Navigation und Suche der Universität Osnabrück


Hauptinhalt

Topinformationen

Topinformationen

Forschungsinformationssystem

Einführung an der Universität Osnabrück

Was ist ein Forschungsinformationssystem?

»Forschungsinformationssysteme umfassen integrierte Dokumentations- und Berichtssysteme, die Leistungen und Ausstattung von forschenden Einrichtungen abbilden. Mit Hilfe dieser Systeme kann die Berichterstattung und die Steuerung von Forschungseinrichtungen erleichtert werden. Weiterhin können die Transparenz der Forschung und die Kommunikation zwischen Forschenden und Öffentlichkeit erhöht werden.«, so die Arbeitsgruppe Forschungsinformationssysteme der Deutschen Initiative für Netzwerkinformationen e.V.

Wieso wird ein Forschungsinformationssystem an der Universität Osnabrück eingeführt?

Die Universität ist nicht nur aufgrund zunehmend wettbewerblich ausgerichteter Rahmenbedingungen gehalten, aktuelle Forschungsinformationen und verlässliches Datenmaterial systematisch und kurzfristig zur internen Steuerung abrufbar vorzuhalten: Nach Ziffer 12 der Zielvereinbarung 2014-2018 mit dem Land  - in Verbindung mit den landesseitigen »Leitlinien zur Transparenz in der Forschung«   - ist sie seit 2016 unter anderem verpflichtet, grundlegende Daten über Forschungsaktivitäten und -ergebnisse jährlich im Internet zu veröffentlichen. Die Veröffentlichungspflicht erstreckt sich nach dem Wortlaut der »Leitlinie 1« auf Angaben zu jeweils am 1. Dezember des Vorjahres »aktive« drittmittelfinanzierte Forschungsprojekte. Bisher ist an der Universität Osnabrück kein System etabliert, um die hierfür erforderlichen Berichte zu erstellen. Für die Datenabfrage wird als Zwischenlösung derzeit auf SAP zurückgegriffen.
Spätestens Ende 2018 muss die Universität Osnabrück zudem ‒ so »Leitlinie 2«,  der Öffentlichkeit Forschungsergebnisse immer dann zugänglich machen, wenn die Forschungsprojekte mit öffentlichen Mitteln gefördert wurden und in allen anderen Fällen, wenn die Auftraggeberin oder der Auftraggeber dem nicht widersprochen hat. Die Veröffentlichung der Ergebnisse als Kurzfassung ist im Internet entsprechend der Praxis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zu realisieren. Dieser Verpflichtung kann die Universität bisher nicht ohne weiteres nachkommen, da keine mit entsprechenden Informationen gespeisten operativen Systeme existieren oder aktuelle Daten zentral vorliegen. Das gilt im Übrigen auch für die Metadaten zu Publikationen, Patenten, Preisen/Auszeichnungen, Konferenz- bzw. Tagungsteilnahmen, Herausgeberschaften und Mitgliedschaften, die neben Projektdaten nach dem »Kerndatensatz Forschung« des Wissenschaftsrates auf Dauer ein Set an Standarddaten zu Forschungsaktivitäten bilden werden. Nicht zuletzt spielt die Außendarstellung/Präsentation von Forschungsinformationen eine nicht zu unterschätzende Rolle für die Reputation der Universität und ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Deshalb soll mit dem Forschungsinformationssystem (FIS) nicht nur die Basis geschaffen werden,  den Berichtspflichten der Universität und den Anforderungen des »Kerndatensatzes Forschung« Rechnung tragen zu können. Vielmehr soll Forscherinnen und Forschern der Universität Osnabrück eine professionellere Sichtbarkeit und Präsentation ihrer Forschungsaktivitäten ermöglicht werden.

Welche Daten soll das Forschungsinformationssystem langfristig umfassen?

