April 1971: 450 Jahre ist es her, dass Martin Luther vor Kaiser Karl V. in Worms im Kontext des dort tagenden Reichstages auftrat und den Widerruf seiner Schriften verweigerte: Dieses historische Ereignis und die Gedenkfeiern der Stadt Worms im Jahr 1971 nahmen führende Wormser Katholiken zum Anlass, Papst Paul VI. um "ein klärendes Wort zur Person und Lehre Martin Luthers aus heutiger katholischer Sicht im Interesse der Vertiefung oekumenischer Arbeit" zu bitten. Die Bittschrift aus der Nibelungenstadt machte als "Wormser Memorandum" deutschlandweit Schlagzeilen.