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Wo sind sie hin? Ist das Insektensterben noch aufzuhalten? Vortrag mit renommiertem Bonner Zoologen

Die Meldungen sind mehr als nur alarmierend: Bis zu 80 Prozent der Insekten Deutschlands sind innerhalb der letzten 30 Jahre verschwunden. Was ist geschehen? Mit dieser und weiteren Fragen wird sich Professor Dr. Wolfgang Wägele vom Zoologischen Forschungsmuseum in Bonn am 10. Oktober 2018 im Botanischen Garten der Universität Osnabrück befassen. Der renommierte Zoologe spricht über „Das Insektensterben und die Notwendigkeit von Biodiversitätsmonitoring“.

Vorliegende Daten belegen, wie drastisch die Artenvielfalt der Insekten zurückgegangen ist – und dies beinahe unbemerkt. Gleichzeitig findet viel zu wenig Forschung zu den Veränderungen unserer biologischen Umwelt statt. Über die Ursachen indes ist wenig bekannt, auch wenn plausible Verdachtsmomente vorliegen. Eine Übersicht über mögliche Ursachen belegt, dass jeder Bürger und jede Bürgerin im Alltag zu den Verlusten beiträgt, entscheidende Verbesserungen jedoch nur durch Gesetze und deren Umsetzung erreicht werden können.

Welche neuen methodischen Ansätze in der Forschung verfolgt werden, um den Ursachen des Insektensterbens auf den Grund zu gehen, welche Rolle insbesondere das Biodiversitätsmonitoring spielen kann und wie dieses funktioniert, wird Professor Wägele in einem einstündigen Vortrag erläutern.

Professor Wägele ist Direktor des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig - Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere und Präsident der Gesellschaft für Biologische Systematik. Seit Jahrzehnten forscht er zur Biodiversität und zum Artenschutz und ist ein gefragter Experte für das Thema des dramatischen Insektenschwundes.

Der Vortrag findet im Helikoniensaal des Botanischen Gartens statt und beginnt um 18:30 Uhr. Interessierte können sich per E-Mail unter unigesos@uos.de oder telefonisch bis zum 26. September bei der Geschäftsstelle für die Veranstaltung anmelden.

Für Mitglieder der Univerisätsgesellschaft ist die Teilnahme kostenfrei.

Eintritt (Nichtmitglieder) 5 € / ermäßigt 2,50 € (Studierende/Schüler)

Roboter Lou vom Institut für Kognitionswissenschaf. Foto: Gert Westdörp, Neue OZ

„Digitaler Mittelstand: Osnabrück – Wo denn sonst!“ Podiumsdiskussion mit dem niedersächsischen Wissenschaftsminister, Björn Thümler

Die Digitalisierung hat den Zugang zu Wissen revolutioniert und unsere Arbeitswelt verändert – eine Entwicklung, die in der Wissen­schaft begonnen hat und die bis heute von der Wissenschaft getrieben wird. Auch die Universität Osnabrück widmet sich den Forschungsfragen der Zukunft. Fächerübergreifend wird in enger Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft im Bereich der Digitalisierung geforscht, unter anderem zu kognitiven Technologien, maschinellem Lernen, künstlicher Intelligenz und Mensch-Maschine Interaktionen. Entwickelt werden beispielsweise digitale Geschäftsmodelle, Verfahren zur kombinatorischen Optimierung und angewandte Prototypen für die Praxis.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit dem niedersächsischen Wissenschaftsminister, Björn Thümler, Wissenschaftlern der Universität und Unternehmern der Region werden wir am 30. Oktober über die aktuellen Herausforderungen, die insbesondere für mittelständische Unternehmen mit der zunehmenden Digitalisierung einhergehen, sprechen. Zudem werden praxisnahe Projekte beleuchtet und sinnvolle Maßnahmen und Chancen für die regionale Wirtschaft diskutiert.

