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Hochschulrat

Das Niedersächsische Hochschulgesetz stellt den einzelnen Universitäten mit den Hochschulräten externe Beratungsgremien zur Seite. Der Hochschulrat der Universität Osnabrück besteht aus sieben stimmberechtigten Mitgliedern, von denen fünf im Einvernehmen mit dem Senat vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur bestellt werden, eines vom Senat gewählt wird und eines eine Vertreterin oder ein Vertreter des Ministerium für Wissenschaft und Kultur ist. Der Hochschulrat ist ehrenamtlich tätig und an Aufträge und Weisungen nicht gebunden. Seine Amtszeit beträgt vier Jahre.

Mitglieder des Hochschulrates (2019 - 2023)

Prof. Dr. Nina Dethloff
Universitätsprofessorin für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung und Europäisches Privatrecht an der Universität Bonn

Prof. Dr. Christian Freksa
Universitätsprofessor für Informatik an der Universität Bremen

Prof. Dr. Andrea Lenschow
Universitätsprofessorin für Europäische Integration an der Universität Osnabrück

Arnulf Piepenbrock
Geschäftsführender Gesellschafter der Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH + Co.KG, Osnabrück

Prof. em. Dr. Luise Schorn-Schütte
Universitätsprofessorin für Neuere Allgemeine Geschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Prof. i.R. Dr. Elmar W. Weiler (Vorsitzender des Hochschulrats)
Ehem. Rektor und Universitätsprofessor für Pflanzenphysiologie der Ruhr-Universität Bochum

Dr. Stephan Venzke
Dr. Venzke ist Leiter des Referats "Hochschulen, Internationale Zusammenarbeit" im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Er ist der Vertreter des Fachministeriums im Hochschulrat.

Prof. Dr. Nina Dethloff

Prof. Dr. Nina Dethloff, 1958 in Hamburg geboren, studierte Rechtswissenschaften in Hamburg, Genf und Freiburg und erwarb 1983 an der Georgetown University in Washington, D.C., einen Master of Laws. 1986-87 war sie als Beraterin bei der Federal Trade Commission in Washington, D.C., tätig und wurde als Attorney at Law in New York zugelassen. Sie legte in Freiburg ihr Erstes und Zweites Staatsexamen ab, nachdem sie die Wahlstation in einer Anwaltskanzlei in Buenos Aires verbracht hatte. Sie war Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für ausländisches und internationales Privatrecht der Universität Freiburg, wo sie im Jahr 2000 habilitiert wurde. Seit Sommersemester 2001 ist sie Universitätsprofessorin für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung und Europäisches Privatrecht an der Universität Bonn. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten des vergleichenden und internationalen Familienrechts.

Seit 2003 ist Dethloff in Bonn Direktorin des Instituts für Deutsches, Europäisches und Internationales Familienrecht. Sie ist Mitglied des Vorstands der Zivilrechtslehrervereinigung, des Executive Council der International Society of Family Law, der Commission on European Family Law sowie des Family Law Committee der International Law Association. Die international angesehene Wissenschaftlerin ist als Gutachterin für in- und ausländische Forschungsorganisationen tätig, unter anderem für das nationale Forschungsprogramm "Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen im gesellschaftlichen Wandel" des Schweizerischen Nationalfonds sowie den österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung. Als Sachverständige hat sie an zahlreichen Anhörungen des Rechtausschusses des Bundestages mitgewirkt. Von 2006 bis 2008 war sie Ad-hoc-Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Seit 2008 berät sie die EU-Kommission als Mitglied der Expertengruppe für Güterkollisionsrecht.

"Um die Position von Hochschulen im globalen Wettbewerb zu stärken, müssen internationale Forschungsnetzwerke und Kooperationen in der Lehre ausgebaut werden. Nur wenn im Übrigen Frauen in stärkerem Maße in der Wissenschaft beteiligt werden, wird das in der Forschung liegende Innovationspotenzial voll genutzt. Hierfür möchte ich mich einsetzen und hoffe, mit meinen internationalen Erfahrungen einen Beitrag zu leisten."

