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Pressemeldung

Nr. 232 / 2019

27. November 2019 : Engagiert für die Islamische Theologie - Prof. Ebert von der Universität Leipzig erhielt Auszeichnung

Prof. Dr. Hans-Georg Ebert vom Orientalischen Institut der Universität Leipzig wurde heute (27.11.) für seine engagierten Beiträge zur Implementierung der islamischen Theologie in Deutschland ausgezeichnet. Der von der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Islamische Theologie e.V. (WGIT) und dem Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück zum zweiten Mal ausgelobte Preis wurde während einer Festveranstaltung im Alten Kreishaus übergeben.

Prof. Dr. Hans-Georg Ebert (Mitte) erhielt den WGIT-Preis 2019. Überreicht wurde die Auszeichnung von Dr. Martin Keller (Wissenschaftliche Gesellschaft für Islamische Theologie) und Institutsdirektor Prof. Dr. Bülent Ucar (li.). Großansicht öffnen

© Universität Osnabrück/Elena Scholz

Prof. Dr. Hans-Georg Ebert (Mitte) erhielt den WGIT-Preis 2019. Überreicht wurde die Auszeichnung von Dr. Martin Keller (Wissenschaftliche Gesellschaft für Islamische Theologie) und Institutsdirektor Prof. Dr. Bülent Ucar (li.).

Der Preisträger Prof. Dr. Hans-Georg Ebert habe sich um die Wechselwirkungen zwischen dem islamischen Recht einerseits und der Gesellschaft andererseits verdient gemacht, so Dr. Assem Hefny vom Centrum für Nah- und Mittelost-Studien der Philipps-Universität Marburg in seiner Laudatio. „Mit dieser Preisverleihung setzt die Wissenschaftliche Gesellschaft für Islamische Theologie ein deutliches Zeichen, dass die islamische Theologie auch Nicht-Muslimen viel zu verdanken hat. Muslimische Theologen und Theologinnen können also von den Leistungen von Islamwissenschaftlern profitieren und dadurch die islamische Theologie in einer guten Art und Weise unterstützen“, so der Laudator.

In der an Prof. Ebert überreichten Urkunde heißt es: „In einer Zeit, in der islamophobe Grundhaltungen zu einer bedrohlichen gesellschaftlichen Kraft zu werden drohen, sind Ihre Bemühungen nicht nur als Engagement für die Förderung der Wissenschaft, sondern auch als Einsatz für den gesamtgesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt in unserem Land zu sehen.“  

Der Preisträger studierte von 1973 bis 1978 Arabistik und Rechtswissenschaft an der Universität Leipzig. 1982 wurde Prof. Hans-Georg Ebert mit einer Arbeit zum schiitischen Recht in der Islamischen Republik Iran zum Dr. jur. promoviert. Während der sich anschließenden unbefristeten Assistenz weilte er zu mehrjährigen Studien- und Praxisaufenthalten in arabischen Ländern (Ägypten, Libyen, Tunesien u. a.). Nach der Habilitation im Jahre 1990 zum Verhältnis von Staat, Verfassung und Islam im Nahen und Mittleren Osten war er als wissenschaftlicher Oberassistent am neu gegründeten Orientalischen Institut der Universität Leipzig tätig. Bis 1998 vertrat er zeitweise die Professur für Islamwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle (Saale) und die Professur für Orientalische Philologie (Islamwissenschaft) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Vom 1. Oktober 1998 bis Juli 2019 war er Professor für Islamisches Recht am Orientalischen Institut der Universität Leipzig.

Den Festvortrag hielt der Islamwissenschaftler und Nahostexperte Prof. Dr. Udo Steinbach (MENA Study Centre, Berlin) über den Dialog der Kulturen und Konfessionen und dem Spannungsverhältnis von Tradition und Moderne.

Ansprechpartner für die Medien:
Prof. Dr. Bülent Ucar, Universität Osnabrück
Direktor des Instituts für Islamische Theologie
Kamp 46/47, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 6002,
E-Mail: bucar@uni-osnabrueck.de