Dienstag, 30. Oktober 2018, 18:30 Uhr, Osnabrücker Schloss

vom PräsiProf. Dr. Wolfgang Lücke, Joachim Dallwig,René Riesner

Ernennung von Joachim Dallwig zum Botschafter

Am 15. August wurde Joachim Dallwig vom Präsidenten der Universität, Prof. Dr. Wolfgang Lücke und dem Vorsitzenden der Universitätsgesellschaft, René Riesner zum Botschafter der Universitätsgesellschaft ernannt. Gemeinsam mit Frau Birgit Bornemann, die bereits seit 2017 als Botschafterin aktiv ist, wird er die Universitätsgesellschaft dabei unterstützen, die Universität stärker in der Region zu verankern. Als Geschäftsführer der (WKO) Wilhelm Karmann GmbH & Co.KG liegt ihm insbesondere eine stärkere Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft am Herzen.

Der Weg in die Wirtschaft - Unternehmensbesichtigungen für Studierende und Absolventen

Berufliche Perspektiven in der Region Osnabrück entdecken und Zugang zu Netzwerken bekommen – diese Chance bietet sich Studierenden und Absolventen der Uni Osnabrück mit einem neuen Format der Universitätsgesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Wirtschafts- und Industrie-Klub Osnabrück e. V.

Im Rahmen kurzweiliger Besichtigungen unterschiedlichster Unternehmen in Osnabrück und Umgebung stellen sich potenzielle zukünftige Arbeitgeber vor. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen dabei nicht nur die Unternehmen näher kennen: Gespräche mit der Geschäftsleitung und der Personalabteilung bieten spannende Einblicke in verschiedene Führungsaufgaben wie Personalwesen, Marketing, Betriebswirtschaft und Projektmanagement sowie in die außeruniversitäre Forschung und Entwicklung. Der persönliche Kontakt mit den Verantwortlichen ermöglicht außerdem die Chance, sich über mögliche Praktika, Master- bzw. Bachelor-Arbeiten und Dissertationsvorhaben auszutauschen. Nicht zuletzt werden übliche Bewerbungsverfahren und potentielle Karrierewege in den Unternehmen beleuchtet.

Das Angebot richtet sich bewusst an Angehörige aller Fachkulturen, da die freie Wirtschaft in verschiedensten Sparten Führungskräfte sucht und facettenreiche Entfaltungsmöglichkeiten bietet, die auf den ersten Blick oft nicht ersichtlich sind.

Im Rahmen dieses Angebots können Studierende am 9. Juli 2018 die Firma Windmöller & Hölscher KG in Lengerich kennenlernen, die Markt- und Technologieführer in den drei Produktbereichen Extrusion, Druck- und Verarbeitung im Segment der flexiblen Verpackungen ist. Das Familienunternehmen hat großes Interesse, Kontakt zu qualifizierten Nachwuchskräften, insbesondere aus der Region, aufzubauen. Es erwartet Sie eine spannende, speziell auf diesen Personenkreis abgestimmte Betriebsbesichtigung.

Interessierte an dem Programm und Personen, die an der Besichtigung im Mai teilnehmen möchten, können sich mit der Geschäftstelle der Universitätsgesellschaft in Verbindung setzen.

Förderung des Schülerlabors

Die Universitätsgesellschaft Osnabrück wird das Schülerlabor „Explain-OS“ mit 21.600 Euro bis einschließlich 2020 fördern. Damit kann das erfolgreiche Projekt an der Universität Osnabrück auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden.

„Das Schülerlabor an der Universität ist der ideale Ort, um interessierten Schülerinnen und Schülern einen zum herkömmlichen Unterricht ergänzenden Zugang zur Naturwissenschaft zu ermöglichen. Sehr gerne unterstützt die Universitätsgesellschaft dieses großartige Projekt, bei dem das Interesse für das wissenschaftliche Arbeiten geweckt, ein erster Einblick in die universitäre Arbeitsweise und Forschung gegeben wird und auch erste Kontakte zu den Wissenschaftlern geknüpft werden können“, sagt der Vorsitzende der Universitätsgesellschaft, René Riesner.

