Öffentlicher Abendvortrag: „Bildung und Religion im deutschen Sozialismus“ am 29. Januar 2025

Die Juniorprofessur für Kirchen- und Christentumsgeschichte am Institut für Katholische Theologie lädt alle Interessierten herzlich zu einem öffentlichen Abendvortrag ein.

Am Mittwoch, 29. Januar 2025 um 18 Uhr c.t. spricht Dr. Ringo Müller von der Universität Erfurt zum Thema: "Verflochtene Ungleichheiten – Bildung und Religion in der deutschen sozialistischen Gesellschaft der 1970er Jahre":

Einerseits garantierte das nationale Bildungsgesetz in der Deutschen Demokratischen Republik allen Bürgern „unabhängig von ihrem Geschlecht, von ihrer sozialen Stellung, ihrer weltanschaulichen Überzeugung, ihrem Glaubensbekenntnis und ihrer Rasse“ gleiche Rechte. Andererseits sollten Religion und Kirchen als Elemente der Klassengesellschaft überwunden werden. Das daraus hervorgehende Spannungsverhältnis dient dem Vortrag als Ausgangspunkt.

In ihm werden in einem ersten Schritt vielfältige (Chancen-)Ungleichheiten zwischen Kindern und Jugendlichen, Schülern und Studenten erkundet, die sich mit Benachteiligungen ebenso wie mit Privilegierungen konfrontiert sahen. In einem zweiten Schritt rücken die daran anschließenden Konflikte zwischen den Betroffenen, ihren Eltern, Lehrern, Bildungsfunktionären, Pfarrern und Bischöfen in den Mittelpunkt.

Mit der Betrachtung von konträren Bildungserzählungen, widersprüchlichen staatlichen Praktiken und ungleichartigen Erfahrungen möchte Ringo Müller neue Zugänge zu einer sozialistischen Bildungsgeschichte eröffnen, die facettenreich darlegt, was Bildung für Christen und Nichtchristen in der sozialistischen Gesellschaft bedeuten konnte.

Das Team der Juniorprofessur freut sich auf zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer sowie auf einen spannenden und interessanten Abend!

Zeit: Mittwoch, 29. Januar 2025, 18 Uhr c.t.

Ort: Neuer Graben 29/Schloss, Raum 11/213

Das Plakat zum Download finden Sie  hier.