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Kosten des Studiums

Für das Studium an der Universität Osnabrück fallen Semesterbeiträge an. Nach Verbrauch eines Studienguthabens müssen Langzeitstudiengebühren gezahlt werden. Außerdem gibt es weiterbildende Studiengänge, die entgeltpflichtig sind.

Studierende müssen für jedes Semester einen Semesterbeitrag zahlen.
Für das Sommersemester 2023 beträgt dieser an der Universität Osnabrück 335,03€ und setzt sich wie folgt zusammen

91,00€ = Beitrag für das Studentenwerk
169,03€ = Beitrag für die Studierendenschaft;
                  davon 17,50€ = AStA- Beitrag
                           151,53€ = Kosten für das Semesterticket
                  siehe zu auch unter Ordnungen der Studierendenschaft
75,00€ = Verwaltungskostenbeitrag

Studierende, deren Studienguthaben (s. o.) aufgebraucht ist, zahlen gemäß § 13 NHG für jedes Semester eine Langzeitstudiengebühr in Höhe von 500,00 €.

Die Langzeitstudiengebühr wird jedoch − auch bei verbrauchtem Studienguthaben – von Gesetzes wegen (§ 13 Absatz 1 Satz 2 NHG) nicht erhoben für ein Semester, in dem Studierende

1. beurlaubt sind,
2. ein Kind betreuen, das zu Beginn des Semesters das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat,
3. eine nahestehende pflegebedürftige Person im Sinne des § 7 Absatz 3 Pflegezeitgesetz pflegen (mindestens 10 Stunden wöchentlich),
4. entweder eine in der Studien- oder Prüfungsordnung vorgesehene Studienzeit im Ausland oder ein praktisches Studiensemester absolvieren.

  • Zu den Nachweisen siehe zuvor unter Studienguthaben.

Zudem ist gemäß § 14 Absatz 2 NHG ein härtefallbedingter Erlass der Langzeitstudiengebühr möglich, u. a. bei studienzeitverlängernder Auswirkungen aufgrund einer

1. Behinderung (Vorlage des Schwerbehindertenausweises bei 50% GdB ausreichend, i. Ü. siehe Nachweispflicht nachfolgend unter 2.
2. schweren Erkrankung (Nachweis nur durch amtsärztliche Bescheinigung inkl. Angaben zur Dauer der studienzeitverlängernden Auswirkungen)
oder
3. bei studienzeitverlängernden Folgen als Opfer einer Straftat.

Der Antrag kann bis längstens einen Monat nach Vorlesungsende des jeweiligen Semesters gestellt werden. Siehe dazu unter Termine und Fristen.

Studierende verfügen gemäß § 12 Absatz 2 Satz 1 NHG im Rahmen eines ersten berufsqualifizierenden grundständigen Studiums über ein Studienguthaben in Höhe der jeweiligen Regelstudienzeit des gewählten Studiengangs zuzüglich sechs weiterer Semester (Toleranzsemester).
In einem sechssemestrigen Bachelorstudiengang beträgt das Studienguthaben somit zwölf Semester und im zehnsemestrigen Staatsexamen Rechtwissenschaften [Erste juristische Prüfung] 16 Semester. Sind diese verbraucht wird man grundsätzlich langzeitstudiengebührenpflichtig (vgl. dazu § 13 Absatz 1 NHG).

Für einen auf den Bachelorabschluss aufbauenden konsekutiven Masterstudiengang erhöht sich das Studienguthaben gemäß § 12 Absatz 2 Satz 2 NHG um die Zahl der Semester der Regelstudienzeit für diesen Studiengang, sodass das Studienguthaben bei diesem „klassischen“ Studienverlauf insgesamt 16 Semester beträgt.
Das bedeutet, dass, sofern für den Bachelorabschluss z. B. 14 Semester verbraucht und somit bereits für zwei Semester Langzeitstudiengebühren gezahlt wurden, die folgenden vier Mastersemester wieder langzeitstudiengebührenfrei studiert werden können.

Haben Studierende den für den Masterstudiengang qualifizierenden Abschluss an einer im Ausland gelegenen Hochschule erworben, so ist für das Studienguthaben gemäß § 12 Absatz 2 Satz 3 NHG die doppelte Zahl der Regelstudienzeitsemester des gewählten Masterstudiengangs maßgeblich.
Demzufolge beträgt das Studienguthaben acht Semester, wenn sich nach Erwerb eines ausländischen Bachelorabschlusses die Immatrikulation in einen viersemestrigen konsekutiven Masterstudiengang an der Universität Osnabrück anschließt.

Zu beachten ist grundsätzlich, dass sich das Studienguthaben [an der Universität Osnabrück] gemäß § 12 Absatz 2 Satz 6 NHG grundsätzlich um die Zahl der Semester eines vorangegangenen Studiums an deutschen Hochschulen vermindert.
Sind demnach z. B. bei dem o.g. einem klassischen Studienverlauf 16 Semester bereits durch ein vorangegangenes Studium verbraucht, ist man mit Immatrikulation in einen weiteren, neuen Studiengang an der Universität Osnabrück langzeitstudiengebührenpflichtig.

Es gilt aber auch zu beachten, dass das Studienguthaben in jenen Semestern nicht verbraucht wird, in denen Studierende nachweislich

1. beurlaubt sind,
2. ein Kind betreuen, das zu Beginn des Semesters das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat,
3. eine nahestehende pflegebedürftige Person im Sinne des § 7 Absatz 3 Pflegezeitgesetz pflegen (mindestens 10 Stunden wöchentlich),
4. als gewählte Vertretungen in einem Organ der Hochschule, der Studierendenschaft oder des Studentenwerks tätig waren (Anrechnung maximal für zwei Semester), oder
5. das Amt von Gleichstellungsbeauftragten wahrnehmen (Anrechnung maximal für zwei Semester).

Die Nachweise sind erbracht zu
2. durch die Geburtsurkunde und – für jedes Semester neu –durch  eine Haushaltsbescheinigung des Einwohnermeldeamtes
3. durch eine entsprechende Bescheinigung der Pflegekasse (in Ausnahmefällen der Hausärztin/des -arztes) über – für jedes Semester neu − erbrachte Pflegeleistungen
4. und 5. durch eine entsprechende Bescheinigung der jeweils für das Organ zuständigen Stelle.

Internationale Studierende benötigen oft Zeit zur Orientierung und zur Eingewöhnung. Gerade für sie ist es wichtig, sich vor Aufnahme eines Studiums gut zu informieren: Manche Fächer setzen spezielle Sprachkenntnisse voraus und verlangen neben Deutsch- auch nachgewiesene Englischkenntnisse.
Durch gezielte Information und gute Vorbereitung kann eine unnötige Verlängerung des Studiums und die damit verbundenen Mehrkosten vermieden werden.
Weitere Informationen finden Sie unter studieren-in-niedersachsen.de. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Studierendensekretariat.

An niedersächsischen Hochschulen werden für weiterbildende Studiengänge gemäß § 13 Absatz 3 NHG Entgelte erhoben.

An der Universität Osnabrück betrifft das derzeit folgende Studiengänge