Portrait Christian Freksa

Prof. Dr. Christian Freksa

Christian Freksa, 1950 in Offenhausen/Württemberg geboren, studierte Mathematik und Informatik in München und Computer Science / Artificial Intelligence in San Francisco, Berkeley und Stanford. 1981 promovierte er an der UC Berkeley zum Thema “Linguistic Pattern Characterization and Analysis“. Mit einem Thyssen Postdoc-Fellowship forschte er am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München, bevor er als Wissenschaftlicher Assistent an die Fakultät für Informatik der TU München wechselte. Dort baute er am Lehrstuhl Theoretische Informatik die Arbeitsgruppe KI/Kognition auf. Nach einem Forschungsaufenthalt am International Computer Science Institute in Berkeley wechselte er als Professor an den Fachbereich Informatik und das Graduiertenkolleg Kognitionswissenschaft der Universität Hamburg. 2002 wurde er an die Universität Bremen berufen, wo er die Arbeitsgruppe Cognitive Systems aufbaute. Seit 2016 bekleidet er eine Forschungsprofessur und leitet das Bremen Spatial Cognition Center.

Freksas Forschungsinteresse gilt der Repräsentation und Verarbeitung perzeptuellen Wissens in kognitiven Systemen, bezogen insbesondere auf Wissen über Raum und Zeit. In den 1980er Jahren organisierte er mit Kollegen in München einen Arbeitskreis für KI und Kognitionswissenschaft, als das Thema an deutschen Universitäten noch nicht etabliert war. Der Arbeitskreis erhielt regen Zulauf aus Max-Planck-Instituten, Universitäten und der Industrie. In den 1990er Jahren ko-koordinierte er das europäische Forschungsnetzwerk SPACENET, das in ein ab 2002 aus BMBF-Mitteln gefördertes “International Quality Network for Spatial Cognition“ mit über 30 Partnerinstitutionen aus aller Welt mündete. 1996-2002 war er Sprecher des DFG-Schwerpunktprogramms Raumkognition und 2003-2014 Sprecher des SFB/Transregio Spatial Cognition der Universitäten Bremen und Freiburg.

Von 2005 bis 2008 war Freksa Chair des Scientific Advisory Board des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und 2007-2009 Dekan des Fachbereichs Mathematik und Informatik der Universität Bremen. Freksa ist Fellow der European Association for Artificial Intelligence.

„Als Mitglied des Hochschulrates möchte ich mich für Qualitätssicherung in akademischen Prozessen nach höchsten internationalen Standards einsetzen.“

Prof. Dr. Andrea Lenschow

Prof. Dr. Andrea Lenschow, 1965 in Kiel geboren, studierte Sozialökonomie in Kiel und Politik- und Verwaltungswissenschaft an der Pennsylvania State University in den USA, wo sie 1991 einen Master of Public Administration und 1992 einen Master of Arts in Political Science erwarb.  1996 promovierte sie an der New York University (USA) im Fach Politikwissenschaft. 1996-1997 forschte sie als Marie Curie Fellow an der Erasmus Universität in Rotterdam und als Jean Monnet Fellow am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, bevor sie an der Paris Lodron Universität in Salzburg am Institut für Politikwissenschaft im Lehrgebiet für Vergleichende und Europäische Politik als Wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig wurde. 2003 wurde sie auf eine Juniorprofessur für Europäische Integration an die Universität Osnabrück berufen; seit Sommersemester 2007 ist sie hier Universitätsprofessorin für Europäische Politik und Integration. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten der institutionellen und politischen Entwicklung der Europäischen Union sowie der europäischen Umweltpolitik.

