098/2025
Blick auf 40 Jahre Filmgeschichte

Deutschland als Einwanderungsland auf der Leinwand

Wie hat sich in den vergangenen 40 Jahren der Blick auf Migration auf der Leinwand verändert? Damit beschäftigen sich nun die Uni Osnabrück und das Filmfest Osnabrück bei einer Podiumsdiskussion. 

Deutschland ist ein Einwanderungsland – das zeigt sich auch im Kino. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens lädt das  Filmfest Osnabrück zu einer besonderen Podiumsdiskussion ein: Gemeinsam mit dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Uni Osnabrück und dem ThinkTank Migrationspolitik e.V. will es auf 40 Jahre filmische Erzählungen über Migration, Zugehörigkeit und Identität zurückblicken.

Von der Diskussion über Gastarbeiter*innen in den 1980er Jahren, den „Baseballschlägerjahren“ in den 1990ern bis zu aktuellen Debatten über Fluchtmigration und Integration – das Filmfest Osnabrück will zeigen, wie gesellschaftliche Entwicklungen im Einwanderungsland Deutschland im unabhängigen Film aufgegriffen, bearbeitet und verhandelt wurden und werden.  

„Filme tragen wesentlich zur Interpretation und Konstruktion von Wirklichkeit und damit auch zur Wahrnehmung von Migrantinnen und Migranten bei. Sie haben Wirkungsmacht, lenken unsere Blicke und Aufmerksamkeit, erzeugen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit und sind in einer visuell geprägten Kultur stark an gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen um Migration beteiligt“, sagt Prof. Dr. Christoph Rass vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Uni Osnabrück. Gemeinsam mit der Filmemacherin Serpil Turhan und der Kulturwissenschaftlerin und Kulturschaffenden Aurora Rodonò wird er über Brüche und Kontinuitäten filmischer Perspektiven auf Deutschland als Einwanderungsland diskutieren. 

Die kostenlose Veranstaltung findet statt am Samstag, 11. Oktober, im Felix-Nussbaum-Haus. Beginn ist um 15 Uhr.

Weitere Informationen für die Medien:
Vera Hanewinkel, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien
E-Mail:  vera.hanewinkel@uni-osanbrueck.de
 

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