Lara Jäger M.A.

Eine Frau mit langen braunen Haaren und Brille
© Lara Stukenbrok

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Geschichte des Mittelalters
Historisches Seminar
Universität Osnabrück
Schloßstraße 8
49074 Osnabrück

 

Raum 18/104

 +49 541 969-4379

 lara.jaeger@uni-osnabrueck.de

 

Sprechstunde

n. V.

  • Seit April 2025: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl der Geschichte des Mittelalters (Universität Osnabrück)
  • 2025: Abschluss Master of Arts (Titel der Abschlussarbeit: Comme le roy, ne plus ne moins. Herzogliche Herrschaft und ‚Eigenständigkeit‘ in der bretonischen Historiographie des Spätmittelalters)
  • 2023-2025: Studentische Hilfskraft im Erasmusbüro des Historischen Seminars (Universität Münster)
  • 2022-2025: Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl Hoch- und Spätmittelalter/Westeuropäische Geschichte (Universität Münster)
  • 2022-2025: Masterstudium Geschichte (Universität Münster)
  • 2022: Abschluss Bachelor of Arts (Titel der Abschlussarbeit: Wuchergesetzgebung in der Zeit von Innozenz III. bis Gregor IV. und ihre Auswirkungen auf Juden)
  • 2020-2021: Erasmussemester an der Université de Tours
  • 2018-2022: Zwei-Fach-Bachelor Geschichte und Französisch (Universität Münster)

  • Geschichte und Kultur Frankreichs
  • Spätmittelalterliche Historiographie (Bretagne und Burgund)

Der ‚souveräne‘ Herzog? Die Auseinandersetzung um die Eigenständigkeit der Bretagne im Spätmittelalter [Arbeitstitel]

Ausgangspunkt des Dissertationsprojektes sind spätmittelalterliche Chroniken, in welchen die Chronisten die Herzöge und ihre Rechte mit Begriffen wie souverain seigneur oder souveraineté beschreiben. Zwischen 1364 und 1514, zur Zeit der Herzöge aus dem Haus Montfort, entstehen zahlreiche Werke am bretonischen Hof, in welchen die Geschichte der Bretagne in den Vordergrund gestellt und die ‚Souveränität‘ der Bretagne thematisiert wird. Dies gibt dem Dissertationsprojekt den Anlass, Vorstellungen von bretonischer Abgrenzung und ‚Eigenständigkeit‘, insbesondere die Handlungen der bretonischen Herzöge sowie die Reaktionen der französischen Könige, zu untersuchen. Fraglich ist, ob jenseits historiographischer Behauptungen eine Strategie der Abgrenzung auch von Seiten der Herzöge selbst fassbar ist, beispielsweise in den von ihnen ausgestellten Urkunden und Briefen. Darüber hinaus ist zu schauen, wie die hofnahe, französische Chronistik das Verhältnis von Königtum und Herzogtum beschreibt und inwiefern eine ‚Eigenständigkeit‘ in den Quellen zu erkennen ist.

Wie kann dieser Begriff für eine mediävistische Arbeit definiert werden und welche Kriterien sind hierzu notwendig? Wie wird das Handeln der Herzöge, wie wird das Verhältnis zu den französischen Königen beschrieben und welche Unterschiede lassen sich zwischen den zahlreichen Quellen festhalten? Wie werden die konkreten Begegnungen zwischen den Herzögen und den Königen geschildert? Diese Fragen gilt es aufzugreifen, um das Verhältnis zwischen bretonischen Herzögen und französischen Königen zu hinterfragen. Hierzu sind die Ansätze der politischen Ideengeschichte sowie die Konzepte der ‚Superiorität‘ und ‚Souveränität‘ aufzugreifen, um Kriterien für eine herzogliche ‚Eigenständigkeit‘ aufzustellen und eine Unterscheidung zur ‚Souveränität‘ zu ermöglichen.