Navigation und Suche der Universität Osnabrück


Hauptinhalt

Topinformationen

Roboterfinger trifft menschlichen Finger.

Topinformationen

KI-Campus Osnabrück

Technischen Wandel forschend begleiten und menschlich gestalten

Künstliche Intelligenz (KI) wird unser Leben in den kommenden Jahren nachhaltig verändern. Dabei gilt es, diesen Wandel positiv zu gestalten. Darüber hinaus lautet die Aufgabe, bahnbrechende Entwicklungen in enger Kooperation – insbesondere mit der durch einen starken Mittelstand geprägten regionalen Wirtschaft – von der Theorie in die praktische Anwendung zu überführen. Im Mittelpunkt stehen nicht allein die technisch-informatischen Aspekte, sondern zugleich die gesellschaftlich-sozialen Auswirkungen, die eine immer stärkere Gestaltung unseres Lebens durch technische Assistenzsysteme mit sich bringen. Eine herausragende Rolle kommt dabei dem KI-Campus der Universität Osnabrück zu. Ziel ist die Erforschung und Entwicklung innovativer Softwaretechnologien entlang der Schnittstellen zwischen Künstlicher und Menschlicher Intelligenz sowie der damit verbundenen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft.

Getragen wird der Campus von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vor allem aus den in Forschung und Lehre erfolgreichen Instituten für Informatik, für Wirtschaftsinformatik sowie aus dem Institut für Kognitionswissenschaft – eine der bundesweit größten universitären Forschungseinrichtungen zur Cognitive Science. Insgesamt kooperieren hierbei mehr als 50 aus Landesmitteln finanzierte Forscherinnen und Forscher (darunter ca. 20 Professuren), die zusätzlich ein Mehrfaches an wissenschaftlichen Mitarbeiterstellen aus Drittmitteln generieren. Die wissenschaftliche Exzellenz belegen zudem eingeworbene Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Mitarbeit von Preisträgern des European Research Council (ERC) im Institut für Kognitionswissenschaft.

Die bereits jetzt erfolgreiche Forschung wird auch außerhalb der Universität verstärkt wahrgenommen, was sich nicht zuletzt im Masterplan Digitalisierung Niedersachsen zeigt, in dem Osnabrück als niedersächsischer »Hot Spot« in der akademischen Forschung und Lehre zu Künstlicher Intelligenz benannt wird1. Ein Gebäude für den KI-Campus ist in Planung.

Zwei der sechs im Strategieprozess der Universität mit insgesamt fast 5 Millionen Euro Eigenmitteln geförderten Profillinien (Digitale Gesellschaft und Kognition) forschen unter Beteiligung von jeweils 25 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit zentralen Anknüpfungspunkten an dem Thema KI. Weitere erhebliche Mittel hat die Universität in ein einschlägiges internes Graduiertenkolleg (»Augmentierte und virtuelle Arbeitswelten«) investiert.

Die breite KI-Expertise und vielfältigen Forschungsaktivitäten an der Universität Osnabrück finden auch ihren Niederschlag in Studiengängen zur Qualifizierung von Fachkräften. Beispielsweise aktuell durch den innovativen Studiengang Cognitive Computing.

Insgesamt gilt: Mit dem KI-Campus leistet die Universität Osnabrück einen wesentlichen Beitrag zur auch politisch nachdrücklich geforderten Forschung für eine innovative und digitale Gesellschaft.