Das 2008 gegründete "Experimentelle Lernlabor - Explain-OS" im Biologiegebäude am Westerberg bietet Schülerinnen und Schülern die besondere Möglichkeit, sich in einer Forschungseinrichtung mit biologischen Themen auseinanderzusetzen. Durch Experimentieren in einem eigens von der Universität dafür eingerichteten Labor unter Anleitung von Wissenschaftlern und Lehramtsstudierenden können dabei Methoden der biologischen Forschung erprobt werden, die innerhalb des Schulunterrichts in dieser Weise meist aufgrund einer fehlenden Ausstattung nicht vermittelt werden können.

Im Rahmen von Experimentalkursen erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in naturwissenschaftliche Arbeitsmethoden und wissenschaftliche Problemstellungen. „Das Schülerlabor ermöglicht eine praxisnahe Ergänzung des Schulunterrichts und trägt zur Gestaltung eines modernen Biologieunterrichts bei“, so Dr. PD Dr. Knut Jahreis , der das Schülerlabor leitet. Über 10.000 Schülerinnen und Schüler haben in den vergangenen zehn Jahren die verschiedenen Angebote genutzt. Kooperationen bestehen mittlerweile mit über 70 Schulen, darunter das Gymnasium in der Wüste, das Graf Staufenberg-Gymnasium und das Fürstenberg Gymnasium in Recke.

Nicht nur die Schülerinnen und Schüler sondern auch viele Studierende profitieren von dem Projekt. So wurden im Rahmen von Bachelor- und Masterabschlussarbeiten schülergerechte Experimente entwickelt und didaktisch ausgearbeitet. „Auf diese Weise werden die experimentellen und didaktischen Fähigkeiten der Studierenden geschult und die neu erarbeiteten Konzepte können direkt Anwendung finden“, erläutert Jahreis.

„So profitieren am Ende alle: die naturwissenschaftlichen Interessen der Schüler werden gefördert, die Studenten können theoretisches Wissen in der Praxis anwenden, die Schulen können ihren Unterricht praxisnah erweitern und die Universität kann mögliche Berührungsängste zukünftiger potentieller Studenten abbauen und ihnen ihre vielfältigen Möglichkeiten zeigen. Dies entspricht auch voll und ganz einem der drei  Kernziele der Universitätsgesellschaft, der Nachwuchsförderung,“ ergänzt Riesner.

In den nächsten drei Jahren soll versucht werden, die Finanzierung des Schülerlabors ab 2021 über weitere Förderer sicherzustellen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

Vergangene Veranstaltungen und Aktivitäten

Konzert der Neuen Hofkapelle Osnabrück

Am 9. Juni hat die Neue Hofkapelle Osnabrück ein exklusives Barockkonzert für die Mitglieder der Universitätsgesellschaft und der Osnabrücker Wissenschaftlichen Gesellschaft (OWiG) in der Schlossaula gespielt.

Die Neue Hofkapelle Osnabrück wurde, gefördert durch die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung, von Christian Heinecke und weiteren Berufsmusikern und Berufsmusikerinnen aus Osnabrück und Umgebung 2015 gegründet. Bereits im 17. Jahrhundert gab es am Osnabrücker Schloss eine Hofkapelle. Das Ensemble knüpft somit an eine alte Tradition an und bereichert mit ihren stets ausgebuchten Konzerten das Osnabrücker Kulturleben. Im Rahmen des Konzerts kamen die Gäste in den Genuss, Barockmusik aus England, darunter Kompositionen von Georg Friedrich Händel und Charles Avison, auf historischen Instrumenten erleben zu können.

