Dr. Amelie Stolle

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Forschugnsinteressen: Naturgefahren, Geomorphologie, Fernerkungung, GIS, Machine Learning, R Programming. Gerne bin ich auch im Gelände, um meine Daten selbst zu erheben. Fernerkundungswerkzeuge und der Umgang mit verschiedenen GIS-Anwendungen sind meine täglichen Begleiter, die mir bei der Verknüpfung praxisbezogener Geo- und Fernerkundungsdaten sowie bei der Analyse und Visualisierung der Ergebnisse helfen.

Dr. Amelie Stolle ist seit Oktober 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Osnabrück. Sie beschäftigt sich im Institut in der Forschung mit Geographischen Informationssystemen. 

Studium der Geologie mit internationalem und geländebezogenem Schwerpunkt (Dualer Bachelor, International Field Geosciences, 2008-2012) am Institut für Geowissenschaften an der Universität Potsdam und der University of Montana USA.

Master der Geoinformation und Visualisierung (Institut für Geographie Universität Potsdam, 2012-2014).

Anschließend Promotion in der Geomorphologie bei Prof. Dr. Oliver Korup mit einer Dissertation zum Thema „Catastrophic Sediment Pulses in the Pokhara Valley, Nepal“ (2018).

Dr. Amelie Stolle

Amelie Stolle
© Uwe Lewandowski

Institut für Geographie
Universität Osnabrück
Seminarstraße 19 a/b
49074 Osnabrück

Raum: 02/302

Tel.: +49 541 969-4828

 amelie.stolle@uni-osnabrueck.de

Sprechstunde
n.V.

Thesis

Stolle, A. (2018). Catastrophic Sediment Pulses in the Pokhara Valley, Nepal.

 

Peer Review

Stolle, A.; Schwanghart, W.; Andermann, C.; Bernhardt, A.; Fort, M.; Jansen, D.J.; Wittmann, H.; Merchel, S.; Rugel, S.; Adhikari, B.; Korup, O., (2018). Protracted fluvial recovery from medieval earthquakes. Earth Surface Processes Landforms,   https://doi.org/10.1002/esp.4517.

Stolle, A.; Bernhardt, A.; Schwanghart, W.; Hoelzmann, P.; Adhikari, B.; Fort, M.; Korup, O., (2017). Catastrophic valley fills record large Himalayan earthquakes, Pokhara, Nepal. Quaternary Science Reviews, 177, p. 88-103. DOI: 10.1016/j.quascirev.2017.10.015

Schwanghart, W.; Bernhardt, A.; Stolle, A.; Hoelzmann, P.; Adhikari, B.R.; Andermann, C.; Tofelde, S.; Merchel, S.; Rugel, G.; Fort, M.; Korup, O., (2016). Repeated catastrophic valley infill following medieval earthquakes in the Nepal Himalaya. Science (New York, N.Y.), v. 351, no. 6269, p. 147-150. DOI: 10.1126/science.aac9865

Stolle, A.; Langer, M.; Blöthe, J.H.; Korup, O. (2014). On Predicting Debris Flows in Arid Mountain Belts. Global and Planetary Change 126. DOI: 10.1016/j.gloplacha.2014.12.005

Korup. O. and Stolle, A. (2014). Landslide prediction from Machine Learning. Geology Today 30(1). DOI: 10.1111/gto.12034

 

Orals – Conference Paper

Stolle, A.; Bernhardt, A.; Schwanghart, W.; Jansen, J.; Adhikari, B.R.; Fort, M.; Korup, O., (2016). Ongoing fluvial recovery from medieval earthquakes, Pokhara, Nepal. International Conference on Mountains in the Changing World, October 2016, Kathmandu Nepal.

Schwanghart, W.; Bernhardt, A.; Stolle, A.; Hoelzmann, P.; Adhikari, B.R.; Andermann, C.; Tofelde, S.; Merchel, S.; Rugel, G.; Fort, M.; Korup, O., (2016). Geomorphic legacy of medieval Himalayan earthquakes in the Pokhara Valley. EGU General Assembly, April 2016, Vienna, Austria.

Stolle, A.; Bernhardt, A.; Schwanghart, W.; Andermann, C.; Schönfeldt, E.; Seidemann, J.; Adhikari, B.R.; Merchel, S.; Rugel, G.; Fort, M.; Korup, O., (2016). Protracted fluvial recovery from medieval earthquakes, Pokhara, Nepal. April 2016, Vienna, Austria.

