Forschungsprofil Dr. Oliver Ambrée
Immunzellen sind wichtige Mediatoren der Nervenzellentwicklung und -funktion. Somit spielen sie eine maßgebliche Rolle bei der Entstehung neuropsychiatrischer Erkrankungen wie der Depression. In unserer Forschung verwenden wir einen multidisziplinären Ansatz, der verhaltensbiologische, immunologische und neurobiologische Methoden umfasst. Anhand von Tiermodellen untersuchen wir, wie Immunreaktionen, die durch Stressreaktionen oder entzündliche Prozesse ausgelöst werden, die Stressanfälligkeit und -resilienz prägen und sich auf Gehirn und Verhalten auswirken.
Forschungsthemen
- Einfluss der Immunantwort auf Stressanfälligkeit und -resilienz
- Einfluss der genetisch prädisponierten Stressreaktivität auf Immunantwort, Gehirn und Verhalten
- Langfristige Auswirkungen von Lebensereignissen auf Immunantwort, Gehirn und Verhalten
Modellsysteme
- Labormäuse
- Transgene Mauslinien
- Primärzellkulturen
Methoden
- Verhaltenstests für emotionales Verhalten, Lernen und Gedächtnis
- Ex-vivo Stimulationsassays in Primärzellkulturen
- Immunphänotypisierung mittels Durchflusszytometrie
- Gen- und Proteinexpressionsanalysen
- Immunhistochemie und Mikroskopie
Ausgewählte Publikationen
- Ambree O, Ruland C, Zwanzger P, Klotz L, Baune BT, Arolt V, Scheu S, Alferink J (2019): Social defeat modulates T helper cell percentages in stress susceptible and resilient mice. Int J Mol Sci 20(14).
- Ambree O, Ruland C, Scheu S, Arolt V, Alferink J (2018): Alterations of the innate immune system in susceptibility and resilience after social defeat stress. Front Behav Neurosci 12.
- Buschert J, Sakalem ME, Saffari R, Hohoff C, Rothermundt M, Arolt V, Zhang W, Ambree O (2016): Prenatal immune activation in mice blocks the effects of environmental enrichment on exploratory behavior and microglia density. Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry 67.
Dr. Oliver Ambrée
Raum 35/132
Barbarastraße 11
49076 Osnabrück