Mitgliederversammlung und Institutsbesichtigung

Am 23. Mai fand die jährliche Mitgliederversammlung der Universitätsgesellschaft statt. Die Versammlung wurde im Institut für Islamische Theologie abgehalten.

Anlässlich des 5-jährigen Jubiläums des Instituts für Islamische Theologie in diesem Jahr waren die Mitglieder im Anschluss an die Sitzung zu einem Vortrag unter dem Titel „Deutschland und der Islam. Wie kann es weitergehen?“ inklusive Institutsbesichtigung eingeladen. Institutsleiter Professor Bülent Ucar hat im Rahmen des Vortrags das Institut vorgestellt und über dessen gesellschaftsrelevante Rolle wie auch die Herausforderungen der kommenden Jahre gesprochen.

Zusammen mit dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) verfügt die Universität Osnabrück über zwei Bereiche, die sich in ihrer jeweiligen Ausrichtung mit den hochspannenden aktuellen Themenfeldern Migration, Integration und Interkulturalität wissenschaftlich auseinandersetzen. Mit sieben Professuren und über 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Institut für Islamische Theologie das größte islamtheologische Institut Deutschlands.

Das Gefühlsleben von Mäusen  – und wie wir dieses für die biomedizinische Forschung nutzen können

Am 12. April lud die Universitätsgesellschaft ihre Mitglieder zum Vortrag "Das Gefühlsleben von Mäusen und wie wir dieses für die biomedizinische Forschung nutzen können" ein. Prof. Dr. Chadi Touma gab darin einen exklusiven Einblick in seine Forschung zu Angst- und Depressionserkrankungen und erläuterte den Einsatz von Mäusen als Tiermodelle in diesem Zusammenhang.

Prof. Touma leitet seit 2016 die Abteilung für  Verhaltensbiologie an der Universität Osnabrück. Zuvor war er am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München tätig. Durch seine Berufung hat die Universität einen renommierten Wissenschaftler gewonnen und der Fachbereich Biologie konnte sein Forschungsprofil erweitern.

Im Rahmen des Vortrags wurden den Mitgliedern der Universitätsgesellschaft nicht nur verschiedene Verhaltenstests vorgestellt und ihre Bedeutung bei der Erforschung psychiatrischer Erkrankungen beleuchtet, sondern sie hatten auch die Gelegenheit, einen Blick in die Labore der Abteilung zu werfen und erhielten einen exklusiven Einblick in die aktuelle Forschung des Fachgebiets der Verhaltensbiologie an der Universität Osnabrück. 

Vergabe der Förderpreise

Am 8.  März wurden wieder die begehrten Förderpreise an der Universität Osnabrück vergeben. Auch in diesem Jahr wurde die Verleihung in Kooperation mit der Universitätsgesellschaft veranstaltet. 31 Studierende, Absolventinnen und Absolventen der Universität Osnabrück erhielten im Rahmen des Festakts in der Schlossaula eine der begehrten Auszeichnungen.

Alle Ausgezeichneten und Stifter im Porträt

Video zur Vergabefeier

Die Universität Osnabrück vergibt jedes Jahr mehr als 20 verschiedene Förderpreise. Regionale und überregionale Stifter zeichnen dabei herausragende Promotions-, Examens- und Studienleistungen in unterschiedlichen Disziplinen aus. Nominiert werden Förderpreis-Stipendiaten von ihren Professorinnen und Professoren. Allein das ist schon eine besondere Leistung.

Mit der öffentlichen Anerkennung der Verleihung des Förderpreises durch die Universität Osnabrück wird die Leistungsbereitschaft der Studierenden und des wissenschaftlichen Nachwuchses gewürdigt. Die großzügige Unterstützung belegt, dass viele Verantwortungsträger aus Wirtschaft und Gesellschaft diese Ziele teilen.

