Kreatives Vergessen bei Cicero, Horaz und Valerius Flaccus’ Iupiter

Wenn über das Vergessen geschrieben wird, kann das paradoxe Effekte
erzeugen, weil Texte dann an das Vergessen erinnern. Im Vortrag schauen
wir uns drei literarische Texte an...

Ein Vortrag von  Prof. Dr. Verena Schulz, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Wenn über das Vergessen geschrieben wird, kann das paradoxe Effekte
erzeugen, weil Texte dann an das Vergessen erinnern. Im Vortrag schauen
wir uns drei literarische Texte an, die mit dem Vergessen
unterschiedlich kreativ umgehen: Ciceros Rede Pro Cluentio, in der er
ein hartnäckiges Vorurteil gegenüber seinem Mandanten vergessen machen
will; Horaz' Pompeius-Ode, in der er dem Freund Vergessen spendenden
Wein einschenkt; und Valerius Flaccus' Epos Argonautica, in dem die
Figur des Jupiter und der Erzähler sich unterschiedlich erinnern und
vergessen.