Von April 2009 bis März 2011 war Andrea Lenschow Dekanin des Fachbereichs Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück. Seit 2007 ist sie Inhaberin des Jean Monnet Chair "European Union Governance" und stellvertretende Direktorin im Jean Monnet Center of Excellence in European Studies an der Universität Osnabrück. Sie ist Mitglied des Vorstands der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft, sowie Sprecherin des Arbeitskreises Integrationsforschung dieser Vereinigung. Sie ist als Gutachterin für deutsche und ausländische Forschungsorganisationen sowie zahlreiche internationale Zeitschriften tätig; unter anderem war sie Mitglied des Auswahlausschusses für das TransCoop Programm der Alexander von Humboldt Stiftung und ist Mitglied der Auswahlkommission des Netzwerks Europäische Bewegung Deutschland für das Europakolleg in Brügge. Andrea Lenschow lehrt im In- und Ausland und engagiert sich für die postgraduale Forscherausbildung u.a. im Rahmen eines EU-geförderten Initial Training Network (ITN) zu "Dynamics of Institutional Cooperation in the European Union" und im Zentrum für Promovierende der Universität Osnabrück.

Portrait Arnulf Piepenbrock

Arnulf Piepenbrock

Diplom-Kaufmann Arnulf Piepenbrock, geboren 1970, ist geschäftsführender Gesellschafter der Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH & Co KG. Von 1992 bis 1998 studierte er an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und an der Universität in Lüneburg Betriebswirtschaftslehre. Nach Abschluss des Studiums arbeitete er zwei Jahre bei einer Unternehmensberatung in Düsseldorf und wechselte dann in das Familienunternehmen mit Sitz in Osnabrück.

Arnulf Piepenbrock engagiert sich in zahlreichen Ehrenämtern, unter anderem als Sprecher der Einzelmitglieder beim Bundesinnungsverband der Gebäudereiniger.

„Als Mitglied des Hochschulrates der Universität Osnabrück möchte ich mich besonders für die Zusammenarbeit zwischen der regionalen Wirtschaft und der Universität einsetzen.“

Prof. em. Dr. Luise Schorn-Schütte

Prof. Dr. Luise Schorn-Schütte wurde 1949 in Osnabrück geboren. Nach dem Studium der Rechts-, Geschichts-, und Politikwissenschaft an den Universitäten Göttingen, Marburg und Münster legte sie 1975 ihr Erstes Staatsexamen ab. In ihrer Promotion befasste sich die Wissenschaftlerin mit der  Geschichtsschreibung des Historikers Karl Lamprecht. 1992 folgte die Habilitation sowie mehrere Forschungsaufenthalte in England und den USA und die Verleihung der venia legendi für Mittlere und Neuere Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen (Thema: Evangelische Geistlichkeit in der Frühen Neuzeit. Deren Anteil an der Entfaltung frühmoderner Staatlichkeit und Gesellschaft).

Nach Ablehnung des Rufes an die Universität Basel 1993 nahm Schorn-Schütte den gleichzeitig erfolgten Ruf an die neugegründete Universität Potsdam an, um den Aufbau ihres Faches in den neuen Bundesländern zu begleiten. Von 1998 an war sie Professorin für Neuere Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Frühen Neuzeit an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main. Seit dem 1. Oktober 2015 ist Schorn-Schütte pensioniert/emeritiert.

Von 1999-2009 war Schorn-Schütte Mitglied des Kuratoriums der Volkswagen Stiftung, von 1998-2003 Mitglied des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Als Vizepräsidentin der DFG von 2004 bis 2010 befasste sich die anerkannte Expertin für die Geschichte der europäischen Neuzeit und der Theorie der Geschichtswissenschaft mit Arbeiten zur historischen Politikforschung. Als Sprecherin des Internationalen Graduiertenkollegs "Politische Kommunikation von der Antike bis ins 20. Jahrhundert"  (in Kooperation mit Italien und Österreich von der DFG gefördert) fungierte Schorn-Schütte von 2004-2014. Bei der Leibniz-Gemeinschaft ist sie seit 2012 Mitglied des Ausschusses „Evaluierung“ und seit 2014 Mitglied des Ausschusses „Strategische Vorhaben“.

Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten wurde Schorn-Schütte mehrfach ausgezeichnet, zuletzt erhielt sie für das akademische Jahr 2013/14 im Rahmen der Förderlinie der VW-Stiftung OPUS MAGNUM ein Forschungsfreijahr und schloss eine Monographie zum Verhältnis von Religion und Politik im Europa der Frühen Neuzeit (erschienen München 2015) ab.

