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Pressemeldung

Nr. 137 / 2019

19. Juli 2019 : Alles andere als Bandsalat - Neue Ausstellung in der Galerie „Stichpunkt“ der Universität Osnabrück

Alte Kassetten- und Videobänder kann man nicht mehr verwenden? Nicht, wenn es nach den Studierenden des Fachgebietes Textiles Gestalten der Universität Osnabrück geht. In ihrer neuen Ausstellung „Tape Art goes Textil“ zeigen sie, wie die Bänder der alten Datenträger künstlerisch verarbeitet werden können. Die Exponate gingen aus einem Seminar der Osnabrücker Künstlerin Katrin Lazaruk hervor und werden bis Sonntag, 20. Oktober, im Fenster der Galerie „Stichpunkt“, Seminarstraße 33, gezeigt.

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© Universität Osnabrück/ Elena Scholz

Alles andere als Bandsalat. Die Ausstellung in der Galerie „Stichpunkt“ der Universität Osnabrück ist bis 20. Oktober zu sehen.

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In dem im Sommersemester 2019 von der Künstlerin Katrin Lazaruk durchgeführten Seminar lag der Fokus auf der textilen Verarbeitung von Kassetten- und Videobändern. Das heißt, die Studierenden strickten, häkelten, nähten, webten und stickten mit den Datenträgern. Am Anfang erstellten die Studierenden Arbeitsproben, um so die Verarbeitung des Recyclingmaterials besser analysieren zu können.
„Das Kassettenband ist tatsächlich ein wenig störrisch, wenn man es verarbeiten möchte. Zum einen klebt das Band an den Fingern und zum anderen reißt es sehr leicht. Ich habe beispielsweise versucht, das Band mit einer Strickliesel bzw. Strickmühle zu bearbeiten. Das war nicht möglich. Mit etwas Übung gingen die Techniken wie Stricken, Häkeln oder Weben dann aber doch gut von der Hand.“, so der Student Kevin-Alexander Büsing, der an dem Seminar teilnahm. An der Veranstaltung gefiel ihm die gute Anleitung durch die Künstlerin, die die Studierenden in ihren Schaffungsprozessen tatkräftig unterstützte, aber nur so weit, dass eigene Produkte entstehen konnten.

Die Hauptaufgabe im Seminar bestand darin, eine Maske herzustellen. Als Grundkonstrukt diente ein Nylonstrumpf, auf dem das Kassettenband verarbeitet wurde. „Die individuelle Maske sollte die besonderen inneren Eigenschaften des/der Einzelnen nach Außen tragen und zudem mindestens drei textile Techniken beinhalten. Deshalb beschäftigten sich die Studierenden im ersten Schritt zunächst mit sich selbst, mit ihren Eigenschaften, Charakterzügen und ihrer Außenwahrnehmung, bevor sie im zweiten Schritt Skizzen erarbeiteten, in denen sie ihre besonderen inneren Merkmale künstlerisch darstellten und schließlich textil umsetzten.“, so Katrin Lazaruk. Für die Ausstellung wurden die fertigen Masken am Ende des Seminars fotografisch inszeniert.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bärbel Schmidt
Universität Osnabrück
Fachgebiet Textiles Gestalten
Seminarstraße 33-34, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4217
E-Mail: baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de