Auf jeden, der mit Begriffen wie „freie Welt“ oder „westliche Wertegemeinschaft“ groß geworden ist, wirkt verstörend, was sich derzeit in den USA abspielt. Eine bewaffnete, tief verunsicherte Gesellschaft, vor allem aber krasseste soziale Ungleichheit gehören zu den Bedingungen, die Donald Trumps Präsidentschaft vorgearbeitet haben.
Doch welche Rolle spielen außer Trump die Republikanische Partei, der Oberste Gerichtshof (der Supreme Court)?
Welche Bedeutung besitzt sich ausbreitender, rassistisch gefärbter christlicher Nationalismus vor dem Hintergrund tiefgreifender Veränderungen der Bevölkerungszusammensetzung?
Auf welchen Begriff soll man das Regime bringen, das hier im Entstehen begriffen ist?
Last but not least, welche neue Form eines libertär-oligarchischen Kapitalismus bildet sich in den USA gerade heraus?
Wie wird er die Möglichkeiten der Demokratie und jeglichen staatlichen Handelns verengen? Und welche Illusionen hat sich ein Teil der bundesdeutschen Politikwissenschaft über das Funktionieren des politischen Systems der USA gemacht?
Unter der Leitung von Frau Prof.*in Andrea Lenschow (Vizepräsidentin Uni Osnabrück) setzen sich drei, über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus bekannte Politikwissenschaftler, mit diesen drängenden Fragen in einer öffentlichen Diskussionsrunde auseinander: Prof. Dr. Hurbertus Buchstein (Universität Greifswald), Prof. Dr. Rainer Eisfeld (Universität Osnabrück) und Prof. Dr. Wolfgang Merkel (Wissenschaftszentrum Berlin).