Detail Promotions- und Habilitationsprojekte

Glauben in Beziehung mit Anderen. Auf dem Weg zu einer interkulturell-theologischen Hermeneutik von Glaubenspraktiken im Dialog mit indigenen Chiquitano-Gemeinschaften in Bolivien

Parzinger, Severin

Die Studie widmet sich in einem interkulturell-theologischen Forschungssetting den Lebens- und Glaubensweisen von indigenen Gemeinschaften, die in der Region der ehemaligen Jesuitenreduktionen von Chiquitos (1691-1768) im panamazonischen Tiefland Boliviens leben. Im Dialog mit Vertreter:innen dieser Chiquitano-Gemeinschaften wird eine interkulturell-theologische, dekolonial sensible Hermeneutik für die Erschließung von rituellen Fest- und Glaubenspraktiken entwickelt. Anhand deren Analyse wird in interkulturellen Übersetzungsprozessen der Beitrag der Chiquitano-Gemeinschaften zur christlichen Glaubensreflexion aus indigenen Perspektiven erforscht, mit besonderer Aufmerksamkeit für die Reflexion auf Gemeinschaft und die Beziehung zu kulturell, konfessionell und religiös Andersglaubenden.
Publikation in Vorbereitung

Betreuung: Prof. Dr. Margit Eckholt (Zweitgutachten: PD Dr. Stefan Silber)
Abschluss: Dr. phil., 2024

The Relevance of the Eucharist as Meal: A systematic Theological and Intercultural Approach in the Context of Akan Communal Meal in Ghana

Biney, Joseph Robert

The celebration of the Eucharist is the centre of Christian life. So this research examines the Eucharist in a systematic, theological and intercultural way of meal-sharing among Akans of Ghana. The focus of this study is to discover ways of assisting Akan Christians to revere this sacrament just as their communal meal which brings an entire household together without exclusion. This attempt resulting from inculturation has become a significant part of today’s evangelization in enhancing an active, full and conscious participation of Christians in local Churches in celebrating this sacrament. Although inculturation has not been considered officially by the Church until the Second Vatican Council, now is the time for such an inclusion since the use of local elements in the evangelization process speeds up the process of understanding the Gospel message by local Christians such as the Akans of Ghana. Secondly, the practice of inviting people of other denominations to partake in the celebration of the Eucharist/Lord’s Supper is also important in the wake of ecumenism since traditional meal-sharing among Akans has no exclusion.This attempt resulting from inculturation has become a significant part of today’s evangelization in enhancing an active, full and conscious participation of Christians in local Churches in celebrating this sacrament.This is necessary since nobody can share in the life of Jesus Christ unless the person eats his Body and drinks his Blood as Jesus has commanded (John 6:53-56).

Betreuung: Prof. Dr. Margit Eckholt (Zweitgutachten: Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke)
Abschluss: Dr. phil., 2024

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"Räume der Sehnsucht". Eine systematisch-theologische Untersuchung zur "mystischen Geografie" bei Michel de Certeau

Spranger, Melanie

Bruchsituation des Christentums - das ist der Ausgangspunkt dieser umfassenden Studie. Melanie Spranger begibt sich auf Spurensuche und findet einen Gesprächspartner in dem französischen Jesuiten Michel de Certeau (1925-1986). In kreativer Auseinandersetzung mit ihm sucht sie über den Weg der "Tiefe christlicher Erfahrung als gebrochener Erfahrung mit dem Anderen", die zum "Grund christlicher Existenz in Tat- und Wortpraxis, zum Grund der Theologie und der Kirche wird", nach zeitgemäßen Wegen der Möglichkeit des Christlichen. Mit ihrem Entwurf einer "mystischen Geografie" aus Erfahrungen, Orten und Praktiken inmitten alltäglicher Lebenskontexte leistet die Autorin einen fundamentaltheologischen Beitrag zur Reflexion der Erfahrungen junger Menschen als "fides qua".

