Europäisches Regieren in der Transformation (M. A.)

Bewerbungsfrist bis zum 15.09.2026 verlängert!

Für das kommende Wintersemester wurde die Bewerbungsfrist verlängert: Bis zum 15.09.2026 kannst du dich noch für dein Masterstudium Europäisches Regieren in der Transformation in Osnabrück bewerben. 

 Jetzt bewerben!

Der Studiengang „Europäisches Regieren in der Transformation“ richtet den Blick auf aktuelle Dynamiken in der Europäischen Union. War das „Projekt Europa“ einst geprägt von immer engerer Kooperation seiner Mitglieder und einer breiten Zustimmung zur europäischen Einigung, so ist es in den vergangenen Jahren zunehmend unter Druck geraten. Zum einen wird der Einigungsprozess von einigen politischen Kräften grundsätzlich in Frage gestellt, zum anderen sind die Herausforderungen für die EU durch jüngste Krisen angewachsen. Vor diesem Hintergrund lotet der Studiengang aus, wie die Europäische Union auf zunehmende Transformationserfordernisse und Krisen reagiert und reagieren kann.  

Zwei Merkmale kennzeichnen den Studiengang: Erstens eine fundierte politikwissenschaftliche Ausbildung zu den historischen Prozessen, den durch die Europäisierung entstandenen Strukturen, Normen und Akteuren, sowie den Dynamiken des Regierens im Mehrebenensystem. Klassische Integrationsperspektiven werden dabei durch Theorien der Politischen Ökonomie und der Internationalen Beziehungen ergänzt. Zweitens legt der Studiengang einen Schwerpunkt auf die Vermittlung forschungs- und berufspraktischer Kompetenzen: Es werden Fähigkeiten zur Durchführung erster eigener Forschungsprojekte vermittelt. Dabei profitieren die Studierenden von einem sehr guten Betreuungsverhältnis. Dies wird durch Praxisperspektiven und ein Berufspraktikum ergänzt.

Studierende können bei der Planung ihres obligatorischen Auslandsaufenthaltes oder –praktikums auf etablierte Kooperationen und Beratungsstrukturen der Universität Osnabrück bauen. Der Studiengang ist auf vier Semester Regelstudienzeit ausgelegt und bietet die Möglichkeit im Wahlbereich einen eigenen Schwerpunkt zu setzen. Der Studiengang qualifiziert Absolvent*innen für vielfältige Tätigkeiten innerhalb der europäischen Verwaltungsstrukturen und auf verschiedenen Ebenen des Mehrebenensystems. Darüber hinaus bereitet er auf eine internationale Laufbahn in Bereichen wie Nichtregierungsorganisationen, Journalismus oder Wissenschaft vor.

Ist das EU-System „problemlösungsfähig“ angesichts komplexer Herausforderungen wie z.B. des Klimawandels, internationaler Flucht und Migration, Krisen von Wohlfahrtsstaatlichkeit oder globalem Terrorismus?

Auf einen Blick

Das ist drin:

  • aktuelle Dynamiken & Herausforderungen der EU
  • Europäische Integration, Politische Ökonomie, Internationale Beziehungen
  • Forschendes Lehren, (internationale) Exkursionen & intensive Begleitung im Studium
  • Verpflichtender Auslandsaufenthalt & Praktikum

Abschluss & Dauer:

  • Master of Arts, 120 ECTS; Regelstudienzeit 4 Semester

Zulassungsvoraussetzungen:

  • Bachelorabschluss mit mind. 30 ECTS in Politik-/Sozialwissenschaften
  • Englischkenntnisse B1
  • Bei internationalen Bewerber:innen: Deutschkenntnisse gemäß dem Zertifikat der deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang auf dem Niveau DSH 1

Studienstart:

  • jeweils zum Winter- und Sommersemester

Aufbau des Studiengangs

Dieses Modul widmet sich der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Prozess der europäischen Integration, sowie den Strukturen und Funktionsweisen, die dadurch hervorgebracht wurden. Außerdem nimmt es die Entwicklung Europas als politischen „Denkraum“ in den Blick, in dem sich über die Epochen zentrale Ideen von Staat und Markt bis hin zu universellen Normen und Ideen wie Freiheit und Gleichheit entwickelten und durchsetzen konnten.

