Internationale Gastlehrende am CeCoP

Kriegsrhetorik, Mediation und die Psychologie von Vorurteil und Gewalt

Das CeCoP freut sich, im Sommersemester 2026 neue Gastlehrende aus der Ukraine, Schweden und den USA begrüßen zu dürfen. Neben gemeinsamer Arbeit und internationalem Austausch werden eigene Seminare die Lehre in der Friedens- und Konfliktforschung bereichern.

Das CeCoP freut sich, im Sommersemester 2026 drei Gastlehrende in Osnabrück begrüßen zu dürfen: Prof.in Ruslana Havrylyuk (Chernivsti/Ukraine), Prof. Kristian Steiner (Malmö/Schweden) und Prof.in Kristin J. Anderson (Houston/USA) werden zwischen Mai und Oktober gemeinsame Forschungsvorhaben entwickeln und frische Impulse in die Lehre am Institut bringen.

Ruslana Havrylyuk ist Professorin für Rechtswissenschaften an der Yuriy Fedkovych Chernivtsi National University sowie ausgebildete Mediatorin. Im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung mit den  Osnabrücker Rechtswissenschaften wird sie Studierenden aus der juristischen Fakultät und aus unseren sozialwissenschaftlichen Masterstudiengängen Einblicke in die aktuelle Mediationspraxis geben. Im Kurs  Mediation and Advanced Conflict Resolution: Legal Framework, Cooperation Practices and Values werden u. a. die legalen und politischen Rahmenbedingungen von Territorialkonflikten untersucht und praktisch verortet.

Kristian Steiner ist außerordentlicher Professor für Friedens- und Konfliktforschung an der University Malmö. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen religiöse und ideologische Radikalisierung, Religion und Krieg sowie die politische Konstruktion von Feindbildern. Im Rahmen des Programms Erasmus+ Staff Mobility wird er im Mai ein Seminar über  War Rhetoric and Enemy Images für den Wahlbereich im Master anbieten und den Austausch am Institut sowie dem  CeCoP suchen.

Kristin J. Anderson wird von Mai bis Oktober 2026 als Hannah-Arendt-Fellow an die Universität Osnabrück kommen. Das u. a. vom Land geförderte  Stipendienprogramm unterstützt internationale Wissenschaftler*innen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften bei der Durchführung von Forschungsarbeiten zum zentralen Thema "Defining Democracy – Describing Democracies – Comparing Democracies". Kristin J. Anderson ist Professorin für Sozialpsychologie an der University of Houston-Downtown/Texas und forscht zur Psychologie von Vorurteilen und Macht. Zudem ist sie Autorin einflussreicher Bücher wie Benign Bigotry und Enraged, Rattled, and Wronged: Entitlement's Response to Social Progress. In Osnabrück wird Anderson gemeinsam mit ihrem Gastgeber  Prof. Alexander De Juan untersuchen, wie kollektives Gedächtnis und Geschichtsrevisionismus zeitgenössische antidemokratische Einstellungen prägen. Das Projekt befasst sich mit dem Konzept des „psychologischen Anspruchsdenkens“, d. h. dem Empfinden, bestimmten Personen oder Gruppen stünden von Natur aus bestimmte Privilegien zu. Ihr Aufenthalt wird darüber hinaus durch das Seminar  Psychological Correlates of Prejudice and Violence im Wahlbereich des Masters begleitet.