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Mentoring-Programme für den wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Osnabrück

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Bild: Melanie Aufderhaar

Die Mentoring-Programme für den wissenschaftlichen Nachwuchs zählen zu den zielgerichteten und prozessorientierten Instrumenten zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Osnabrück. Mit diesem Angebot trägt die Universität dazu bei, hochqualifizierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern optimale Chancen zur Verwirklichung ihrer Karrierewünsche zu bieten. Zentrales Ziel beider Programme ist die Stärkung der Chancengerechtigkeit im Wissenschaftssystem. Die Programme kombinieren die individuelle Mentoring-Beziehung zwischen Mentees und Mentorinnen bzw. Mentoren mit einem bedarfsorientierten Qualifizierungs-Programm, in dem der Netzwerkgedanke eine wichtige Rolle spielt. Das Zentrum für Promovierende und Postdocs an der Universität Osnabrück (ZePrOs) bietet zwei Mentoring-Programme im Wechsel an:

  • Mentoring-Programm für Doktorandinnen "Karriereperspektiven nach der Promotion"
  • Mentoring-Programm für Postdocs und Juniorprofessor*innen "Wege zur Professur" (ab 2021)

Aktuelles und Termine

  • Die Übergabe der Zertifikate an die Mentees und Mentorinnen des Mentoring-Programms für Doktorandinnen findet im Rahmen der "Tage des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Osnabrück" am 21. Oktober 2019 statt. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Bewerbungsphase für das nächste Mentoring-Programm für Doktorandinnen: 21. Oktober 2019 - 17. Januar 2020
  • Beginn des nächsten Mentoring-Programms für Doktorandinnen: Mai 2020
  • Geplanter Start für das Mentoring-Programm für Postdocs und Juniorprofessor*innen "Wege zur Professur": Mai 2021 (Beginn der Bewerbungsphase: Oktober 2020)

Aktuelle Karriere-Messen

  • Firmenkontaktmesse Chance an der Hochschule Osnabrück: 13./14. November 2019. Mehr Informationen

Staffelstabübergabe in den Mentoring-Programmen für Nachwuchswissenschaftlerinnen 2018

Die Teilnehmerinnen des Programmdurchlaufs für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnen übergeben die Staffelstäbe an ihre Nachfolgerinnen, Foto: Tanja Kalmlage

Am 13. September 2018 war das Bohnenkamp-Haus des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück Veranstaltungsort für die Staffelstabübergabe in den Mentoring-Programmen für Nachwuchswissenschaftlerinnen des ZePrOs. Begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm wurden die zwölf Tandems des Mentoring-Programms für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnen verabschiedet. Gleichzeitig begrüßte die Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof.in Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, die zwölf neuen Teilnehmerinnen sowie die Mentor*innen des Programms für Doktorandinnen, das in diesem Jahr unter dem Titel „Wege in Wissenschaft und Wirtschaft“ steht.

Neben musikalischer Begleitung wurde die diesjährige Staffelstabübergabe mit einem öffentlichen Vortrag zum Thema „Lebenswege innerhalb und außerhalb der Wissenschaft – Die geheimen Wahrheiten zwischen statistischen Forschungsergebnissen und persönlichen Erfahrungen“ von Prof.in Heather Hofmeister Ph.D. abgerundet. Die Professorin für Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt präsentierte qualitative Forschungsergebnisse zu individuellen Motiven für Karriereentscheidungen von Nachwuchswissenschaftler*innen.

Den gesamten Bericht der Staffelstabübergabe finden Sie hier.

Erfahrungen

"Das Mentoring bietet nicht nur Gelegenheit zur Selbstreflektion, sondern auch einen einmaligen Einblick in aktuelle berufliche Herausforderungen der MentorInnen. Die Gestaltung der Mentoring-Beziehung liegt in der eigenen Hand. Und diese Chance sollte keine Mentee ungenutzt lassen."
Elisabeth Spiecker genannt Döhmann, ehemalige Mentee

Es ist besonders wertvoll, eine Ansprechperson für alle Fragen zu haben, die aus einem ganz anderen Umfeld stammt und die eigenen Anliegen trotzdem voll und ganz nachvollziehen kann.
Kirsten Liere-Netheler, ehemalige Mentee

Mehr zum Thema

Bedeutung des Mentoring

Ziele des Mentoring

Vorteile des Mentoring

Weitere Mentoring-Angebote an der Universität Osnabrück

Gafik: Universität Osnabrück

Bedeutung des Mentoring

Mentoring lässt sich definieren als eine Förderbeziehung zwischen einer erfahrenen Führungskraft (Mentorin oder Mentor) und einer Nachwuchskraft mit Führungspotenzial (Mentee). In der Mentoring-Beziehung geht es um die individuelle Karriere- und Persönlichkeitsentwicklung des Mentee. Mentoring ist eine Form informellen Lernens, bei dem Erfahrungen und Wissen zwischen Menschen unterschiedlicher Entwicklungs- und Hierarchiestufen ausgetauscht werden.