Das Forschungsinformationssystem soll langfristig ein Set an Forschungsdaten enthalten, das Personendaten, Publikationen und Projektdaten, Promotionen sowie Informationen zu Patenten und Preisen umfasst. Die Priorisierung bei der Umsetzung dieser verschiedenen Datentypen richtet sich nach der Notwendigkeit der Verfügbarkeit, das heißt drittmittelfinanzierte Projekte und die dazugehörigen Personendaten sowie Publikationen als Ergebnisse dieser Projekte werden in der ersten Phase aufgrund der »Leitlinien1 und 2« zur Transparenz in der Forschung vorrangig angebunden. Die Priorisierung wird in der nachstehenden Abbildung durch die Farbgebung veranschaulicht.

Abbildung 1

Wie wird die Einführung des FIS erfolgen?

Die für den Zeitraum 2017-2021vorgesehene projektbezogene Einführung des Forschungsinformationssystems ist dem Ressort der Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung zugeordnet.
Die Projektleitung liegt im Zentralen Berichtswesen. Das engere Projektteam setzt sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zentrums für Digitale Lehre, Campusmanagement und Hochschuldidaktik (virtUOS), der Universitätsbibliothek und des Rechenzentrums zusammen. Da die Realisierung der mit Einführung des Forschungsinformationssystems verbundenen Ziele nur unter breiter Einbindung unmittelbarer und mittelbarer Stakeholder erfolgen kann, werden neben der Universitätsleitung und den Dezernaten Personal, Finanzen und Hochschulentwicklungsplanung die Stabsstelle Kommunikation und Marketing, der Personalrat sowie die bzw. der Datenschutzbeauftragte sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität in das Projekt eingebunden. Beabsichtigt ist, im Laufe des Projekts unter dem Vorsitz der Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung einen  Lenkungsausschuss zu bilden, dem neben den am Projekt unmittelbar Beteiligten, Vertreterinnen und Vertreter der Hochschullehrer- und der Mitarbeitergruppe ‒ unter Berücksichtigung der Fächerkulturen Geistes- und Kulturwissenschaften, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften/Mathematik ‒, die Datenschutzbeauftragte und der Personalrat angehören sollen. Der Lenkungsausschuss soll bei seiner Arbeit extern und unabhängig begleitet und beraten werden.
Das Projekt selber gliedert sich in drei Phasen: Projektphase 1,  für die das Präsidium im Mai 2017 den Startschuss gegeben hat, soll mit der ersten zwingend erforderlichen Datenlieferung laut »Leitlinie 2« abschließen (Meilenstein 3; Abbildung 2).

Abbildung 2

In der geplanten Projektphase 2 (2019-2021) wird der Schwerpunkt auf der automatisierten Erfassung und Pflege von Publikationen liegen (Meilensteine 4 bis 6). Das Projekt soll mit Projektphase 3 in einem exemplarischen neunmonatigen Testbetrieb und mit einer abschließenden Evaluation enden (2021). Nach derzeitigen Planungen wird die Einführung Ende 2021 abgeschlossen sein und das Forschungsinformationssystem dann im Regelbetrieb fortgeführt werden.

Projektleitung

Sonja Schulze

Tel.: +49 541 969-4525
Fax: +49 541 969-4717
sonja.schulze@uni-osnabrueck.de

Raum: 13/E09
Zentrales Berichtswesen (ZBW)
Neuer Graben/Schloss
49074 Osnabrück

Marco Seegers

Tel.: +49 541 969-4834
Fax: +49 541 969-4717
marco.seegers@uni-osnabrueck.de

Raum: 13/E09
Zentrales Berichtswesen (ZBW)
Neuer Graben 29
49074 Osnabrück

Projektverantwortung

Birgit Brüggemann

Tel.: +49 541 969-4953
Fax: +49 541 969-4969
birgit.brueggemann@uni-osnabrueck.de

Raum: 13/E02
Zentrales Berichtswesen (ZBW)
Neuer Graben 29
49074 Osnabrück