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Pressemeldung

Nr. 231 / 2019

26. November 2019 : Die Situation in der Pflege verbessern – Forschungsprojekt ReKo geht an den Start

OSNABRÜCK.- Anfang Oktober hat Gesundheitsminister Spahn das Forschungsprojekt ReKo (Regionales Pflegekompetenzzentrum) mit einer Laufzeit von vier Jahren gestartet. Das gemeinsame Projekt von Universität Osnabrück, DAK-Gesundheit und Gesundheitsregion EUREGIO e.V. wird mit knapp 10 Millionen Euro vom Innovationsfond gefördert. Ziel des Projektes ist es, die Situation von Pflegebedürftigen und deren Familien sowie der Pflegekräfte zu verbessern.

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© Franz Frieling

Projekteröffnung am 1. Oktober 2019 in Nordhorn im Beisein von Projektschirmherr Jens Spahn

Als Pilot entsteht das erste Zentrum in der niedersächsischen Modellregion Landkreis Grafschaft Bentheim/Landkreis Bentheim. „Das regionale Kompetenzzentrum vernetzt alle Akteure der Pflege und setzt dabei auf moderne Technologien“, so Bundesgesundheitsminister Spahn bei der Eröffnung.

Auf Seiten der Universität Osnabrück sind das Fachgebiet Unternehmensrechnung und Wirtschaftsinformatik unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Teuteberg sowie das Fachgebiet Pflegewissenschaft vom Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB) unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler an dem Forschungsprojekt beteiligt.

„Das Ziel besteht darin“ so Prof. Hülsken-Giesler, „die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der pflegerischen Versorgung in der Region durch neue Ansätze der gezielten und digital unterstützten Fallsteuerung zu verbessern.“

„Im regionalen Pflegekompetenzzentrum wollen wir mit sozio-technischen Innovationen vorangehen, diese in die Praxis umsetzen und wissenschaftlich evaluieren. Digitale Anwendungen können helfen, den Austausch von Gesundheitsdaten zwischen Ärzten und Patienten zu erleichtern, alle an der Pflege beteiligten Akteure zu koordinieren sowie Pflegebedürftige auf ihre individuelle Situation zugeschnitten zu versorgen“, so Prof. Teuteberg.
„Die Herausforderung unserer Arbeit wird darin bestehen“ ergänzt Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler, „trotz äußerst komplexer Interventionen in den Modellregionen belastbare Nachweise für eine Verbesserungen der pflegerischen Versorgung zu erbringen. Erst vor diesem Hintergrund können die im Projektverlauf erprobten Ansätze regelhaft in das Versorgungssystem übernommen werden.“

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung der Digitalisierung im Gesundheitswesen wurde zudem am 7. November gemacht: der Deutsche Bundestag verabschiedete das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG). „Für unsere aktuellen Projekte ReKo, Apotheke 2.0 sowie Dorfgemeinschaft 2.0 ist das DVG eine große Erleichterung. Für zukünftige Projekte insbesondere im Bereich Künstlicher Intelligenz, Big Data und Präzisionsmedizin sowie der Entwicklung digitaler Ökosysteme zur sektorenübergreifenden Vernetzung der Akteure in der Gesundheitsversorgung ergeben sich so ganz neue Möglichkeiten“, erläutert Prof. Teuteberg.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Frank Teuteberg, Universität Osnabrück
Unternehmensrechnung und Wirtschaftsinformatik
Katharinenstr. 1, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4961
frank.teuteberg@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler
Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB)
Barbarastraße 22c, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2467
manfred.huelsken-giesler@uni-osnabrueck.de