Werkstätten
Analoge und digitale Techniken
Die ausgezeichnet ausgestatteten Werkstätten im Textilen Gestalten der Universität Osnabrück ermöglichen im wissenschaftlichen Kontext kreatives, technisch-gestalterisches und experimentelles Arbeiten in Projekten, einzeln und in Gruppen. Die Werkstätten und der textile Makerspace im Bereich Weberei, Strickerei, Näherei, Stickerei, Tufting, Druckerei und Musterentwurf (PC-Pool) sind für handwerkliches und computergesteuertes Arbeiten eingerichtet, so dass modellhaft sowohl handwerkliche als auch industrielle, analoge und digitale Verfahren erlernt werden können.
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Digitaler Handjacquardwebstuhl TC2
Der digitale Handjacquardwebstuhl ermöglicht die Realisierung vom handgezeichneten Entwurf über die Vorbereitung der Bindungspatrone und der Bearbeitung im Bildbearbeitungsprogramm bis zur fertigen Gewebeprobe. Er wird im Lehrbetrieb eingesetzt und für Kooperationsprojekte, beispielsweise für die Entwicklung einer Wolldeckenkollektion für das Tuchmacher Museum Bramsche im Bauhaus-Projekt, für den Prototyp des akademischen Schals der Universität Osnabrück oder die Kollektionsentwicklung für die historische Beiderwandweberei der Stiftung Mensch in Meldorf.
Foto: Lucia Schwalenberg
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Lochkartenjacquardwebstuhl
Der voll funktionsfähige Lochkartenjacquardwebstuhl im Textilen Gestalten der Universität Osnabrück demonstriert eindrucksvoll den Bogen von der analogen bis zur digitalen Technologie im textilen Bereich. Der Lochkartenjacquardwebstuhl in Osnabrück ist ausgestattet mit einer 400er Chemnitzer Grobstich Jacquardmaschine. Dazugehörig sind eine Kartenschlagmaschine und ein Kartennähbrett sowie ein Jacquarddidaktikmodell. Der gesamte Arbeitsablauf vom Entwurf über das Zeichnen der Patrone, das Kartenschlagen und Kartennähen bis zum Einhängen des Kartenlaufs in die Jacquardmaschine und das Weben am Jacquardwebstuhl ist für Studierende des Textilen Gestaltens erfahrbar. Der Webstuhl wird im Lehrbetrieb eingesetzt, so z. B. für die Vorbereitung der Textilexkursion nach Sri Lanka oder im Kurs "Von analog bis digital".
Foto: Lucia Schwalenberg
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Digitaler Musterwebstuhl
Der digitale Musterwebstuhl ist mit 24 Schäften ausgestattet. Die Gewebepatrone wird über die Computersteuerung eingegeeben und von Hand als Gewebe realisiert. Der Musterwebstuhl ermöglicht das flexible Experimentieren mit unterschiedlichsten Gewebebindungen und schlägt die Brücke von der analogen Technologie am Kontermarschwebstuhl zur digitalen Umsetzung.
Foto: Lucia Schwalenberg
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Kontermarschwebstuhl
Der Kontermarschwebstuhl ist mit acht Schäften ausgestattet. Er wird im Lehrbetrieb zum experimentieren mit Bindungen, Materialien und die Umsetzung von Gewebeentwürfen verwendet, z. B. in der Lehrveranstaltung "Muster und Material", "Farbwelten" oder der Kollektionsentwicklung für das Women Weave Project, ein Sozialprojekt mit tamilischen Kriegswitwen im Norden Sri Lankas.
Foto: Lucia Schwalenberg
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Tuftinganlage
Die professionelle Tuftinganlage bietet die Möglichkeit dreidimensionale textile Flächen herzustellen. Durch Druckluft wird das Garn mittels der Tuftingmaschine in das aufgespannte Gewebe eingebracht. Die Anlage kann in Seminaren von Studierenden zur Umsetzung eigener Entwürfe genutzt werden.
Foto: Lucia Schwalenberg
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Nähtechnik
Das Textile Gestalten verfügt über ein gut ausgestattetes Sortiment an unterschiedlichen Nähmaschinen. Dazu gehören computergesteuerte Nähmaschinen mit funktionalem LC-Display, eingebautem Einfädler und zahlreichen Nähprogrammen, die die Umsetzung verschiedener Näharbeiten ermöglichen. Diese Maschinen werden in unterschiedlichen Seminaren und für Kooperationsprojekte beispielsweise mit der Draiflessen Collection genutzt.
Foto: Lucia Schwalenberg
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Schnittatelier
Das Schnittatelier ist mit Bügelstationen, Zuschneidetisch sowie allem nötigen Zubehör für die Entwicklung von Einzelstücken und Prototypen ausgestattet.
Foto: Michael Münch
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Stickmaschinen
Das Textile Gestalten ist mit unterschiedlichen Stickmaschinen ausgestattet, darunter eine BROTHER PR 600 Semiprofi-Stickmaschine zum Sticken mehrfarbiger Muster, Grafiken und Schriften auf Textilien. Über ein integriertes Display wird die Maschine bedient und ermöglicht neben bereits gespeicherten Schriften und Motiven auch die Umsetzung eigener Ideen.
Foto: Lucia Schwalenberg
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Strickmaschinen
Manuelle Strickmaschinen in unterschiedlichen Ausführungen ermöglichen die Umsetzung verschiedenster Strickprojekte. Am einfachen sowie am doppelten Nadelbett können einfache und komplexe Strickmuster umgesetzt werden. Einige Maschinen verfügen über eine Lochkartenautomatik, über welche weitere Muster gestrickt werden können. Alle Maschinen können in den praktischen Seminaren oder für individuelle Projekte genutzt werden.
Foto: Lucia Schwalenberg
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Siebdruck
Beim Siebdruck handelt es sich um ein Druckverfahren, bei dem flüssige Druckfarbe mit einem Gummirakel durch ein feinmaschiges Gewebe hindurch auf das zu bedruckende Material gedruckt wird. Dieses Gewebe kann mit individuellen Schablonen versehen werden, um Muster, Motive und Grafiken zu drucken. Diese Technik eignet sich sehr gut für Textilien und wird und Seminaren in unterschiedlichem Kontext angewandt.
Foto: Lucia Schwalenberg
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Lasercutter
Am Lasercutter werden verschiedene Materialien bearbeitet. So sind beispielsweise in einer Prüfungsarbeiten Jeans mit Motiven versehen worden, einer Alternative zu umweltschädlichen Nachbehandlungsmethoden wie beispielsweise dem Sandstrahlen. Der Lasercutter wird in Seminaren, für Kooperationsprojekte und für indivuelle Arbeiten von Studierenden eingesetzt.
Foto: Wolfgang Sparenberg
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Spinnen
Im Bereich Spinnen ist das Textile Gestalten mit unterschiedlichen Spinnrädern, teilweise mit elektrischem Antrieb oder Doppelflügelspinnern ausgestattet. Außerdem mit Handkarden sowie Kardiermaschinen und Handspindeln unterschiedlicher Provenienz.
Foto: Theresa Veerkamp
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Färberei
Im Textilen Gestalten finden regelmäßig Seminare zum Färben, insbesondere zum Färben mit Pflanzenfarben statt.
Foto: Bärbel Schmidt
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