Das politische System der EU ist durch konstante Wandlungsprozesse und politische Dynamiken geprägt. Allerdings werden etablierte Formen der Aushandlung nationaler Interessen, u. a. durch europakritische und populistische Akteure zunehmend in Frage gestellt. Aktuelle Dynamiken, wie die gesellschaftliche Polarisierung, Tendenzen der Politisierung und das Spannungsfeld zwischen europäischen Freiheiten und nationalen Kompetenzen werden in den Blick genommen.

Der Fokus in diesem Modul liegt auf dem Policy-Prozess im europäischen Mehrebenensystem. Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen den Policy-Prozessen der EU und ihren Mitgliedstaaten und wie werden europäische Policies auf nationalstaatlicher Ebene implementiert? Wie wirkt sich das auf die Problemlösungsfähigkeit der Europäischen Union aus?

Dieses Modul beleuchtet die Rolle der EU in der globalen Ordnung aus Perspektiven der Politischen Ökonomie und der Internationalen Beziehungen. Es werden zentrale wirtschaftliche Akteure und Strukturen herausgestellt sowie Problemfelder der europäischen Sicherheitspolitik analysiert.

Dieses Modul vermittelt zunächst Methodenkenntnisse im Bereich der Europaforschung und bereitet die Studierenden auf die Erstellung eines eigenen Forschungsdesigns vor. In einem zweiten Schritt führen die Studierenden kleinere Forschungsprojekte eigenständig durch und bereiten sich so auch auf ihre Masterarbeit vor.

In diesem Modul mit 22 ECTS bereiten wir Studierende auf die Zeit nach dem Abschluss vor: In verschiedenen Workshops, Exkursionen nach Brüssel oder Methodenseminaren bieten wir Praxiseinblicke und Skill-Trainings für verschiedene Berufszweige an. Auch das Pflichtpraktikum - ob im In- oder Ausland - ermöglicht weitere Praxiserfahrungen auf dem Weg ins europäische Berufsleben. Profitiere vom Austausch mit Alumni und den Praxiskontakten unserer Lehrenden.

Der Studiengang umfasst einen freien Wahlbereich im Umfang von 22 ECTS, in dem Studierenden eigene Schwerpunkte setzen können - in Lehrveranstaltungen anderer Masterstudiengänge der Universität Osnabrück oder im Rahmen eines Auslandssemesters. Außerdem können methodische oder praxisbezogene Schwerpunkte gesetzt werden.

Ein Europa-Master braucht internationale Perspektiven: Im Laufe des Studiums gehen Studierende entweder für ein Semester (bis zu 30 ECTS anrechenbar) oder im Rahmen eines internationalen Praktikums (mind. 2 Monate inkl. Fördermöglichkeiten) für einen längeren Zeitraum ins Ausland.

Semester

Vergangenheit und Zukunft Europas

EU: Ein politisches System im Wandel

Regieren im europäischen Mehrebenensystem

Die EU und die globale Ordnung im Wandel

Forschungspraxis

Berufspraxis & Schlüsselqualifikationen

Freier Wahlbereich

1. / 3.

Theoretische Perspektiven der EU-Forschung
(4 / 6 LP)

Strukturen europäischen Regierens
(4 / 6 LP)

Policies in der Transformation
(4 / 6 LP)

Politische Ökonomie der EU
(4 / 6 LP)

Forschungsdesign & Forschungsmethoden
(4 LP)

EU aus der Praxisperspektive (4 LP)

Pflichtpraktikum (6 LP)

Seminare/Exkursion zum Erwerb von berufs- und forschungsbezogenen Schlüsselqualifikationen (4 / 6 LP)

Methodenseminare (4 / 6 LP)

Kolloquium zur Masterarbeit (2 LP)

Mind. 4 Kurse anderer
Masterstudiengänge am Fachbereich wie z. B. 

  • Conflict Studies & Peacebuilding

  • Internationale Migration und interkulturelle Beziehungen

  • Soziologische Zeitdiagnose

oder weiterer Masterstudiengänge

(mind. 2 LP / Kurs)

 

2. / 4.