Universitätsrede am 25. Januar 2018

Am 25. Januar lud die Universitätsgesellschaft ihre Mitglieder zur Universitätsrede Gegenwart und Zukunft der Lust - Die Bedeutung der Sexualität für die Lebenszufriedenheit ein. Der renommierte Sexualwissenschaftler, Professor Uwe Hartmann, der an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) tätig ist, gab einen Einblick in sein Forschungsfeld und beleuchtete kritisch den wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Bedeutung verschiedener Aspekte der Sexualität für die Lebenszufriedenheit und Gesundheit des Menschen, wobei ein besonderer Fokus auf die Paarbeziehung gerichtet wurde. Auf der Basis dieser Analyse und den Erkenntnissen der Forschung präsentierte er Ansätze zur Verbesserung der sexuellen Gesundheit und zur Zukunft der Lust.

Die ausgebuchte Veranstaltung stieß auf großes Interesse. Die nächste Universitätsrede wird im Janaur 2019 stattfinden.

Filmbeitrag ansehen.

Foto: Uwe Lewandowski

„Weihnachten bei Chemikern - von klassischen Bräuchen bis zur hochaktuellen Nano-Weihnacht“

Zum Ausklang des Jahres lud die Universitätsgesellschaft ihre Mitglieder am 14. Dezember zur Weihnachtsvorlesung des Instituts für Chemie neuer Materialien ein.

Unter dem Motto „Weihnachten bei Chemikern - von klassischen Bräuchen bis zur hochaktuellen Nano-Weihnacht“ haben Prof. Dr. Marco Beeken, Juniorprofessor für Chemiedidaktik und sein Doktorand Michael Budke die Weihnachtsgeschichte und Weihnachtsbräuche aus Chemikersicht – mit vielen spektakulären Experimenten wie „Selbstleuchtende Christbaumkugeln“, „Die Gold-Synthese“, „Express-Versand von Weihnachtspaketen“ und „garantiert weiße Weihnacht“  – interpretiert. Weihnachtliche Töne lieferte das beliebte Musikerduo Mattis Balks, Saxophon, und Minh Voong, Keyboard.

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Exklusive Führung durch die Ausstellung "Was damals Recht war..."

Am 28. November lud die Universitätsgesellschaft ihre Mitglieder zu einer exklusiven Führung durch die Ausstellung "Was damals Recht war..." - Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht ein. Erstmals ist die erfolgreiche Wanderausstellung zur Geschichte der Wehrmachtsjustiz zu Gast in Osnabrück und wird bis zum 9. Dezember im Foyer der Universitätsbibliothek am Westerberg gezeigt.

Die Ausstellung widmet sich einem Aspekt des zweiten Weltkrieges, dem bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Hunderttausende Menschen – Soldaten und Zivilisten – standen während des Zweiten Weltkrieges vor deutschen Militärgerichten. Unter ihnen waren auch Kriegsgefangene sowie Männer und Frauen aus zahlreichen von der Wehrmacht besetzten Ländern. Die Motive für ihr Handeln, das zur Anklage führte, waren sehr divers und lassen sich heute nicht immer eindeutig benennen. Für viele bedeutete eine Anklage das Todesurteil: Allein 15.000 „Deserteure“ wurden während des Zweiten Weltkriegs zum Tode verurteilt; unzählige Weitere erlebten unter der Anschuldigung der „Wehrkraftzersetzung“ das Ende des Krieges nicht. Die Ausstellung zeigt eindrücklich große geschichtliche und politische Zusammenhänge auf und zeichnet Einzelschicksale von Menschen, die mit der Wehrmachtjustiz in Berührung kamen und für die dies oft ein fataler Wendepunkt in ihrem Leben war.

Nach einer Einführung in die Thematik durch den renommierten Osnabrücker Historiker und Wehrmachtsforscher Prof. Dr. Christoph Rass führten zwei Vertreter der Studierendengruppe des Historischen Seminars der Universität Osnabrück durch die Ausstellung und diskutierten mit den Teilnehmenden. Im Zuge der intensiv betriebenen Nachwuchsförderung an der Universität Osnabrück waren die Studierenden aktiv an der Konzeption und Gestaltung der Ausstellung beteiligt und konnten wertvolle Praxiserfahrung sammeln.

