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037/2026
Bioanalytische Chemie

Startschuss für neues Projekt zu Erforschung von Fettmolekülen

Wie stellen menschliche Zellen Fettmoleküle her und wie wird diese Produktion in Zellen reguliert? Damit befasst sich ein neues Forschungsprojekt an der Uni Osnabrück, das am 1. April gestartet ist.

Von Energiespeicherung bis hin zu neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer – Fette spielen eine wichtige Rolle im menschlichen Körper. Fette – im Fachjargon Lipide genannt – bilden die Grundlage jeder Zelle und ihrer äußeren Hülle, der Membran. Im menschlichen Körper sind sie unter anderem an Prozessen im Fettgewebe, in Nervenzellen und im Gehirn beteiligt.

Besonders wichtig für die Produktion von Lipiden sind die Fettsäuren. „Fettsäuren sind die Grundbausteine von Lipiden und entscheidend für unsere Gesundheit. Wir wissen jedoch kaum, wie Zellen sie aktivieren und weiterverarbeiten“, so der Projektleiter an der Uni Osnabrück, Prof. Dr. Florian Fröhlich.

Diesem grundlegenden Problem widmet sich nun ein interdisziplinäres Team der Uni Osnabrück und der Universität Fribourg in der Schweiz. Die Arbeitsgruppe von Prof. Stefano Vanni an der Universität Fribourg nutzt dafür sogenannte Molekulardynamik‑Simulationen (MD‑Simulationen). Dabei handelt es sich um computergestützte Experimente, bei denen die zeitliche Bewegung von Atomen und Molekülen in einem virtuellen System verfolgt wird. Die erhaltenen Erkenntnisse aus diesen Ansätzen werden dann von der Arbeitsgruppe von Prof. Fröhlich in biochemischen Experimenten im Labor überprüft. „Erst durch die Kombination beider Ansätze entstehen Synergien, die es ermöglichen, die grundlegenden Prinzipien der Fettsäure‑Aktivierung und ihrer nachgelagerten Stoffwechselprozesse aufzuklären und zu zeigen, wie aktivierte Fettsäuren in verschiedene Lipidarten integriert werden“, sagt Prof. Fröhlich.

Das Projekt wird im Rahmen des sogenannten Weave Lead Agency-Verfahrens zu nahezu gleichen Teilen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert. Dem Team der Uni Osnabrück stehen damit über drei Jahre insgesamt rund 275.000 Euro zur Verfügung.

 

Weiterführende Informationen:

Arbeitsgruppe von Prof. Florian Fröhlich:  https://www.uni-osnabrueck.de/fb5/biologie/forschung/abteilungen-und-forschungsgruppen/bioanalytische-chemie/forschungsprofil-prof-dr-florian-froehlich

Arbeitsgruppe von Prof. Stefano Vanni:  https://www.unifr.ch/bio/en/groups/vanni/

 

Weitere Informationen für die Medien:
Prof. Dr. Florian Fröhlich, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie

E-Mail:  florian.froehlich@uni-osnabrueck.de

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