113/2025
Neue Kooperation mit rechtswissenschaftlicher Fakultät

Uni Osnabrück stärkt Partnerschaft mit Universität in der Ukraine

Zum 150-jährigen Bestehen der Universität in Chernivtsi haben Vertreterinnen und Vertreter der Universität Osnabrück ein neues Kooperationsabkommen unterzeichnet – ein klares Signal für Zusammenhalt und wissenschaftliche Partnerschaft in Kriegszeiten.

Bereits seit 2020 besteht zwischen dem Institut für Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück und der Jurij-Fedkowytsch-Nationaluniversität in Chernivtsi (Czernowitz) in der Ukraine eine Erasmus+-Kooperation. Prof. Andrea Lenschow, Vizepräsidentin für Internationales, Diversität und wissenschaftliche Qualifikation, sowie Prof. Ulrich Schneckener waren nun anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Universität in der ukrainischen Bukowina. Die Universität ist die fünftälteste der Ukraine und wurde als Franz-Josephs-Universität im östlichsten Kronland der Habsburger gegründet.

Die Feierlichkeiten begannen mit einer Gedenkminute: „Im Sekundentakt wurden Bilder von Mitarbeitenden der Universität gezeigt, die im Krieg in der Ukraine gefallen sind“, berichtet Andrea Lenschow. Allein das seien schon so viele gewesen. Von weiteren Kriegsopfern zeugen Plaketten mit Namen und Daten, die in der ganzen Stadt zu finden sind.

Chernivtsi liegt im Westen der Ukraine, nahe der Grenze zu Rumänien. Von russischen Angriffen war sie überwiegend verschont geblieben. Doch am 12. Juli dieses Jahres wurde auch die 265.000-Einwohner-Stadt von Drohnen und Raketen getroffen. Es gab mehrere Tote und Verletzte. „Unmittelbar gefährdet haben wir uns nicht gefühlt“, sagt die Osnabrücker Vizepräsidentin. Dennoch sei der Krieg permanent präsent gewesen. Während es für sie die erste Reise in die Ukraine war, besuchte Prof. Ulrich Schneckener bereits mehrfach die Partneruniversität. 24 Studierende aus den Fächern Politik, Jura und Wirtschaft nahmen im Oktober an seinem dreitägigen Blockseminar „Linking Security and Enlargement in Times of War: The EU and Ukraine“ teil. „Gerade unter den aktuellen Bedingungen ist es wichtig, die Kooperation mit den ukrainischen Kolleginnen und Kollegen fortzusetzen, auch das ist ein Ausdruck von Solidarität für ein Land, das sich gegen einen Aggressor verteidigen muss“, so Ulrich Schneckener.

13 ukrainische Studierende sind über die seit 2020 bestehende Erasmus+-Kooperation seit Beginn des russischen Angriffskrieges aus der Partner-Fakultät für ein Auslandssemester nach Osnabrück gekommen. Eine Zusammenarbeit, die in Zukunft noch intensiviert werden soll: Denn im Rahmen der Jubiläumsfeier wurde nun auch ein Kooperationsabkommen zwischen den rechtswissenschaftlichen Fakultäten beider Universitäten unterzeichnet.

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Prof. Dr. Ulrich Schneckener, Universität Osnabrück
Institut für Sozialwissenschaften 
E-Mail:  ulrich.schneckener@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Jan Oster, Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften 
E-Mail:  ls-oster@uni-osnabrueck.de

Verwandte Nachrichten

Junge Frau sitzt auf Stuhl in ihrem Zimmer, im Hintergrund stehen ein Schreibtisch und ein Regal, im Vordergrund ist ein Sofa.
© contrastwerkstatt - stock.adobe.com

Zimmer gesucht!

Das International Office sucht Zimmer zur Untervermietung an internationale Studierende, die im Juli 2026 an den Summer Schools teilnehmen. Pro untergebrachter Person gibt es 370 Euro.

Zwei Studentinnen sitzen draußen auf dem Campus, eine hält ein Buch in der Hand
© Simone Reukauf

Bewerben über uni-assist

Bewerbungsfrist für viele nicht-europäische Studieninteressierte: Das Bewerbungsverfahren über uni-assist läuft! Bis zum 15. Juni können Sie sich für ein Studium im Wintersemester 2026/27 bewerben.

Ein Blick auf eine üppige, grüne Berglandschaft mit vielseitiger Vegetation im Vordergrund. Im Hintergrund erhebt sich ein gewaltiger Vulkan, umgeben von sanften Hügeln und einem klaren, blauen Himmel mit einigen Wolken.
© adobe.stock.com - Kevin Wells

Fördermittel für Costa-Rica-Vorhaben

Das International Office vergibt Mittel zur Stärkung der Beziehungen zwischen Costa Rica und der Uni Osnabrück. Gefördert werden Reisen, Stipendien und Projekte, die bis Ende 2026 durchgeführt werden. Sie können sich bis zum 20. April bewerben.

Eine Gruppe Menschen in Hosenanzügen stehen nebeneinander im Hof eines Schlosses uns lächeln in die Kamera
© Jens Raddatz

Generalkonsul der Volksrepublik China zu Gast an der Uni Osnabrück

Im Rahmen eines Amtsantrittsbesuchs war der Hamburger Generalkonsul der Volkrepublik China, Dong Lin, heute in der Uni Osnabrück zu Gast.