Betreuung: Prof. Dr. Margit Eckholt (Zweitgutachten: Dr. Susanne Klinger)
Abschluss: Dr. phil., 2022

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Gottes "Mit/Leidenschaft" im Werden der Welt. Zur Relevanz prozesstheologischer Ansätze für ein neues Denken über Gott und Schöpfung

Dierker, Farina

Neuaufbrüche in der Schöpfungstheologie und Gotteslehre des 20. Jahrhunderts ermöglichen es, Gott in der Weise neu zu denken, dass er mit der Welt in enger Beziehung steht. Ein wichtiger Begriff, der sich als fester Terminus zur Beschreibung dieses Verhältnisses seit dem 19. Jahrhundert etabliert hat, ist der des Panentheismus, der ein wichtiger Ausgangspunkt für prozesstheologische Ansätze und Schöpfungstheologien der letzten Jahrzehnte ist. Ausgehend davon entwickelt Farina Dierker in ihrer Studie einen Ansatz feministisch-prozesstheologisch inspirierter Gottesrede, der die Beziehung von Gott und Schöpfung dialogisch denken lässt. Gott wird damit vorstellbar als zugleich der Schöpfung immanent und ihr transzendent gegenüber.

Betreuung: Prof. Dr. Margit Eckholt (Zweitgutachten: Prof. Dr. Elmar Kos)
Abschluss: Dr. phil., 2021

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Humanisme universel? Anthropologie culturelle et théologique en vue du dialogue interreligieux dans le contexte de l'Église du Sénégal

Tine, Richard Ngagne

In der Erklärung Nostra aetate will die katholische Kirche „Einheit und Liebe unter den Menschen“ fördern. Sie befürwortet den Dialog als Instrument zur Realisierung dieses Vorhabens. Um dieses Ziel zu erreichen, kann die Kirche im Senegal auf das kulturelle und religiöse Erbe Afrikas zurückgreifen.

Betreuung: Prof. Dr. Margit Eckholt (Zweitgutachten: Prof. Dr. Dorothea Sattler)
Abschluss: Dr. theol., 2021

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Der Jesus der Affekte. Eine Untersuchung des Johannesevangeliums im Dialog mit der christlichen Teología India

Caero Bustillos, Bernardeth Carmen

Die Dissertation verbindet ein klassisches, grundlegendes Fach, das Neue Testament, mit den neuen Herausforderungen der Kirchen in Lateinamerika, die einen Ausschnitt der größeren Notwendigkeit darstellen, eine Theologie „auf konkretem Boden“ zu betreiben. Es wird eine exegetische Untersuchung des Johannesevangeliums durchgeführt, in der das Thema der „Affekte“ erforscht wird. Die Affekte des johanneischen Jesus werden als Ausgangsbasis für einen Dialog mit der christlichen „Teología India“ und ihres Gottesbildes dienen.

Betreuung: Prof. Dott. Dr. Silvia Pellegrini; Prof. Dr. Margit Eckholt
Abschluss: Dr. phil., 2020

Pluralität, Fragmente, Zeichen der Zeit. Aktuelle fundamentaltheologische Herausforderungen aus der Perspektive der lateinamerikanischen Theologie der Befreiung

Silber, Stefan

Die Studie widmet sich im ersten Teil der Weiterentwicklung und Rezeption der Theologie der Befreiung in der Zeit zwischen 1990 und 2017. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei jeweils auf der Aktualität und sich fortschreibenden Gegenwartsbezogenheit sowie der wachsenden Pluralität dieser Theologie. Der zweite Teil blickt aus der Sicht und Tradition der Theologie der Befreiung auf die Frage der Religionen und ihrer Pluralität. Dieser Themenbereich wird in der Gegenwart immer brisanter und wurde vor allem im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts von zahlreichen Befreiungstheologen bearbeitet. Der dritte Teil stellt sich – ebenfalls aus der Perspektive der Befreiungstheologie – den pluralen Entwicklungen der lateinamerikanischen Großstädte. Beide Themenbereiche, Religionen und Großstädte, werden als Zeichen der Zeit behandelt und stellen somit Herausforderungen für die Theologie dar; in beiden Bereichen wird gezeigt, dass die Theologie der Befreiung durch die prinzipielle Ausrichtung an der Option für die Armen über die besten Voraussetzungen verfügt, um diese Herausforderungen zu beantworten.

Betreuung: Prof. Dr. Margit Eckholt
Abschluss: Habilitation, 2016

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