Weihnachtliche Führung durch den Botanischen Garten

Die Adventszeit steht vor der Tür und mit ihr ihre altbekannten, speziellen Gerüche und Geschmäcke: Kardamom, Nelken, Zimt, Zitronat – das alles sind Zutaten, die in der Weihnachtsbäckerei nicht fehlen dürfen. Doch welche Pflanzen liefern uns diese Köstlichkeiten? Wo kommen sie ursprünglich her? Und wie werden sie in weihnachtlichen Süßigkeiten verarbeitet?

Diesen Fragen konnten die Mitglieder der Universitätsgesellschaft auf aktive und einzigartige Weise im Rahmen einer weihnachtlichen Führung am 16. November durch den Botanischen Garten auf den Grund gehen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfuhren nicht nur spannende Informationen über die Pflanzen, ihre Herkunft und Verarbeitungsweisen, sondern setzen das Erlernte direkt in die Tat um. Jeder Teilnehmer konnte selbst seine ganz individuelle Weihnachts-Lieblingsschokolade herstellen – von der Bohne ausgehend!

Geleitet wurde die Führung durch Mitarbeiter der Grünen Schule, welche 1993 als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit gegründet wurde und dem Botanischen Garten angehört. Der Botanische Garten ist eine Einrichtung des Fachbereichs Biologie/Chemie der Universität Osnabrück und dient der Forschung und Lehre in den botanisch ausgerichteten Arbeitsgebieten. Am Westerberg gelegen und aus zwei ehemaligen Steinbrüchen bestehend, verfügt er über mehr als 10 ha Fläche, auf der das Freigelände, Gewächshäuser und sogar ein Regenwaldhaus angesiedelt sind. Hier werden zurzeit etwa 8000 verschiedene Pflanzenarten kultiviert, darunter auch seltene und geschützte heimische und exotische Pflanzen.

https://www.iaa.de/presse/fotoarchiv-2015/messeimpressionen/#/galerien/IAA2015_MI

Besuch des Unternehmens ZF Friedrichshagen auf der IAA

Am 22. September 2017 hatten Studierende und Absolventen der Universität Gelegenheit die Firma ZF Friedrichshagen auf der IAA (Internationale Automobil Ausstellung) in Frankfurt zu besuchen. Im Rahmen der Besichtigungen stellte sich das weltweittätige Unternehmen als potenzieller Arbeitgeber den Teilnehmenden vor. Neben Informationen rund um das Unternehmen ZF und seinen Standort Lemförde / Dielingen im Raum Osnabrück konnten sie auch an einem begleiteten Rundgang teilnehmen. 

Der Besuch der Messe wurde durch den Wirtschafts- und Industrie-Klub Osnabrück e. V. organisiert, dessen Angebote für Studierende durch die Universitätsgesellschaft unterstützt werden.

Vergabe von drei Deutschlandstipendien

Im Rahmen der Vergabefeier der Deutschlandstipendien an der Universität Osnabrück hat die Universitätsgesellschaft auch in diesem Jahr wieder drei Stipendien verliehen. Seit 2011 beteiligt sie sich am Deutschlandstipendium, um herausragende Studierende frühzeitig zu fördern und auf diesem Weg die Ausbildung qualifizierter Nachwuchskräfte für Wissenschaft und Wirtschaft zu unterstützen. Bewusst vergibt die Universitätsgesellschaft drei ungebundene Stipendien, damit auch Studierende aus Fachkulturen die Chance auf ein Stipendium erhalten, die sonst nicht zum Zuge kommen. In diesem Jahr wurden drei Lehramt-Studentinnen aus den Fächern Germanistik und Mathematik für ihre herausragenden Leistungen mit dem Stipendium ausgezeichnet. Erhalten haben die Auszeichnungen Frau Sandra de Witt, Frau Mona Gerve und Frau Jasmin Plewka.

