Linn Marie Eckhof, M.Ed.

Eine Frau mit langen blonden Haaren
© Linn Eckhof

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Geschichte des Mittelalters
Historisches Seminar
Universität Osnabrück
Schloßstraße 8
49074 Osnabrück

 

Raum 18/104

 lieckhof@uni-osnabrueck.de

Sprechstunde

n. V.

  • Seit April 2024 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl der Geschichte des Mittelalters (Universität Osnabrück)
  • 2019-2024 Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl der Geschichte des Mittelalters (Universität Osnabrück)
  • 2020-2024 Bachelor- und Masterstudium Sportwissenschaften für das Lehramt an Gymnasien (Universität Osnabrück)
  • 2023 Abschluss Master of Education (Titel der Arbeit: Das Verhältnis von Rechtsnorm und Rechtswirklichkeit bei der Auflösung karolingischer Herrscherehen)
  • 2020-2023 Master-Studium Germanistik/ Geschichte für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Osnabrück
  • 2020 Abschluss Bachelor of Arts (Titel der Arbeit: Unterschiedliche Herrschaftstechniken der frühen Ottonen)
  • 2017-2020 Bachelor-Studium Germanistik/Geschichte (Universität Osnabrück)

  • Frühmittelalterliche Rechtsgeschichte (Ehe- und Scheidungsrecht)
  • Geschlechtergeschichte

Zeit und Zeitlichkeitserfahrungen in spätmittelalterlichen Pilgerberichten [Arbeitstitel] 

Die Pilgerfahrten nach Jerusalem erreichten ihren Höhepunkt in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Rund 240 erhaltene Berichte liefern uns wertvolle Einblicke in die lange Reise, die die Pilger in der Regel über Venedig auf dem Seeweg nach Jerusalem führte. Im Fokus der Dissertation steht die Untersuchung von Zeit und Zeitlichkeit in ausgewählten spätmittelalterlichen Pilgerberichten. Ausgehend von der Erkenntnis, dass sich Zeit nicht in der physikalischen Messbarkeit erschöpft, sondern eine sozial, historisch und kulturell konstruierte Kategorie ist, untersucht die Arbeit, wie Zeit und Zeitlichkeit in spätmittelalterlichen Pilgerberichten nach Jerusalem hergestellt, erfahren und narrativ organisiert wird. Wie lange dauert eine Pilgerreise? Welche zeitlichen Strukturen rahmen die Pilgerreise und was beeinflusst sie? Auch Zeitlichkeit als Erfahrung der Pilger – zwischen Zeitstress und Langeweile – stellt einen Teil der Untersuchung dar, ebenso wie zeitliche Strukturen auf Textebene. Die Untersuchung der Konstruktion von Zeit und Zeitlichkeit im spätmittelalterlichen Mobilitätskontext versteht sich als Beitrag zur Erforschung vormoderner Zeitregime und zur Verschränkung von Erfahrungszeit, Erzählzeit und historischem Zeitwissen.