Inwieweit Künstliche Intelligenz in den kommenden Jahren unser aller Leben beeinflussen wird, betont der Präsident der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Wolfgang Lücke, als maßgeblicher Inititator des KI-Campus: »Heute stellt sich für uns nicht mehr die Frage, ob wir uns diesen neuen Entwicklungen gegenüber aufgeschlossen zeigen. Viel wichtiger wird es sein, diesen Prozess, der mit den bahnbrechenden Entwicklungen der KI einhergeht, kreativ, proaktiv und verantwortungsbewusst zu gestalten – und zwar nicht nur auf der technischen Seite, sondern auch in Bezug auf die gesellschaftlichen Implikationen, die damit zwangsläufig verbunden sind.«

Profillinien im Themenfeld KI

Elektronische Patientenakten oder selbstfahrende Fahrzeuge: Dies sind nur zwei von vielen Praxisbeispielen, die in der Profillinie »Digitale Gesellschaft – Innovation – Regulierung « eine Rolle spielen. Weiterhin stehen unter anderem Innovationsprozesse zu Themen wie Connected Home, Smart Health Services, Crowdsourcing, Usability und Know-How-Schutz im Mittelpunkt dieses innovativen Forschungsverbundes. Im Zentrum der Forschung der Profillinie »Kognition: Mensch – Technik – Interaktion« stehen neue Methoden der KI sowie die Nutzung von Big Data für die Verbesserung von gesellschaftlichen und sozialen Strukturen. Beispiele hierfür sind: die Auswertung sozialer Netzwerke zur Ermittlung der Vorhersage von Krankheitswellen, Entwicklung von smarten E-Learning Systemen und gesellschaftliche Aspekte der KI im Bereich des autonomen Fahrens.

Graduiertenkollegs im Themenfeld KI

Ein von der DFG gefördertes Graduiertenkolleg Computational Cognition soll dazu beitragen, Intelligenz bei Menschen und Maschinen besser zu verstehen. Im Zentrum steht das Verständnis der Verbindungen von niedrigen und höheren Kognitionsebenen. So führt das Kolleg die Kognitionswissenschaft und die Künstliche Intelligenz zusammen. Ein weiteres Graduiertenkolleg, angesiedelt am Institut für Wirtschaftsinformatik und von der Universität finanziert, befasst sich mit der interdisziplinären Erforschung von Akzeptanz und Vertrauen in augmentierten und virtuellen Arbeitswelten – auf dem Weg zur Industrie 4.0 sind Erkenntnisse darüber von großer Bedeutung.

DFKI-Labor Niedersachsen

Wie lassen sich in der Robotertechnik neue Entwicklungen nutzen? Und welche ethischen Fragen ergeben sich bei immer stärker autonom handelnden Robotern? Antworten auf diese und weitere Fragen gehörten zum Forschungsgebiet der seit 2011 existierenden Osnabrücker Außenstelle »Planbasierte Robotersteuerung« des Bremer Robotics Innovation Center (RIC) des DFKI. Diese Einrichtung geht nun in dem neu gegründeten DFKI-Labor Niedersachsen mit Niederlassungen in Osnabrück und Oldenburg mit jeweils zwei Arbeitsgruppen auf. Neben der bereits bestehenden Gruppe „Planbasierte Robotersteuerung“ kommt die Osnabrücker Gruppe „Smart Enterprise Engineering” hinzu. Unter Leitung des Wirtschaftsinformatikers Prof. Dr. Oliver Thomas sollen Innovationspotenziale, wie Industrie 4.0 und Smart Services, systematisch erschlossen und in digitale Aus- und Weiterbildungsszenarien für Unternehmen transformiert werden. Methoden der Künstlichen Intelligenz und neue Technologien wie Augmented oder Virtual Reality kommen hierbei zum Einsatz.

Studiengänge im Themenfeld KI

Die Bachelor-, Master- und PhD-Programme Cognitive Science beschäftigen sich primär mit dem wissenschaftlichen Studium von Gehirn und Geist. Neu hinzu kommt der berufsbegleitende Masterstudiengang »Cognitive Computing«, in dem es darum geht, mithilfe der Künstlichen Intelligenz menschliche Denkprozesse zu simulieren. Die Studierendenschaft insbesondere der kognitionswissenschaftlichen Studienprogramme ist außerordentlich international.

Ansprechpartner für die Medien:

Dr. Oliver Schmidt

Portrait Oliver Schmidt. Foto: Jette Goltz

Tel.: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

Raum 13/E20
Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29/Schloss
49074 Osnabrück