Einen vielgestaltigen und quellennahen Einblick in die Osnabrücker Bistumsgeschichte bot das Diözesanarchiv Osnabrück (BAOS) zehn Studierenden am Mittwoch, 22. Januar 2025. Die Gruppe besuchte das Archiv im Rahmen der Vorlesung „Von den Anfängen bis zur Gegenwart – Historische Entwicklungen von Kirche(n) und Christentum“ zusammen mit Prof. Dr. Martin Belz und Kathleen Burrey M. Ed. von der Juniorprofessur für Kirchen- und Christentumsgeschichte.
Der zeitliche Bogen der vorgestellten Quellen reichte von der Capitulatio Perpetua von 1650, der Verfassung des Hochstifts Osnabrück, öffentlichen Bekanntmachungen zu dessen Auflösung im Jahr 1802 bis zur Gründung von Vereinen, Krankenhäusern und Klöstern im Anschluss an die Revolution von 1848 und schließlich zum Kulturkampf nach der Gründung des Deutschen Reiches im Jahr 1871. Anhand dieser Quellen zeichnete Georg Wilhelm, Mitarbeiter im Diözesanarchiv, markante Stationen der Diözesangeschichte nach.
Zuvor hatte Georg Wilhelm in einer kurzen Einführung den Studierenden die Aufgaben des Archivs als Aufbewahrungsort von Verwaltungsakten des Bistums vorgestellt und einen Überblick über die historisch gewachsene und sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändernde territoriale Gliederung des Bistums Osnabrück geboten.
Die Studierenden erhielten damit einen spannenden Einblick in die Geschichte des Bistums und gewannen zahlreiche regionalhistorische Erkenntnisse sowie Anknüpfungspunkte für das weitere Studium und mögliche eigene Forschungen.
Das Team der Juniorprofessur für Kirchen- und Christentumsgeschichte dankt dem Diözesanarchiv und Herrn Wilhelm sehr herzlich für die Führung und die gelungene Kooperation.
Weitere Informationen zum Diözesanarchiv: https://bistum-osnabrueck.de/dioezesanarchiv/