Das politische Denken Europas
(4 / 6 LP)

Herausforderungen der Demokratie
(4 / 6 LP)

Implementation in der Transformation
(4 / 6 LP)

Europäische Sicherheitspolitik
(4 / 6 LP)

Forschungsseminar
(8 LP)

 

Auslandsaufenthalt
a) Auslandsstudium (üblicherweise im 3. Semester) mit bis zu 30 LP anrechenbar
b) Auslandspraktikum (üblicherweise in vorlesungsfreier Zeit): mind. 2 Monate, anrechenbar als Pflichtpraktikum (6 LP)

4. 

Masterarbeit (24 LP)

FAQs

  • Interesse an aktuellen Herausforderungen, vor denen die EU und ihre Mitgliedsstaaten stehen, und Erforschung von Lösungsansätzen
  • Freude daran, im Rahmen eines Studienaufenthalts oder Praktikums für einige Monate im Ausland zu leben
  • Interesse an praxisnahem Lernen: Internationales Berufspraktikum, Erlernen praktischer Fähigkeiten für den Berufsalltag in EU-Institutionen, praktische Anleitung zur Durchführung eigener Forschungsprojekte
  • Motivation zur eigenständigen Schwerpunktsetzung, z.B. auf Migration, Sicherheitspolitik, Politische Ökonomie, in fortgeschrittenen Methodenseminaren und Sprachkursen.
  • Erfolgreicher Abschluss eines grundständigen sozialwissenschaftlichen Studiums & Englischkenntnisse (mind. B1)

  • Karrieremöglichkeiten in internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen im In- und Ausland
  • Qualifizierte Vorbereitung auf eine Karriere in der nationalen oder internationalen Verwaltung
  • Gute Berufsmöglichkeiten in der Wissenschaft oder im Journalismus
  • Die Welt verändern im Kleinen oder Großen, in Politik und Gesellschaft

  • Zugänglichkeit der Lehrenden am Institut für Sozialwissenschaften
  • umfangreiche Wahlmöglichkeiten im Studiengang, Möglichkeiten zur interdisziplinären Vertiefung im freien Wahlbereich
  • Unterstützungsangebote zur Berufsorientierung und Planung des Auslandsaufenthalts
  • Moderne Infrastruktur des Instituts und des DigiLab im grundsanierten Institutsgebäude auf dem Innenstadtcampus der Universität
  • Vielfältige Engagementmöglichkeiten und Unterstützungsstrukturen an der Universität, der Stadt Osnabrück und innerhalb der internationalen Innovationsregion Euregio
  • Noch nicht überzeugt?  Hier sind 10 Gründe für Osnabrück!

Weitere Infos

Für Studierende des alten Masterprogramms

Wer aus dem alten Master "Europäisches Regieren: Markt - Macht - Gemeinschaft" in das neue Programm wechseln möchte, kann dies noch bis zum kommenden Sommersemester (Bewerbungsfrist 15.01.2026) tun. Für Ihre Entscheidung nutzen Sie bitte unsere  Anrechnungsübersicht (PDF, 12,97 kB). Bei Rückfragen kontaktieren Sie bitte unsere  Studiengangskoordination.

Kontakt

Studiengangskoordination

Hannes Kohlhoff, M. A.

Fachbereich 1: Kultur- und Sozialwissenschaften

Seminarstraße 20
49074 Osnabrück

Raum:
15/106
Sprechstunde:
Tue and Thu 9:00-10:00 via Stud.IP (online or in-person)

 +49 541 969-4658

 hannes.kohlhoff@uni-osnabrueck.de

Studiengangsbeauftragte

Prof. Dr. Eva Ruffing

Foto Prof. Dr. Eva Ruffing
Fachbereich 1: Kultur- und Sozialwissenschaften

Seminarstr. 20
49074 Osnabrück

Raum: 15/412b
Sprechstunde: Di 11-12 nach vorheriger Anmeldung per E-Mail

 +49 541 969-6024
 eva.ruffing@uni-osnabrueck.de

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