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30/2026
Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung geht an Prof. Dr. Rainer Mühlhoff

„Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“ als „Das politische Buch 2026“ ausgezeichnet

Prof. Dr. Rainer Mühlhoff von der Universität Osnabrück wird für sein Buch „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“ mit dem Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung ausgezeichnet.

Der Preis „Das politische Buch“ der Friedrich-Ebert-Stiftung geht in diesem Jahr an Prof. Dr. Rainer Mühlhoff von der Universität Osnabrück für sein Buch „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“. Die Preisverleihung findet am 21. Mai 2026 in Berlin statt.

Fundiert, pointiert und verständlich liefere Rainer Mühlhoff in seinem Buch „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“ (Reclam, 2025) eine dichte Einführung in die ideologischen, politischen und ethischen Dimensionen der Künstlichen Intelligenz,  teilt die Friedrich-Ebert-Stiftung mit.

Die Jury begründet ihre Entscheidung wie folgt: „[…] Besonders überzeugend arbeitet Mühlhoff heraus, wie sogenannte ‚Tech-Ideologien‘ […] eine quasireligiöse Heilserzählung rund um KI erzeugen. Diese Erzählungen, die von der Vorstellung eines überlegenen rationalen Fortschritts getragen sind, verschleierten die realen sozialen Schäden, die digitale Technologien schon heute verursachen: Datenmissbrauch, Überwachung, Verlust privater Kontrolle und wirtschaftliche Ausbeutung. Seine Kritik richtet sich gegen den techno-utopischen Diskurs großer Technologieunternehmen und gegen politische Akteure, die deren Verheißungen unreflektiert übernehmen. Er zeigt, wie unkontrollierte KI-Entwicklung demokratische Institutionen untergräbt und rechtliche Normen aushöhlt.“

„Ich freue mich sehr über diese Ehrung durch die Friedrich-Ebert-Stiftung“, sagt Prof. Dr. Rainer Mühlhoff. Sein Buch verstehe er als Beitrag zu einer dringend notwendigen gesellschaftlichen Debatte darüber, wie antidemokratische Tendenzen im Zusammenspiel von Tech-Industrie und autoritärer Politik abgewendet werden können. „Wenn es dazu beiträgt, vor der Gefährdung unseres Rechtsstaats zu warnen und die Debatte über künstliche Intelligenz verantwortungsvoller zu gestalten, hat es seinen Zweck erfüllt.“

Der Preis „Das politische Buch“ wird von der Friedrich-Ebert-Stiftung jährlich für eine herausragende Neuerscheinung verliehen, die sich kritisch mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen auseinandersetzt, richtungsweisende Denk- und Debattenanstöße gibt und ihre Inhalte einem breiten Publikum verständlich macht. Er ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Entscheidung trifft eine unabhängige Jury. 

Weitere Informationen für die Medien:
Prof. Dr. Rainer Mühlhoff, Universität Osnabrück
Institut für Kognitionswissenschaft

E-Mail:  rainer-muehlhoff@uni-osnabrueck.de

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