Von links nach rechts: Birgit Bornemann, Botschafterin der Universitätsgesellschaft, Andreas Brockmeyer (2. Preis), Anke Kirchhoff (1. Preis), René Riesner, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft

„Eigentlich haben alle gewonnen“ – Preisvergabe des Gewinnspiels

Die Universitätsgesellschaft hat sich mit einem Gewinnspiel an der Osnabrücker Campus Nacht beteiligt, die am 10. Juni 2017 stattfand. Jetzt stehen die 14 Gewinner fest. Sie dürfen sich unter anderem auf eine Eintrittskarte zum 10. Osnabrücker Wissensforum freuen, dass am Freitag, 17. November in der Schlossaula startet. „Ich bin gespannt auf die wissenschaftlichen Kurzvorträge und bedanke mich bei der Universitätsgesellschaft für die Eintrittskarten“, freut sich Andreas Brockmeyer, der den 2. Preis gewann. Das Wissensforum, wo Bürger fragen und Wissenschaftler antworten, gibt es schon seit 10 Jahren. Neben den Karten für das Wissensforum erwarteten die glücklichen Gewinner ausgesuchte Preise wie ein Verwöhn-Menü für sechs Personen in der Mensa am Schlossgarten, eine exklusive Führung durch den Botanischen Garten und ein Thermobecher des Studentenwerks Osnabrück.

Doch das ist noch längst nicht alles: „Eigentlich haben alle gewonnen, die die Fragen richtig beantwortet haben“, berichtet Birgit Bornemann, Botschafterin der Universitätsgesellschaft, „denn alle, die die Fragen richtig beantwortet haben, bekommen für ein Jahr eine kostenlose Probemitgliedschaft in der Universitätsgesellschaft.“ Welche Vorteile hiermit einhergehen, berichtet der Vorsitzende René Riesner: „Mitglieder der Universitätsgesellschaft profitieren von exklusiven Angeboten, wie z.B. der Einladung zu Veranstaltungen oder Campus- und Institutsführungen. Darüber hinaus werden sie regelmäßig durch das Forschungsmagazin über die Aktivitäten in der Universität informiert und erhalten Ermäßigungen, z.B. für den Universitätsball. Und natürlich wird durch eine Mitgliedschaft auch die Universität Osnabrück entscheidend gestärkt.“

Mitgliederversammlung und Campusbegehung

Am 30. Mai 2017 fand die jährliche Mitgliederversammlung der Universitätsgesellschaft statt. Im Anschluss an die Sitzung konnten die Mitglieder an einer Campusbegehung am Westerberg teilnehmen, in der die neuen Bauvorhaben thematisiert und ein spannender Ausblick in die künftige Entwicklung des Universitätsstandorts am Westerberg gegeben wurde. Geführt wurden sie durch den Vizepräsidenten für Personal und Finanzen, Wilfried Höcker, und den Dezernenten des Gebäudemanagements, Herrn Matthias Dieler. Höhepunkt dieser Führung bildete die exklusive Besichtigung des noch nicht eröffneten Center of Cellular Nanoanalytics Osnabrück  (CellNanOs), das sich auf der Basis einer gemeinsamen Initiative der Naturwissenschaften der Forschung an der Schnittstelle zwischen Zellbiologie und Nanowissenschaften widmen wird. Das deutschlandweit einzigartige innovative Forschungszentrum wird in entscheidender Weise zur Attraktivität Osnabrücks als Wissenschaftsstandort beitragen. Mit großer Leidenschaft erläuterte der renommierte Wissenschaftler Prof. Dr. Jacob Piehler die spezifische Aufteilung des Gebäudes und gab spannende Einblicke in künftige Forschung am CellNanOS.

