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Herausragende Forschungsprojekte

Alexander von Humboldt-Professur

Ausgezeichnet mit dem höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands, beschäftigt sich Prof. Dr. Stefanie Engel am Institut für Umweltsystemforschung mit der "Politik und Ökonomie von Ökosystemdienstleistungen" und der Rolle von Netzwerken und Präferenzen in politischen Prozessen und im Management von natürlichen Ressourcen im Gemeineigentum. Sie untersucht, wie Individuen und Gruppen mit ihrer Umwelt und natürlichen Ressourcen umgehen und wie ihr Verhalten beeinflusst wird sowie gesteuert werden kann. Hierzu nutzt sie ein breites Spektrum von Methoden, etwa aus der Verhaltensökonomie oder der Spieltheorie.

Am Institut für Umweltsystemforschung (IUSF) entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie, den Kultur- und Geowissenschaften, der Physik sowie den Wirtschaftswissenschaften Konzepte und Methoden zum besseren Verständnis und der Lösung komplexer Umweltprobleme.

European Research Council - Consolidator Grant: Mesoskopische Strukturbildung in Nanoporen

Mit dem Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) hat Prof. Dr. Martin Steinhart vom Institut für Chemie neuer Materialien eine der höchstdotierten Förderungen in der europäischen Forschungslandschaft erhalten. In seinem Projekt geht es um die Entwicklung einer neuartigen, durch die Funktionsweise von Insektenfüßen inspirierten Methode, mit der man Muster feinster Tintentröpfchen schnell und großflächig auf Oberflächen stempeln kann. Anwendungen sind beispielsweise die schnelle und hochpräzise Produktion poröser Filtrationsmembranen sowie die Verwendung der Tintentröpfchen als "Nanolabore".

Der ERC vergibt seine "Consolidator Grants" an exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für "Pionierforschung", die erheblich über den bisherigen Forschungsstand hinausgeht und neue Forschungsgebiete erschließt.

Graduiertenkolleg: Kombinatorische Strukturen in der Geometrie

Zentrale Forschungsidee des Graduiertenkollegs ist die gegenseitige Durchdringung von Kombinatorik und Geometrie. Der Fokus liegt auf Objekten der algebraischen Geometrie, wie etwa affine und projektive Varietäten, als auch auf Objekten der diskreten Geometrie, wie zum Beispiel Kegel oder Polytope. Die gemeinsamen Fragestellungen der oft isoliert arbeitenden mathematischen Disziplinen sollen durch eine Vernetzung verschiedener Ansätze verbunden werden. Das Forschungsprogramm des Graduiertenkollegs legt dabei einen Schwerpunkt auf Projekte, die mindestens für zwei Fachrichtungen von Interesse sind.

Das Kolleg wird getragen durch die Arbeitsgruppen Algebra/Diskrete Mathematik, Angewandte Analysis, Stochastik und Topologie/Geometrie des Mathematischen Instituts und der Arbeitsgruppe Kombinatorische Optimierung des Instituts für Informatik.

SFB 944: Physiologie und Dynamik zellulärer Mikrokompartimente

Im Sonderforschungsbereich (SFB 944) "Physiologie und Dynamik zellulärer Mikrokompartimente" am Fachbereich Biologie untersuchen insgesamt 14 Arbeitsgruppen die Organisation von Proteinen und Lipiden im zellulären Zusammenhang. Sie versuchen aufzuklären, wie die jeweilige Mikroumgebung eines Proteins die Funktionsweise eines Organells, zum Beispiel des Zellkerns, und damit letztlich der ganzen Zelle beeinflusst. Von besonderem Interesse ist die raum/zeitliche Veränderung solcher Mikrokompartimente und ihre Bedeutung für das (Über-)leben von Organismen.

Der SFB 944 zeichnet sich auch durch die fächerübergreifende Zusammenarbeit von Arbeitsgruppen aus der Osnabrücker Biologie, Physik und Mathematik sowie zwei Arbeitsgruppen der Universität Münster aus.

Beteiligung am European Consolidator Grant: Multisense

Das menschliche Gehirn muss nahezu stetig die komplexe Aufgabe lösen, Informationen aus verschiedenen sensorischen Kanälen miteinander zu vernetzen. Im ERC-Projekt „Multisense“ befassen sich Forscherinnen und Forscher des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und des Instituts für Kognitionswissenschaften der Universität Osnabrück mit den kognitiven und physiologischen Mechanismen, die dieser multisensorischen Verarbeitung zugrunde liegen. Die Betonung liegt dabei auf der Rolle der dynamischen Interaktionen. Multisensorische Integration wird als aktiver Wahrnehmungsprozess betrachtet, und die Modulation der multisensorischen Erfahrung durch Top-down Einflüsse sowie die Anpassung der multisensorischen Information auf verschiedenen Zeitskalen werden berücksichtigt. Das Projekt verfolgt eine zusammenhängende Reihe hoch innovativer Ansätze zur Untersuchung der kognitiven und neuronalen Basis multisensorischer Erfahrung. Dieser Ansatz eröffnet neue Möglichkeiten für therapeutische Strategien und klinische Trainingsverfahren, für die Manipulation multisensorischer Erfahrung, für die Modellierung von multisensorischen Interaktionen und für neue Anwendungsszenarien.

Beteiligung am Graduiertenkolleg: Situierte Kognition

Im interdisziplinär ausgerichteten Graduiertenkolleg "Situierte Kognition" arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Osnabrück gemeinsam an der Frage, wie kognitive Prozesse mit externen Einflüssen zusammenspielen, um die geistigen Fähigkeiten des Menschen hervorzubringen. Das Kolleg soll methodisch die Philosophie des Geistes und der Kognition mit der Psychologie und den Neurowissenschaften verknüpfen, dabei steht die philosophische Theoriebildung im Zentrum.

Eine Grundannahme der Forschungsarbeit im Kolleg ist, dass sich die geistigen Fähigkeiten des Menschen nicht allein als Hirnaktivitäten beschreiben lassen. Auch äußere Faktoren spielen eine Rolle: So bestimmt zum Beispiel die Gesichtsmuskulatur mit, wie ein Mensch sich fühlt – nicht nur umgekehrt. Auch das Erinnerungsvermögen ist vom Kontext abhängig.