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Pressemeldung

Nr. 88 / 2019

24. Mai 2019 : Reflexive Migrationsforschung: Renommierte Wissenschaftlerin zu Gast am IMIS

Es sind interessante Fragen: Wie entsteht Wissen in der Migrationsforschung? Und welche leitenden Interessen stehen dahinter? Mit solchen und weiteren Fragen einer „reflexiven Migrationsforschung“ befasst sich die renommierte Schweizer Wissenschaftlerin Prof. Dr. Janine Dahinden, die zurzeit am Forschungszentrum Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück tätig ist.  

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© Universität Neuchatel

Prof. Dahinden

Es sind interessante Fragen: Wie entsteht Wissen in der Migrationsforschung? Und welche leitenden Interessen stehen dahinter? Mit solchen und weiteren Fragen einer „reflexiven Migrationsforschung“ befasst sich die renommierte Schweizer Wissenschaftlerin Prof. Dr. Janine Dahinden, die zurzeit am Forschungszentrum Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück tätig ist.  

Möglich wird der Forschungsaufenthalt Dahindens als Fellow im Rahmen der Profillinie Migrationsgesellschaften, eine von sechs Linien, mit denen die Universität ihr wissenschaftliches Profil schärfen will. „Wir haben uns dafür entschieden, mit den Einladungen für mehrwöchige Gastaufenthalte an äußerst angesehene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die bereits bestehende internationale Vernetzung der Migrationsforschung in Osnabrück weiter voranzutreiben“, erklärt der Migrationsforscher und Profilliniensprecher Prof. Dr. Andreas Pott.

Prof. Dahinden, die an der Universität Neuchâtel forscht und lehrt, entspricht diesen Erwartungen; bereits seit vielen Jahren arbeitet sie eng mit dem IMIS zusammen. Erste Kontakte entstanden über das Netzwerk IMISCOE, in dem europäische Migrationswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler kooperieren. „Prof. Pott und seine Kolleginnen und Kollegen sind mir seit langem bekannt“, erklärt die Wissenschaftlerin. 

Bei zwei mehrwöchigen Aufenthalten haben Prof. Dahinden und Kolleginnen und Kollegen der Profillinie verschiedene Projekte ins Leben gerufen, wobei im Fokus unter anderem das Hinterfragen der Entstehung wissenschaftlicher Aussagen über Migration, stehen. Dabei geht es Dahinden um eine durchaus kritische Sichtweise: „Wir dürfen nicht vergessen, dass die Migrationsforschung als Wissenschaft ja auch durch die Politik mitinitiiert wurde, was wiederum bedeutet, dass Nationalstaaten eine bestimmte Perspektive auf ‚die’ Migrantinnen und Migranten mit in die Wissenschaft hinein gebracht haben.“ So gebe es teilspolitische, religiöse oder emotionale Interessen, die in die Ausrichtung der Migrationsforschung hineinspielen würden und die es im Sinne einer selbstkritischen Wissenschaft zu hinterfragen gelte.

Bezogen auf das IMIS sieht Prof. Dahinden zahlreiche gemeinsame Forschungsinteressen, die in den vergangenen Wochen während ihres Aufenthaltes in Osnabrück vertieft diskutiert werden konnten: „Es ist schon viel fruchtbarer, im direkten Austausch miteinander bestimmte Themen zu bearbeiten als nur über E-Mail oder Skype zu kommunizieren; allein deshalb war die Zeit als Fellow hier sehr wichtig – und zwar sowohl für die Osnabrücker Kolleginnen und Kollegen als auch für mich.“   

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Andreas Pott, Universität Osnabrück
Forschungszentrum Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien
Neuer Graben 19ab, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4384
andreas.pott@uni-osnabrueck.de