036/2026
Bessere Versorgung bei Berufskrankheiten

Innovationspreis für Prof. Dr. Christoph Skudlik

Prof. Dr. Christoph Skudlik von der Universität Osnabrück ist mit dem Unna-DERM-Preis 2026 für innovative Konzepte in der dermatologischen Versorgung ausgezeichnet worden.

Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der 24. Tagung DERM, die mit rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu den größten dermatologischen wissenschaftlichen Fachtagungen in Deutschland zählt.

Gewürdigt wurde die wissenschaftliche Leitung von Prof. Skudlik bei der umfassenden Neufassung der „Bamberger Empfehlung“, die zentrale Rahmenbedingungen für die Bewertung und Versorgung arbeitsbedingter Hauterkrankungen definiert. Die erstmalig im Jahr 2003 von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung veröffentlichte Empfehlung wurde 2025 grundlegend überarbeitet und an aktuelle medizinische Erkenntnisse angepasst.

Die neue Fassung enthält klare Kriterien, um arbeitsbedingte Hauterkrankungen deutlich leichter als Berufskrankheit anzuerkennen. Dadurch können künftig mehr Betroffene Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung, die über die kassenärztliche Versorgung hinausgehen, in Anspruch nehmen.

„Nominiert waren eine Reihe faszinierender und praxisorientierter Innovationskonzepte“, so Skudlik. „Umso mehr freue ich mich über das Votum der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung, die die wissenschaftlich begründete Erarbeitung verbindlicher Regelungen zur Gewährleistung einer optimalen, leitliniengerechten medizinischen Versorgung arbeitsbedingt Hauterkrankter honorierten.“

Prof. Dr. Christoph Skudlik ist Chefarzt des Instituts für Interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation an der Universität Osnabrück (iDerm) und dem BG Klinikum Hamburg und hat seit Ende 2025 die Stiftungsprofessur „Berufsdermatologie“ an der Universität Osnabrück inne.

Stifter des Preises ist die Unna-Akademie e.V. (Hamburg), die auf Prof. Dr. Paul Gerson Unna (1850-1929), einem Pionier der modernen, wissenschaftlich begründeten Dermatologie zurückgeht.

Weitere Informationen für die Medien:
Prof. Dr. Christoph Skudlik, Universität Osnabrück
Institut für Gesundheitsforschung und Bildung
 sckudlik@uni-osnabrueck.de

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