048/2026
Pflanzen in Hitze und Trockenheit

Eröffnung des neuen Mittelmeerhauses im Botanischen Garten

Der Botanische Garten der Uni Osnabrück hat – finanziell gefördert durch den Freundeskreis des Gartens – ein Gewächshaus eingerichtet, um Pflanzenarten der mediterranen Gebirge zu zeigen.

Am Donnerstag, 7. Mai, wird es um 15 Uhr im Helikoniensaal des Botanischen Gartens, Albrechtstraße 29, von PD Dr. Stefan Abrahamczyk in Verbindung mit einer Führung vorgestellt; die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Zum Hintergrund: Die Pflanzen des Mittelmeerraumes brauchen Sonne und Wärme. Aufgrund ihres Vorkommens in den lokalen Gebirgen kommen viele mediterrane Pflanzenarten erstaunlich gut mit kurzen und zum Teil auch stärkeren Frostperioden zurecht. Deutlich problematischer für diese Arten sind hingegen die kühlen aber nassen Wetterbedingungen Norddeutschlands, besonders im Winter. In dem neu eingerichteten unbeheizten Gewächshaus kann die Boden- und Luftfeuchte optimal an die Bedürfnisse der Pflanzen angepasst werden und die Glasscheiben mildern die stärksten Minustemperaturen etwas ab. Dadurch überstehen die gezeigten mediterranen Arten unsere norddeutschen Winter problemlos und beginnen oft schon im zeitigen Frühling zu wachsen.

Im Sommer ist es im Mittelmeerraum sehr heiß und trocken, welches spezielle Herausforderungen für die dortige Pflanzenwelt darstellt. „Der neue Kustos des Botanischen Gartens, PD Dr. Stefan Abrahamczyk, hat eine interessante Auswahl an Pflanzenarten mit vielfältigen Anpassungen an Wärme und Trockenheit ausgewählt“, erklärt Prof. Dr. Sabine Zachgo, die Direktorin des Botanischen Gartens. „Zwiebelpflanzen, etwa treiben erst mit den ersten Regenfällen im Herbst Blätter und lassen diese im späten Frühling mit Beginn der Sommertrockenheit wieder absterben.“

Weitere Informationen für die Medien:
PD Dr. Stefan Abrahamczyk, Universität Osnabrück
Botanischer Garten
 stefan.abrahamczyk@uos.de

Verwandte Nachrichten

Ein Bach mit Böschung.
© Ökologische Station Osnabrücker Land / TERRA.vita

Drohnen und KI für den Naturschutz: Geoinformatiker der Uni Osnabrück suchen invasive Pflanzen aus der Luft

Naturschutz aus der Luft: Mit dem Projekt „MapAid“ kombinieren Geoinformatiker der Uni Osnabrück Drohnentechnik und KI, um invasive Pflanzenarten präzise und großflächig aufzuspüren.

Zwei Männer und eine Frau stehen zusammen und lächeln in die Kamera.
© Susanne Ossenbeck

Uni Osnabrück erforscht Resilienz von Lieferketten in multiplen Krisen

Um zu verstehen, wie Agrar- und Lebensmittellieferketten unter Bedingungen des Klimwandels, instabiler Geopolitik und schwankenden Märkten nachhaltig und resilient transformiert werden können, werden zwei Projekte des Instituts für Geographie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Nahaufnahme einer weißen Wand mit einem Schild und einer Informationsbroschüre. Im unscharfen Hintergrund sind Regale mit verschiedenen Gegenständen zu sehen.
© Sascha Schleef

Global Belongings Swap Shop

Internationale Studierende sind herzlich eingeladen, den Tauschladen zu besuchen – alles ist komplett kostenlos!

Eine Frau schreitet durch den neuen Eingang des botanischen Gartens. Als großer Schriftzug auf einer Mauer steht "Botanischer Garten der Universität Osnabrück".
© David Ebener

Rückblick und Ausblick: Freundeskreis Botanischer Garten der Universität Osnabrück feiert 40-jähriges Bestehen

40 Jahre wird der Freundeskreis des Botanischen Gartens der Uni Osnabrück in diesem Jahr alt – damit ist er nur zwei Jahre jünger als der Garten selbst. Mit einer Jubiläumsfeier will der Verein diese runde Zahl am Donnerstag, 17. September 2026, im Bohnenkamp-Haus des Botanischen Gartens feiern.