Prof. Dr. Christoph Rass

Arbeitsgruppe Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung 
[IMIS] [SFB1604] [HistOS]

Nahaufnahme von Herrn Prof. Dr. Rass. Ein Mann mit grau meliertem Bart und freundlichem Blick. Er trägt eine Weste über einem karierten Hemd
© Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung, Universität Osnabrück

Prof. Dr. Christoph Rass
Universität Osnabrück
Fachbereich 1 Kultur und Sozialwissenschaften
Neuer Graben 19/21
Raum 03/222
49069 Osnabrück

 

Die Professur für Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung ist eine Gründungsprofessur des Forschungszentrums  Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien [IMIS] der Universität Osnabrück und zugleich eine Eckprofessur des  Historischen Seminars [HistOS]. 

  • Die Abteilung betrachtet Deutschland und Europa in ihren globalen Bezügen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert.
  • In der Lehre deckt das Team soziohistorische Prozesse und deren Übersetzung in Geschichte in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur ab. 
  • Kernthemen unserer Forschung sind die interdisziplinäre & reflexive Historische Migrationsforschung, die Gesellschaftsgeschichte von Gewalt und Krieg, die jüdische Geschichte und die nordwestdeutsche Regionalgeschichte.
  • Die Methoden und Möglichkeiten der digital humanities bilden dabei einen wichtigen Zugang.

"Ich betreibe Geschichtswissenschaft als sozial- und gesellschaftsgeschichtliche Analyse menschlicher Mobilität und organisierte Gewalt. Im Zentrum steht aktuell die Produktion von Migration als soziohistorischer Prozess und politische Kategorie, die ich exemplarisch beispielsweise an der Genealogie von Begriffen wie „Gastarbeiter" , "Displaced Person" oder "Integration" und ihren institutionellen, medialen und sozialen Wirksamkeiten untersuche. Gleichrangig frage ich nach den Praktiken, Räumen und Akteuren von Gewalt in der Geschichte des 20. Jahrhunderts: totalitäre Herrschaft, Vernichtungskrieg, Besatzung, Verfolgung und Holocaust lassen sich nur verantwortbar erzählen, wenn Rekonstruktion auf Quellenbasis und begrifflich reflektierte Deutung zusammengeführt werden, auch gegen mythologisierende, politisch instrumentalisierte Vergangenheitsbilder. Methodisch verstehe ich Digital History und Digital Public History als Teil dieser Arbeit: Digitale Verfahren, Datenmodelle und Infrastrukturen erweitern nicht nur den Zugriff auf Massendaten, sie schärfen die Reflexion darüber, wie aus Vergangenheit Geschichte wird – in Forschung, Lehre und Öffentlichkeit."