Fort, M.; Adhicari, B.R.; Stolle, A.; Schwanghart, W.: Korup, O.; Khan, M. (2015). Catastrophic mountain wall collapses in the Nepal Himalayas a review with focus on Pokhara Valley. July 2-4, 2015. International Conferenc on Gradualism vs Catastrophism in Landscape Evolution, Barnaul, Russia.

Römer, H.; Fourie, C.; Stolle, A.; Schöpfer, E. (2014). Object-Based Image Analysis for Identifying Small Scale Elements During Large Scale Public Events. AGIT Symposium für Angewandte Geoinformatik.

Schwanghart, W.; Bernhardt, A.; Stolle, A.; Adhikari, B.R.; Korup. O. (2014). Reassessing Catastrophic Infill of the Pokhara Valley, Nepal Himalya. EGU General Assembly, April 2014, Vienna, Austria.

Schwanghart, W.; Bernhardt, A.; Stolle, A.; Adhikari, B.R.; Korup, O. (2013). The Pokhara formation – one or multiple phases of massive aggradation of debris flows and fluvial deposition? Conference HKT – Himalayan-Karakorum-Tibetan Conference. Tübingen 2013.

 

Chapter

Schwanghart, W.; Bernhardt, A.; Stolle, A. (2014). Pokhara’s elusive Past. In book: Mountains and clumate change: A global concern. Centre for Development and Environment (CDE), Swiss Agency for Development and Cooperation (SDC)n and Geographica Bernensia. Editors: T. Kohler, A. Wehrli, M. Jurek.

Umwelt- und Fernerkundungsdatenanalyse mittels digitaler Geotechnologien in Forschung und Lehre (GeoTraining)

Die Universität Osnabrück begrüßt im September 2025 und 2026 jeweils 25 Stipendiat*innen im DAAD-geförderten Projekt „GeoTraining“. Dieses innovative Weiterbildungsprogramm richtet sich an Fachkräfte aus Afrika, dem Nahen Osten, Lateinamerika, Südost- und Südasien. Im Fokus steht die Analyse von Umwelt- und Fernerkundungsdaten mithilfe modernster digitaler Geotechnologien. Die rasante Entwicklung von Open Data-Initiativen und Citizen Science bietet ungeahnte Möglichkeiten, die wir in Forschung und Lehre nutzen. „GeoTraining“ vermittelt nicht nur fundiertes Fachwissen in Biodiversität und Ökologie, sondern fördert auch wichtige Kompetenzen in Hochschuldidaktik, Wissenschaftskommunikation und Teamarbeit. Wir bereiten Sie optimal auf die Herausforderungen der Umweltanalyse und ihre Schlüsselrolle in entwicklungsrelevanten Themen vor.

Laufzeit: 01/2025 – 12/2026
Finanzierung: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Funktion: Antragsstellung und Koordination

Leitung: Prof. Dr. Christian Dorsch und Dr. Amelie Stolle

 

Mitwirkung bei der Kühle-Orte KARTE für Osnabrück.

Datenerhebung im Rahmen der Veranstaltung Kartographie in den WiSe 23/24 und 24/25. Kategorien erarbeiten und Inhalte in Absprache mit der Abteilung Umwelt der Stadt Osnabrück   Hitzegefahren – Stadt Osnabrück

Einführung Kartographie (Geodaten I - Strukturen)

Qualifikationsziele

Im methodischen Grundlagenmodul „Geodaten I“ sollen sich die Studierenden mit den Methoden der kartographischen Darstellung und Visualisierung, sowie Geoinformationssystemen zur Bearbeitung räumlicher Daten – Erfassung, Verarbeitung, Präsentation und Interpretation von Geodaten – und ihrer Anwendung vertraut machen:

  • Konzepte von Geoinformationssysteme erlernen: Datenformate und -strukturen; Aufbau eines GIS
  • Kenntnisse grundlegender Methoden und Arbeitsweisen der raumbezogenen Datendarstellung
  • Fähigkeit, übergreifende Fragestellungen der Geographie auf der Grundlage der erworbenen Kenntnisse zu bearbeiten
  • Fähigkeit, die erlernten Kenntnisse mit Hilfe von Programmsystemen umzusetzen und anzuwenden

