Projekt Who, why, how, and at what price? A mixed-methods study of caring for a sick child among working fathers and mothers

Herzlich Willkommen auf der Seite des Forschungsprojekts „Who, why, how, and at what price? A mixed-methods study of caring for a sick child among working fathers and mothers“.

Symbolbild
© KI-generierte Grafik (OpenAI), angepasst durch Katrin Golsch

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG

Projektnummer 568651980 

Laufzeit 2026-2029

 Das Projekt in der DFG-GEPRIS-Datenbank

 

 

 

Die Betreuung eines kranken Kindes durch berufstätige Eltern (CSC) ist ein wichtiger Untersuchungsgegenstand im Bereich Familie und Geschlecht, da es in erheblichem Maße von alltäglichen Kinderbetreuungsaufgaben abweicht und neue Perspektiven auf die Persistenz geschlechtsbezogener Ungleichheiten bietet. Eltern sind häufig mit dieser kritischen Situation konfrontiert, die eine sofortige Reaktion erfordert und die Routinen der Arbeitsteilung herausfordert. Sie entscheiden, wer wann und wie die Betreuung übernimmt, vor dem Hintergrund nicht nur von Makrostrukturen (gesetzliche Bestimmungen, gesellschaftliche Geschlechternormen), sondern von Mesoebenen-Bedingungen von Arbeit und Karriere, wie berufsbezogene und karrierespezifische Konsequenzen, sowie von Interaktionen auf der Mikroebene, in denen individuelle Orientierungen und Paarsolidarität ausgehandelt werden. Wie in einem Prisma lässt sich die komplexe Dynamik beobachten, die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in Familie und Beruf potenziell bestätigt oder verändert. Trotz seiner großen Bedeutung hat das Thema theoretisch wie empirisch kaum Aufmerksamkeit erhalten. Ein Haupthindernis ist der Mangel an geeigneten Umfragedaten.

Wir untersuchen wie Paare ihre Rollen (neu) aushandeln, um eine Lösung für die Ad-hoc-Pflege zu Hause zu finden, und wie sie CSC organisieren und erleben. Wir erheben das Ausmaß der Abwesenheit, die Einstellung zu und die Nutzung von Kinderkrankheitstagen im Vergleich zu alternativen Strategien wie flexiblen Arbeitsregelungen. Unser Schwerpunkt bei der Erklärung dieser Praktiken liegt auf den tatsächlichen oder erwarteten Folgen auf ihr Arbeits- und Familienleben und der tatsächlichen oder wahrgenommenen Meinung der Öffentlichkeit über CSC (z.B. als geschlechtbezogene Aktivität) im Hinblick auf die Folgen für berufstätige Eltern (z.B. Karrierehindernisse für betreuende Väter).

Wir schließen die Datenlücke, indem wir Daten zu CSC anhand von Stichproben aus der arbeitenden Bevölkerung mit und ohne Kinder im Alter von bis zu zehn Jahren erheben. Wir verwenden ein Mixed-Methods Forschungsdesign (MMR), das quantitative und qualitative Ansätze kombiniert. Unser Design umfasst Online-Umfragen, die Conjoint- und Vignettenexperimente beinhalten, semistrukturierte narrative Interviews, die Elemente aus den Experimenten aufgreifen, und die qualitative Analyse von Fotovignetten. Die Verknüpfung von quantitativen und qualitativen Ansätzen wird tiefe Einblicke in die Dynamik von CSC im Einzelfall und auf Aggregationsebenen ermöglichen, wodurch Typisierungen und empirische Verallgemeinerungen generiert werden. Unser MMR sichert die Datenqualität, speziell für die Entwicklung geeigneter Vignetteninstrumente.

Während das Projekt darauf abzielt, tiefere Einblicke in CSC und die damit verbundene Geschlechterungleichheit zu gewinnen, trägt es bei, MMR in diesem Forschungsbereich zu testen, zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Quantitativer Fokus

 Prof. Dr. Katrin Golsch  (Projektleitung)

 Dr. Ayhan Adams (Mitverantwortlicher Postdoc)

 Dr. Joanna Fröhlich (Mitverantwortliche Postdoc)

 Romy Kemper (Doktorandin)

Jakob Willnow (Studentische Hilfskraft)

Qualitativer Fokus

 Prof. Dr. Kai-Olaf Maiwald (Projektleitung)

 Selma Ruß (Doktorandin)

 Rabea Mette (Projektbeteiligte Doktorandin)

Design- und Planungsphase abgeschlossen!

Ein wichtiger Meilenstein in unserem Projekt ist erreicht. In den vergangenen Monaten haben wir intensiv an der Konstruktion der Fragebögen gearbeitet und den Ablauf des Surveyexperiments geplant. Ebenfalls erfolgreich abgeschlossen ist die Planung der qualitativen Paarbefragung. Parallel dazu haben wir den Ethikantrag eingereicht. Zudem fand das erfolgreiche Kick-off-Treffen mit unserem Umfragepartner statt.

Projektbeginn

Wir freuen uns, dass es losgeht! Unser Team widmet sich im ersten Projektschritt der Vorbereitung einer Online-Umfrage und des Conjoint-Experiments. Über alle Neuigkeiten informieren wir natürlich auf dieser Seite.

Anstehende Vorträge

  • 8th Annual Conference on Experimental Sociology (ACES), in Sciences Po Paris on August 26-28, 2026. 
  • 8th Workshop on Experiments in Social Science Research, August 31 - September 1, University of Bern, Switzerland
  • Ad-hoc-Gruppe „Chancen und Potentiale neuer Datenzugänge in der Familienforschung“ auf dem 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie „Zukünfte der Gesellschaft“, 28.09.-02.10.2026, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz