Forschung
Systematische katholische Theologie hat sich in den letzten Jahren den Herausforderungen geöffnet, die sich in Zeiten der Globalisierung, der zunehmenden wissenschaftlichen Verflechtungen und der „ambivalenten Rückkehr der Religion“ in der Öffentlichkeit stellen. Die zentralen Fragen christlichen Glaubens – nach Gott, dem Schöpfer von Welt und Mensch, nach Jesus von Nazareth, in dem Gott sich als Liebe, Heil und Leben geoffenbart hat, und nach dem Wirken des Geistes in der Geschichte und mit ihm nach dem befreienden Handeln von Menschen im Dienst von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sind im Blick auf die „Zeichen der Zeit“ – die mit der Globalisierung übereingehenden unterschiedlichen Sollbruchstellen wie die Armutsschere, Migration und Exklusion, zunehmende Gewalt gerade unter jungen Menschen angesichts fehlender Zukunftsperspektiven – zu erschließen. Dabei ist dies in zunehmend säkularen und gleichzeitig plurireligiösen Gesellschaften heute nur in ökumenischer und interreligiöser Offenheit möglich.
Forschungshorizont ist auf diesem Hintergrund die Entfaltung einer interkulturellen –ökumenisch und interreligiös sensiblen – systematischen Theologie. Ekklesiologisches Fundament für dieses interkulturelle Arbeiten stellt das 2. Vatikanische Konzil dar. Im Fokus der interkulturellen Arbeiten stehen Theologie, Philosophie und Kultur in Lateinamerika. Die interreligiöse Perspektive des systematisch-theologischen Arbeitens wird durch die Kooperation mit der islamischen Theologie an der Universität Osnabrück und die Zusammenarbeit der drei Theologien vertieft.
Abgeschlossene Promotions- und Habilitationsprojekte finden Sie hier.