Büchern. Der hochschuldidaktische Anteil entsteht durch ein Modul, das in Zukunft an die Studierendenunternehmung gekoppelt werden soll. Das Projekt befindet sich zur Zeit im Aufbau. Der jetzige Stand soll während der Veranstaltung vorgestellt und diskutiert werden. Das Präsidium der Universität fördert das Projekt als vestimentäres Nachhaltigkeitsmanagement durch die Finanzierung von Lehraufträgen und Hilfskraftverträgen aus Studienqualitätsmitteln. Termin für den Fairo Moda interaktiven Vortrag mit Diskussion: Mittwoch, 25.11.2020, 16.00 - 17.00.
Foto: Marie Hense
-----
Leihen statt kaufen
Fairo Moda eröffnet mit Click & Borrow-Konzept
Endlich ist es soweit, am 1. Juni 2021 öffnet Fairo Moda seine Türen. Der universitätsinterne sowie hochschuldidaktische Kleidungsverleih befindet sich auf dem Innenstadt-Campus im Gebäude 52/E03 mit Zugang gegenüber der Seminarstraße 33 in Osnabrück. Das Prinzip funktioniert wie eine Bibliothek mit Kleidung statt Büchern. Fairo Moda möchte nach dem Motto der Sharing Economy (wie beim Car-Sharing-Prinzip) handeln und eine Möglichkeit für gemeinsamen Kleidungskonsum anbieten. Initiiert wurde das Projekt im Fachgebiet Textiles Gestalten. Der Studiengang setzt sich in seiner wissenschaftlichen Theorie intensiv mit der vestimentären Nachhaltigkeit auseinander und bietet nun zusätzlich eine praktische Möglichkeit für Studierende und Mitarbeitende der Universität Osnabrück in Form eines Kleidungsverleihs. Zeitgleich dürfen drei Kleidungsstücke entliehen werden. Das Angebot ist kostenlos. Bei der Anmeldung fällt eine Kaution von 60 Euro an, die bei der Abmeldung zurückgezahlt wird. Das Geld oder ein Teil des Geldes wird einbehalten, wenn es zum Verlust oder zu Beschädigungen an den entliehenen Textilien kommt. Aufgrund der aktuellen Lage wird es am 1. Juni 2021 ein Soft-Opening geben. Eine kleine Eröffnungsfeier ist aufgeschoben und nicht aufgehoben. Sie soll stattfinden, wenn sich die Corona-Situation entspannt hat und Zusammenkünfte wieder möglich sind.
Foto: Lesley-Ann Baldwin
-------
Kleidertausch zum Ball der Universität
Zum Ball der Universität am 18. Januar 2020 können Studierende erstmals bei der Kleider-Tauschbörse "Fairo Moda" festliche Kleidung, Schuhe und Accessoires tauschen statt kaufen. Die Studierende haben die Möglichkeit, die Kleidung dauerhaft abzugeben oder sich mit den Tauschpartnerinnen und -partnern zu vernetzen, um die Garderobe nach dem Ball wieder zurückzugeben. Viele Studierende haben zu diesem Anlass ihre Kleiderschränke auf den Kopf gestellt und ihre Abendgarderobe zur Verfügung gestellt und sich im Gegenzug ein neues festliches Kleidungsstück mit nach Hause genommen, um es zum Ball der Universität und weiteren Feierlichkeiten zu tragen. Neben diesem textilen Austausch kam es zum regen Gedankenaustausch über die Themen Modeproduktion, nachhaltigen Kleiderkonsum und Kleidertausch. Einige Studierende haben textile Spenden vorbeigebracht, die im späteren Kleidungsverleih ihren Platz finden werden. Das selbe gilt für die festlichen Kleider, die keine neuen BesitzerInnen gefunden haben.
Das Präsidium der Universität Osnabrück hat beschlossen, das Projekt "Fairo Moda: Vestimentäres Nachhaltigkeitsmanagement an der Universität Osnabrück" durch die Finanzierung von Lehraufträgen und Hilfskraftverträgen für zwei Jahre aus Studienqualitätsmitteln in Höhe von insgesamt bis zu 24.500 Euro zu fördern. Das Präsidium erwartet, dass im Rahmen der Antragstellung vom Fachbereich 1, die nachhaltige Implementierung nach Ende der Projektphase eingehalten wird.
Grafik: Lesley-Ann Baldwin
------------
Textilstudierende entwickelt Konzept für studentischen Kleidungsverleih
Im Durchschnitt kaufen die Deutschen bis zu 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr. Muss das wirklich sein? Das fragt sich auch Lesley-Ann Baldwin, Studentin des Fachgebietes Textiles Gestalten. Auf diese Frage hin konzipierte sie eine Studierendenfirma. Studierende sollen zukünftig Kleidungsstücke ausleihen und tauschen können, anstatt sie wegzuwerfen. Zusätzlich verbindet Baldwin den Verleih mit einem geplanten Modul für ihr Fach, um Praxis und Lehre zu verbinden. Die Studierende ist im Wettbewerb „Let's Change the Fashionsystem“ von FEMNET e.V. als Favoritin nominiert. Die heutige Modebranche sei eine der umweltschädlichsten Industrien der Welt. Durch Überproduktion und schnelllebige Trends werden Ressourcen verschwendet. Die Verleihstelle Fairo Moda und ihr geplantes Modul zum Nachhaltigkeitsmanagement im Textilen Gestalten der Universität sollen über die Zustände aufklären. Studierenden sollen in nachhaltigem Konsumverhalten vor Ort unterstützt werden. In einer zentralen Verleihstelle sollen sich Studierende Kleidungsstücke für Alltag und besondere Anlässe ausleihen und diese tauschen können. Die Studentin erklärt: „Das Prinzip ähnelt dem einer Bibliothek – nur mit Kleidung statt mit Büchern.“ Das geplante Modul zum Nachhaltigkeitsmanagement soll Fairo Moda mit der universitären Lehre verbinden. Die Modulbeschreibung könnte in über 30 Fächern sowohl in die Didaktik als auch in den Professionalisierungsbereich der 2-Fächer-Bachelor eingegliedert werden. In Seminaren sollen sich die Studierenden mit ökologisch und ökomischen Themen sowie mit der Modeindustrie auseinandersetzen. Damit ihr Konzept umgesetzt werden kann, hat sich Baldwin beim Wettbewerb „Let's Change the Fashionsystem“ des gemeinnützigen Vereins FEMNET e.V. beworben. Die Studentin hat ihr Konzept außerdem für das Projekt „LehrZeit an der Uni Osnabrück“ eingereicht, um im Rahmen des Strategiepakets Lehre gefördert zu werden.
Foto: Wolfgang Sparenberg
-----