Vergleichende Kognitionsbiologie

Was sind die evolutionären Ursprünge von Sprache und anderen komplexen Kommunikationssystemen? Wie denken wir und andere Tiere? Wie komplex sind kulturelle Fähigkeiten von Tieren? Wie haben ökologische, soziale und endokrinologische Faktoren die Entwicklung von komplexen kommunikativen Fähigkeiten geformt und beeinflusst? Welche evolutiven Vorstufen medizinischen Handelns existieren in anderen Tieren und wie sind medizinische Praktiken entstanden?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die Forschungsgruppe für Vergleichende Kognitionsbiologie. Wir untersuchen dies anhand von verschiedenen Modellsystemen: Kinder im Alter von 0-6 Jahren, unsere nächsten lebenden Verwandten, die Bonobos und Schimpansen, andere Primatenarten sowie Rabenvögel und Delfine.

Prof. Dr. Simone Pika

Das Bild zeigt Frau Prof. Dr. Simone Pika.
© SIMONE REUKAUF FOTOGRAFIE

Institut für Kognitionswissenschaft
Vergleichende Kognitionsbiologie
Artilleriestraße 34
49076 Osnabrück

Tel.: +49 541 969-3133
 spika@uos.de

Sprechzeiten: nach Vereinbarung

Lehre

Lehrveranstaltungen im SS 2026:

Eating like a pig - biological or cultural evolution? Part I
Studienprojekt, wöchentlich Dienstags, ab 14.04.26, 14:00-16:00 Uhr, 68/E04 (Prof. Dr. Simone Pika)

Language, Communication and Interaction
Seminar, Termine: 15.04., 29.04., 06.05, 13.05., 20.05., 03.06. 08.07.26, 14:00-15:30 Uhr, 68/E04 (Prof. Dr. Nicole Gotzner, Dr. Annette Hohenberger, Prof. Dr. Lilian Weber, Prof. Dr. Simone Pika)

Medication in Animals? State of the Art, Cognition, and Medical Properties
Blockseminar, Termine: 17.08., 19.08., 21.08., 24.08., 26.08., 28.08., 31.08., 02.09., 04.09., 09:00-12:00 Uhr, 68/E04 (Harshith Koppa Guruswamy, M.Sc.)

Forschung

Ausgewählte Forschungsprojekte:

In unserem Forschungsprojekt "Die evolutiven Wurzeln menschlichen Vertrauens: Empirische Einblicke von Schimpansen" untersuchen wir die Ursprünge menschlichen Vertrauens, indem wir uns auf einen der nächsten lebenden Verwandten des Menschen konzentrieren: den Schimpansen. Ziel unseres Forschungsprojekts zur Evolution des Vertrauens ist es, quantitative Daten über soziale Interaktionen von Schimpansen in freier Wildbahn zu sammeln und zu analysieren. Wir untersuchen, ob und in welcher Form Vertrauen bei Menschenaffen eine Rolle spielt und welchen Einfluss soziale Interaktionen, wie z.B. das Teilen von Nahrung oder die Konfliktlösung, auf das Vertrauen haben. Das von April 2026 bis März 2029 laufende Projekt wird von der Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur gefördert.

Das Forschungsprojekt Medizinische Kognition untersucht die Ursprünge medizinischer Systeme bei menschlichen und nichtmenschlichen Primaten und die Faktoren, die die Nutzung von Heilpflanzen beeinflussen.

Gerade abgeschlossen wurde das Forschungsprojekt 'Taking turns: The ‚missing‘ link in language evolution?', das von einem ERC-Consolidator Grant der EU finanziert wurde. Dort haben wir untersucht, ob der kooperative Sprecherwechsel ("Turntaking") nur beim Menschen vorkommt, ob es sich um einen Vorläufer in der Primatenlinie handelt oder ob er sich unabhängig voneinander bei verschiedenen Arten entwickelt hat. 

 

Team

Leitung Arbeitsgruppe: Prof. Dr. Simone Pika   Mail

Teamassistenz: Dorothee Möllmann   Mail

Postdocs:
Dr. Filipa Abreu   Mail
Dr. Kayla Kolff   Mail

Promovierende:
Fanny Tibesar   Mail
Alessandra Mascaro   Mail
Harshith Koppa Guruswamy   Mail

Weitere Mitarbeitende:
Dr. Leonardo Chaves   Mail
Frauke Olthoff  Mail

Gastwissenschaftler:
Dr. Tobias Deschner   Mail

Möchten Sie mehr wissen?

Für weitere Informationen über die Arbeitsgruppe Vergleichende Kognitionsbiologie, unsere Forschung und unser Team besuchen Sie
unsere Website:    www.comparative-biocognition.de