Die wissenschaftliche Vernetzung stellt für Promovierende eine zentrale Voraussetzung für den Austausch und die Sichtbarkeit innerhalb der wissenschaftlichen Community dar – kann jedoch gerade am Anfang der wissenschaftlichen Karriere auch mit Hürden verbunden sein. Vor diesem Hintergrund veranstaltet das Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) in Osnabrück im September 2025 einen zweitägigen Workshop zur Förderung des Austauschs zwischen Promovierenden aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, die zu Themen der Geschichte der Frühen Neuzeit forschen.
Der Workshop bietet die Möglichkeit, aktuelle Dissertationsprojekte vorzustellen, sich über methodische wie inhaltliche Fragen auszutauschen und neue Kontakte untereinander zu knüpfen. Neun Promovierende werden ihre laufenden Forschungsarbeiten präsentieren. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Projekten mit Bezug zur Landesgeschichte Niedersachsens, Bremens und Hamburgs.
Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich nicht nur an die Vortragenden, sondern steht allen interessierten Promovierenden aus dem nordwestdeutschen Raum offen. Ziel ist es, die regionale Vernetzung zu stärken und ein Forum für kollegialen Austausch zu schaffen.
Der Workshop wird gefördert von der VGH Stiftung.
Anmeldung: Bitte melden Sie sich bei Interesse bis zum 15. August 2025 unter folgender E-Mail-Adresse an: egrun@uni-osnabrueck.de
Programm
Mittwoch, 03.09.2025
14:00 – 14:15 Begrüßung
14:15 – 14:45 Marcel Lewerentz (Osnabrück): (K)Ein Feind in Zeitungen? Die Frankreichberichterstattung im Hamburger Nordischen Mercurius Ende des 17. Jahrhunderts
14:45 – 15:15 Pause
15:15 – 15:45 Maren Schaefer (Hannover): Fürstliche Verwahrung. Innerfamiliale Gefangenahmen als Instrument dynastischer Herrschaftspolitik im deutschen Hochadel des 15. bis 17. Jahrhunderts
15:45 – 16:15 Laura Rehmann (Vechta): Weibliche Vormundschaft, transregionale Verflechtungen und politische Handlungsspielräume im frühneuzeitlichen Adel. Am Beispiel der Vormundschaft Charlotte Amélie de la Trémoilles über Anton II. von Aldenburg
16:15 – 16:45 Pause
16:45 – 17:15 Hjördis Bohse (Osnabrück): Wechselseitige Verwobenheit vor ostfriesischen Gerichten. Die Bedeutung des Geschlechts in Relation zu anderen Differenzierungskategorien in ostfriesischen Ehe- und Unzuchtsprozessen
17:15 – 17:45 René Schütte (Vechta): Alkoholmissbrauch in der Frühen Neuzeit. Mikrohistorische Studien zum nordwestdeutschen Raum
19:00 Gemeinsames Abendessen
Donnerstag, 04.09.2025
09:00 – 09:30 Nele Popp (Oldenburg): Early Modern Girl Bosses? Hamburg's Shipbuilders' Guild and Female Labour in the 17th and 18th Century
09:30 – 10:00 Anneliese Rebert (Göttingen): Monastische Autonomie und landesherrliche Intervention. Die Wirtschaft der Lüneburger Frauenklöster im 16. und frühen 17. Jahrhundert (1510–1620)
10:00 – 10:30 Pause
10:30 – 11:00 Hagen Vienenkötter (Oldenburg): Zwischen Risiko und Absicherung. Strategien Bremer Kaufleute zum gesicherten und wirtschaftlich effizienten Handel auf See in der Frühen Neuzeit
11:00 – 11:30 Esra Grun (Osnabrück): Braunschweig-Lüneburg und die Kurwürde: Korruption und Korruptionskommunikation in der Frühen Neuzeit
11:30 – 12:00 Abschlussdiskussion und Feedback
12:30 Gemeinsames Mittagessen in der Mensa (optional)