Während Mentoring-Programme in Wirtschaft und Politik schon länger etabliert sind, haben sie seit den 1990er Jahren zunehmend Verbreitung an Universitäten gefunden und sich als Instrumente zur effektiven und zielgerichteten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengerechtigkeit bewährt.

Ziele des Mentoring

Qualitätsstandards

Die Mentoring-Programme der Universität Osnabrück sind auf der Grundlage der Qualitätsstandards des Bundesverbandes Forum Mentoring e.V. konzipiert.

Mit steigender Qualifizierungsstufe lässt sich innerhalb des Wissenschaftssystems auch weiterhin ein sinkender Anteil an Frauen feststellen. Mit diesem als "leaky pipeline" bekannten Phänomen geht beträchtliches wissenschaftliches Potential für die Hochschulen verloren. Ein zentrales Anliegen der Mentoring-Programme des ZePrOs ist es daher der stetigen Abnahme des Frauenanteils mit steigender Qualifizierung und der Unterrepräsentanz von Frauen in wissenschaftlichen Führungsposition entgegenzuwirken. Im Rahmen der gleichstellungsorientierten und chancengerechten Personalentwicklung der Universität Osnabrück wurde die Zielsetzung der Mentoring-Programme 2019 um einen weiteren Aspekt von Chancengerechtigkeit erweitert. So wurde neben Gender das Diversitymerkmal "Bildungsherkunft" in die Programmkonzeption integriert. Damit reagiert das ZePrOs auf Ergebnisse von Studien, die eine zunehmende soziale Selektivität im Wissenschaftssystem belegen. So sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit nichtakademischem Hintergrund in allen wissenschaftlichen Qualifizierungsstufen sowie auf Ebene der Professur stark unterrepräsentiert. Vor diesem Hintergrund bietet das ZePrOs zwei zielgruppenspezifische Mentoring-Programme im Wechsel an, die sowohl der Stärkung der Chancengerechtigkeit zwischen den Geschlechtern innerhalb des Wissenschaftssystems als auch die Reduzierung von Ungleichheiten in Bezug auf die Bildungsherkunft sowie die Schärfung des Diversitätsbewusstseins zukünftiger Führungskräfte fokussieren. Diese Ziele werden in den beiden Programmen konzeptionell unterschiedlich umgesetzt. Das für die Promotionsphase entwickelte Mentoring-Programm richtet sich weiterhin speziell an Doktorandinnen. Das Programm für die Postdoc-Phase und die Juniorprofessur wird erstmals für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geöffnet.

Vorteile des Mentoring

Von einem Mentoring-Programm profitieren alle Beteiligten. Der Gewinn liegt vor allem auf Seiten der Mentees, die eine individuelle akademische Karriereberatung erhalten. Aber auch Mentorinnen und Mentoren, die sich ehrenamtlich in der Nachwuchsförderung engagieren und die Universitäten, die das Programm in ihr Angebot zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aufgenommen haben, ziehen einen Nutzen daraus.

Nutzen für Mentees:

  • Individuelle Unterstützung bei der strategischen Karriereplanung
  • Qualifizierung in wissenschaftsspezifischen und fachübergreifenden Schlüsselkompetenzen
  • Stärkung von Management- und Führungskompetenzen
  • Erweiterung der Kenntnisse über Hochschulpolitik und Akquise von Forschungsfördermitteln
  • Informationen über informelle „Spielregeln“ innerhalb des Wissenschaftssystems
  • Erschließung interdisziplinärer Netzwerke

Nutzen für Mentorinnen und Mentoren:

  • Aktive Rolle in der akademischen Nachwuchsförderung und Spaß, einen jungen Menschen beruflich voranzubringen
  • Feedback und Information aus einer anderen Hierarchieebene, die eigene Mitarbeiterinnen nicht so offen zurückspiegeln
  • Reflexion des eigenen Karriereweges und der eigenen Führungserfahrungen
  • Weiterentwicklung der Beratungskompetenzen und Gewinn neuer Impulse für die eigene Arbeit
  • Erweiterung interdisziplinärer wissenschaftlicher Netzwerke

Nutzen für die Universität

  • Qualitätssteigerung in der Nachwuchsförderung
  • Vorteile im Wettbewerb um wissenschaftlichen Nachwuchs durch eine zielorientierte und bedarfsgerechte Förderung
  • Beitrag zu gleichstellungs- und diversitätsorientierter Wissenschaftskultur durch Förderung von Chancengerechtigkeit
  • Erzeugung von Synergien durch Networking (z.B. neue Forschungskooperationen zu interdisziplinären Fragen)
Wordcloud Mentoring. Gestaltung: Friederike Barczak

Weitere Mentoring-Angebote an der Universität Osnabrück

Neben den Mentoring-Programmen für Nachwuchswissenschaftlerinnen gibt es an der Universität Osnabrück noch weitere Mentoring- und Tandem-Angebote, welche sich in den Programm-Zielen und Zielgruppen unterscheiden.

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