Das Foto zeigt ein Vermessungsgerät (Tachymeter) im Feldeinsatz

Forschung

Aschauer Römerhöhlen

Zur Konfliktarchäologie gehört stets auch die Frage, welche Reaktionen unsichere Zeiten mit Bürgerkriegen und Plünderungen bei der Bevölkerung auslösten. Ein Einblick gelang durch die Ausgrabung zweier Höhlen im Kampenwandgebiet (Chiemgau, nordwestliches Noricum, entdeckt durch Sebastian Aringer). Im 3. Jahrhundert nutzten die Bewohner eines Gutshofes diese Plätze offenbar als Zuflucht.

Die Lage an einem Steilhang mit 45 Grad Gefälle war eine grabungstechnische Herausforderung. Die laufende Auswertung gemeinsam mit Kolleginnen der IPNA Basel ( https://ipna.duw.unibas.ch) verspricht jetzt neue Erkenntnisse zum 3. Jahrhundert im raetisch-norischen Grenzgebiet und zum Themenschwerpunkt Konfliktarchäologie mit einer regelrechten archäologischen Momentaufnahme.

Auswertung: Marcus Zagermann (Befunde und Funde), Simone Häberle (Tierknochen), Sarah Lo Russo (Mikromorphologie), Patricia Vandorpe (Makroreste und Schlämmproben).

Finanzierung: Universität Bamberg, Professur für Archäologie der Römischen Provinzen (Zeichnungen), Bayerische Akademie der Wissenschaften (Ausgrabung), Fritz Thyssen Stiftung (Auswertung, Zeichnungen).

Das Foto zeigt einen Steilhang im Gebirge, an dem eine Ausgrabung stattfindet
Aschau, Kampagne 2017. Dokumentationsarbeiten in schwierigem Gelände.

Kalkriese

In Kooperation mit dem Museum und Park Kalkriese (Geschäftsführer Dr. Stefan Burmeister; Leiter der Feldarchäologie Marc Rappe B. A.) sind weitere Feldforschungen auf dem Oberesch in Planung, die sich vor allem der Entstehung der Schichtenfolge vor Ort widmen. So soll ein größeres Verständnis des Geschehens auf dem Kampfplatz erreicht werden. Weitere Infos folgen in Kürze.

Das Foto zeigt einen Überblick des Kalkreiser Oberesch