Professur für Berufs- und Wirtschaftspädagogik mit dem Schwerpunkt Empirische Berufsbildungsforschung

Die Professur verfolgt ein Forschungsverständnis, das den Menschen in komplexen, nicht‑linearen Wechselwirkungen mit seiner Umwelt in den Mittelpunkt stellt. Dabei werden Komplexitäten systematisch identifiziert, Ursache‑Wirkungs‑Zusammenhänge analysiert und die gewonnenen Erkenntnisse zur Gestaltung dieser vielschichtigen Spannungsfelder genutzt.

Zur Erfassung dieser Komplexität wird eine Mehrebenen‑Perspektive mit ausgewählten inhaltlichen Schwerpunktbereichen angewandt:

Die Grafik zeigt ein dreistufiges Modell mit den Ebenen Makro, Meso und Mikro, die ineinander verschachtelt dargestellt sind (von außen nach innen).  Makro-Ebene (äußere Ebene): International vergleichende Berufsbildungsforschung Meso-Ebene (mittlere Ebene): Schulische Organisationsentwicklung; Berufliche Bildung und Migration Mikro-Ebene (innere Ebene): Aufgabendidaktik; Lernen im Betrieb  Die Darstellung verdeutlicht, dass die drei Ebenen zusammenhängen und aufeinander aufbauen.

In Zusammenarbeit mit den übrigen BWP‑Arbeitsgruppen verantwortet der Arbeitsbereich die Lehre im Fach Berufs‑ und Wirtschaftspädagogik in den Studiengängen der beruflichen Lehrerbildung. Dies umfasst insgesamt neun berufliche Fachrichtungen: Gesundheit, Pflege, Kosmetologie, Sozialpädagogik sowie – in Kooperation mit der Hochschule Osnabrück – Elektrotechnik, Metalltechnik, Fahrzeugtechnik, Informationstechnik und Ökotrophologie.

Ab dem Sommersemester 2026 wird die Professur von  Dr. Junmin Li vertreten. Vom Sommersemester 2009 bis zum Sommersemester 2023 war Prof. Dr. Thomas Bals Inhaber der W3‑Professur für Berufspädagogik an der Universität Osnabrück.