Inhalte

  • Komponente 1: Geoinformationssysteme: Aufbau, Datenformate und -strukturen eines GIS. Verknüpfung und Analyse räumlicher Daten; Vor- und Nachteile räumlicher Objekte: Vektor- und Rasterdaten. Normen und Standards für Geodateninfrastrukturen, Interoperabilität und Webdienste für Geoinformationen
  • Kartographie: Methoden und Arbeitsweisen der allgemeinen und der thematischen Kartographie, Informationsdarstellung und raumbezogenen Visualisierung. Kommunikationstheorie – die Karte als Kommunikationsmittel und Gestaltwahrnehmung. Kartographische Modellbildung; Koordinationssysteme, Projektionen und geodätische Abbildungen; graphische Variablen zur Visualisierung thematischer Karten, Höhendarstellung in Topographischen Karten
  • Komponente 2: Umsetzung des erlernten Wissens aus der Vorlesung in praktischen Übungen. Geodaten erfassen (Sie sammeln räumliche Daten in Form einer davor selbst erstellten Umfrage mit räumlicher Komponente), verwalten (die gewonnen Daten werden strukturiert und mit bereits verfügbaren Daten ergänzt ), analysieren (Sie analysieren Ihre selbstgewonnenen räumlichen Daten und leiten daraus relevante Muster und Beziehungen ab) und visualisieren (Die Analyseergebnisse werden visualisiert und kommuniziert. Hierfür eignet sich eine thematische Karte und ein interaktives Dashboard, das neben einer Karte weitere Elemente zur Datendarstellung ermöglicht) mit Hilfe von Programmsystemen. Ergebnisse in Form einer Karte darstellen, räumliche Muster/Strukturen/Zusammenhänge erkennen und interpretieren. Übungsaufgaben werden semesterbegleitend bearbeitet und abgegeben.

Jährlich seit WiSe21/22

 

Geoinformatik und GIS (Geodaten II – Analyse)

Vorlesung mit Seminar

Qualifikationsziele

Im methodischen Modul „Geodaten II“ sollen die Studierenden Konzepte der Geoinformatik mit Schwerpunkt GIS und Fernerkundung anwenden. Die Fähigkeit zur Analyse und Bearbeitung von Geodaten steht im Vordergrund. Aufgaben von der Problemstellung bis zum Ergebnis werden eigenständig durchgeführt und die Ergebnisse dargestellt und interpretiert.

  • Komponenten der Geoinformatik erlernen: Algorithmen verstehen und anwenden, Grundverständnis von relationalen Geodatenbanken;
  • Kenntnisse der Fernerkundung verstehen: Grundprinzip elektromagnetische Wellen und die Speicherung von Bilddaten durch Satelliten, Spektrale Signaturen und Methoden der Fernerkundung
  • Fähigkeit, bekannte elementare Algorithmen (z.B. geometrische Algorithmen) und Datenstrukturen wiedergeben, für neue Beispiele auswählen, anwenden und analysieren; auf andere Fragestellungen übertragen;
  • Fähigkeit, mit geeigneten Methoden Informationen über die Erdoberfläche aus Satellitenbildern erhalten

 

Inhalte

  • 1. Komponente: Geoinformatik: Komponenten der Geoinformatik mit Schwerpunkt GIS. Einführung in Fragestellungen und Arbeitsweisen der Geoinformatik, Datenmodellierung und Datenanalyse mit GIS-Funktionalitäten, einfache bekannte Algorithmen verstehen. Konzepte der Oberflächenmodellierung aus Punktdaten, hydrologische Analysen und Interpolationen. Grundkonzepte relationaler Datenbanken. Web-GIS.
  • Fernerkundung: Einführung in Fragestellungen und Arbeitsweisen der Fernerkundung. Elektromagnetische Wellen, atmosphärische Fenster zur Durchlässigkeit und Aufnahme einzelner Kanäle, spektrale Signaturen und methodische Stärken der Fernerkundung.
  • 2. Komponente: Umsetzung der theoretischen Inhalte der Vorlesung anhand eines GIS-Produktes: Struktur, Datenmodelle, spezifische Anwendungen zu Vektor- und Rasterdaten. Hydrologische Analysen zu Gewässerstrukturen aus Höhendaten sowie methodische Analyse und Auswertung verschieden kombinierter Kanäle von Satellitenbildern.

Jährlich seit SoSe22

 

Methodenseminar: GIS: Analyse, Dokumentation und Präsentation räumlicher Daten

Ziele

  • Studierende befähigen, eigenständig ein wissenschaftliches GIS Projekt von der Datenrecherche bis zur Ergebnisinterpretation zu planen, durchzuführen und zu dokumentieren.
  • Vertiefung der praktischen Fähigkeiten in der Datenbearbeitung, Analyse und Auswertung von Geodaten mit ArcGIS.
  • Entwicklung kompetenter Schreib  und Strukturierungsfähigkeiten für wissenschaftliche Arbeiten.
  • Schulung der Fähigkeit, Ergebnisse anschaulich und narrativ aufzubereiten (StoryMap).

Inhalte

Das Methodenseminar konzentriert sich auf die Arbeit mit Geodaten in einem Geoinformationssystem (GIS). Die Studierenden wählen ein eigenes Thema und führen über das gesamte Semester ein Projekt durch, das von der Datenrecherche bis zur Interpretation der Ergebnisse reicht. Dabei werden drei zentrale Bereiche behandelt: 1) Datenbearbeitung und Analyse – Analyse von Geodaten, um neue Daten und Erkenntnisse zu gewinnen; 2) Dokumentation und Struktur – Erstellung der Gliederung und des Aufbaus einer wissenschaftlichen Arbeit, in der die Ergebnisse dargestellt werden; 3) Präsentation der Ergebnisse – Aufbereitung der Resultate in Form einer StoryMap. In den ersten Wochen arbeiten wir gemeinsam an Methoden und machen uns mit der Software ArcGIS vertraut. Zwischendurch gibt es sogenannte „Open Classes“, in denen die Studierenden an ihren individuellen Themen mit Hilfe und Anleitung weiterarbeiten können.

SoSe23, SoSe25

 

Tagesexkursion

Immer weniger werden Feldgeräte der physischen Geographie verwendet, da die Welt immer digitaler wird. Auf dem „Hof Pente“ können bei dieser Exkursion verschiedene Geräte zur Vermessung von Acker, Wald, Wiesen und Hofanlage getestet. Die Daten sollen zu einer geplanten klimaangepassten Agrarlandschaftsumgestaltung unterstützen. Hierbei werden Digitalisierung, Höhenmodelle, GPS-Punkte und Drohnenflüge eine wichtige Rolle spielen. Studierende haben die Möglichkeit, erste Erfahrungen mit dem Umgang mit Drohnen zu erlernen sowie verschiedene Geräte wie etwa GPS auf dem Handy, dGPS für präzise Messungen und Laserdistanzmessung zur Datenerfassung zu testen. Ziel ist es, den Hof mit seinen Flächen so zu kartieren, dass die gewonnenen Informationen sowohl zur intensiven Planung der Hofanlage als auch zur wissenschaftlichen Analyse der klimafreundlichen Agrarwirtschaft genutzt werden können.

SoSe2025

Ausschreibung von Bachelorarbeiten in einem Projekt „Findlinge & Menschen“

Gemeinsam mit dem Landkreis Osnabrück sollen Findlinge im Osnabrücker Raum kartiert werden und in der Bachelorarbeit in einen wissenschaftlichen Kontext gebracht werden.

Die Findlinge um Osnabrück sind eiszeitliche Großgeschiebe und zeigen uns die Bewegung des Inlandeises an. Geologisch betrachtet sind Findlinge jedoch im Vergleich zu Ihrer Umgebung fremdartige Gesteine die durch fließendes Eis transportiert und weit von ihrem Ursprungsland abgelagert wurden. Sie zeigen uns damit kalte Klimaperioden auf.

In der Bachelorarbeit soll es um die Kartierung der Findlinge gehen. Neben der Kartierung im Feld können die Daten später in einem Geoinformationssystem analysiert, ausgewertet und die Ergebnisse dargestellt werden.

Es werden für jedes Gebiet die folgenden Geräte eingesetzt bzw. Informationen aufgenommen:

  • Aufnahme von GPS Daten
  • 3D Scanner/LiDAR-Scanner zur späteren Auswertung (Aufnahmen mit einem iPad Pro) und Abmessung der Findlinge
  • Fotodokumentation
  • Morphometrische Beschreibung

Das Projekt startet im Frühjahr 2026, die Kartierung kann auch im Sommer stattfinden, anschließend kommt die Auswertung und Fertigstellung der Bachelorarbeit. Wenn Sie Lust auf Geländearbeit und Interesse an einer Bachelorarbeit mit praktischem Anteil haben, melden Sie sich gerne bei Prof. Dr. Joachim Härtling und Dr. Amelie Stolle über die Email-Adresse:  amelie.stolle@uni-osnabrueck.de.