"Als Mitglied des Hochschulrates der Universität Osnabrück möchte ich mich besonders der legitimen Stärkung der Geistes- und Sozialwissenschaften am Standort widmen".

Prof. i.R. Dr. Elmar W. Weiler

Elmar Wilhelm Weiler wurde am 13. Juni 1949 in Bochum geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach dem Abitur 1968 studierte er ab 1970 Biologie und Chemie an der Ruhr-Universität Bochum. Dem Examen im Oktober 1974 folgte die Arbeit an einer experimentellen Dissertation über die "Radioimmunologische Bestimmung von Digoxin und verwandten Verbindungen in Digitalis lanata EHRH", mit der er im Februar 1977 promoviert wurde. In den Jahren 1978/ 1979 hatte er mehrere Forschungsaufenthalte am Biology Department der University South Florida in Tampa. 1982 habilitierte sich Elmar W. Weiler an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) für das Fach Botanik mit einer Arbeit über "Hormonspiegel und deren Veränderungen bei pflanzlichen Entwicklungs- und Bewegungsvorgängen".

Von 1975 bis 1982 war er Wissenschaftlicher Assistent, von 1983 bis 1985 Privatdozent und Akademischer Rat am Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie an der Ruhr-Universität Bochum. 1985 folgte er einem Ruf der Universität Osnabrück auf die Professur für Pflanzenphysiologie (C4). 1987 lehnte Elmar W. Weiler einen Ruf auf den Lehrstuhl für Molekular – und Zellbiologie an der FU Berlin ab. Den Ruf der Ruhr-Universität Bochum auf den Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie nahm er zum 01.10.1988 an. 1992 lehnte er den Ruf auf den Lehrstuhl für Botanik an der Technischen Universität München ebenso ab wie 1993 den Ruf der Max-Planck-Gesellschaft als Direktor an das MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam.

Von 1990 bis 2000 war Weiler Sprecher des Graduiertenkollegs "Biogenese und Mechanismen komplexer Zellfunktionen" der DFG, von 1998 bis 2001 Sprecher des SFB 480 "Molekulare Biologie komplexer Leistungen von botanischen Systemen". Von 1993 bis 1995 war er Dekan der Fakultät der Biologie der RUB, von 1991 bis 2003 war er Direktor des Zentralen Isotopenlaboratoriums der RUB. Weiler ist u. a. Mitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft, der Gesellschaft für Biologische Chemie, der American Society of Plant Physiologists, der Skandinavischen und der Japanischen Gesellschaften der Pflanzenphysiologen. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift PLANTA. 

Elmar W. Weiler ist mehrfach für seine Forschungen hoch ausgezeichnet worden. 1983 erhielt er den Tate and Lyle Award der Phytochemical Society of Europe, 1989 die Grüne Rosette der Europäischen Wissenschaft und den Förderpreis für die Europäische Wissenschaft der Körber-Stiftung, 1995 den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der DFG und 1997 die Carus-Medaille der Deutschen Gesellschaft der Naturforscher Leopoldina. Seit 1995 ist er ordentliches, seit 1996 außerordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Akademie der Wissenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen, seit 2002 ordentliches Mitglied der Gesellschaft Deutscher Naturforscher Leopoldina sowie seit 2006 korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Weiler war von 2000 bis 2006 Mitglied im Senat, von 2003 bis 2006 im Hauptausschuss sowie im Bewilligungsausschuss für die Allgemeine Forschungsförderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und von 2003 bis 2008 Mitglied im Kuratorium des Max-Planck-Instituts für Molekulare Physiologie Dortmund.

Von 2003 bis 2006 war er Prorektor für Planung, Struktur und Finanzen der Ruhr-Universität Bochum. Vom 01.12.2006 bis 30.09.2015 war er Rektor der RUB.

Elmar Weiler wurde vom Deutschen Hochschulverband (DHV) als „Rektor des Jahres“ 2009 ausgezeichnet. Im Jahr 2010 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Tours. Seit 2011 ist er Mitglied des Hochschulrats der Universität Osnabrück, seit 2019 ist er dessen Vorsitzender.