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Ernennung von Birgit Bornemann zur Botschafterin

Am 10. Februar wurde Birgit Bornemann vom Präsidenten der Universität, Prof. Dr. Wolfgang Lücke und dem Vorsitzenden der Universitätsgesellschaft, René Riesner zur Botschafterin der Universitätsgesellschaft ernannt. Die gebürtige Osnabrückerin und Absolventin der Universität Osnabrück war von Januar 2003 – April 2016 Geschäftsführerin im Studentenwerk Osnabrück. Als Botschafterin wird Frau Bornemann die Universitätsgesellschaft dabei unterstützen, die Universität weiter zu stärken und in der Region besser zu vernetzen.

Pressemitteilung

Exklusive Besichtigung des iDerm

Am 23. März lud die Universitätsgesellschaft ihre Mitglieder zu einer Besichtigung des neuen Forschungsbaus der Dermatologie an der Universität Osnabrück ein. Dieser innovative Bau stellt nicht nur bundesweit das größte Forschungs- und Versorgungszentrum für berufsbedingte Hautkrankheiten dar, sondern ist auch eines der modernsten Behandlungszentren in diesem Bereich auf internationaler Ebene und von großer Bedeutung für den Standort Osnabrück. Der renommierte Wissenschaftler und Leiter des Fachgebietes Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie an der Universität Osnabrück, Herr Prof. Dr. Swen Malte John, stellte den Mitgliedern den spannenden Forschungsbau vor. Nach einer Einführung, in dem er den bedeutsamen Rang des iDerms und dessen internationalen Modellcharakter verdeutlichte, führte er die Mitglieder durch die Einrichtung, zeigte die Labors und beantwortete Fragen.

Hauterkrankungen und Allergien sind die häufigsten berufsbedingten Gesundheitsgefahren in Europa und führen nicht selten zur Berufsaufgabe. Aufwendungen für akute Behandlungen, Arbeitsunfähigkeit, Umschulungen und Rentenleistungen werden allein in Deutschland auf jährlich 1,8 Milliarden Euro geschätzt. Seit vielen Jahren wird in Osnabrück erfolgreich auf dem Gebiet der Berufsdermatologie geforscht. Mit dem im Dezember letzten Jahres eröffneten neuen Forschungsbau der Dermatologie auf dem Gelände des Osnabrücker Klinikums ist in Osnabrück ein einzigartiges Zentrum zur Erforschung und Behandlung von berufsbedingten Hauterkrankungen eröffnet worden. In dem Neubau sind die Fachgebiete Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie der Universität untergebracht, das Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) und das Niedersächsische Institut für Berufsdermatologie.

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Verleihung der Förderpreise am 9. März 2017

Zum ersten Mal hat die Universitätsgesellschaft in diesem Jahr die Förderpreisvergabe an der Universität Osnabrück mitveranstaltet. Die Verleihung fand am 9. März 2017 in der Schlossaula statt. Insgesamt wurden 35 Studierende und Absolventinnen und Absolventen mit einem der begehrten Preise ausgezeichnet. Die Förderpreise bieten die Möglichkeit junge Talente zu fördern und ihre Leistungen zu würdigen. Die Vielzahl an Preisen unterschiedlicher Unternehmen, Stiftungen, Vereine wie auch Privatpersonen spiegelt sowohl die öffentliche Anerkennung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Universität Osnabrück als auch ihre starke lokale Anbindung wider. Mit großer Freude unterstützt die Universitätsgesellschaft die Förderpreisvergabe, in der die öffentliche Wertschätzung der Leistungen des hervorragenden wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Osnabrück zum Ausdruck gebracht wird.

Porträts der Preisstifter und Preisträger 2016/17

Vergabe von drei Deutschlandstipendien

Am 15. November 2016 hat zum sechsten Mal an der Universität Osnabrück die Vergabe der Deutschlandstipendien stattgefunden. Die Universitätsgesellschaft hat im Rahmen des Programms auch in diesem Jahr wieder drei Stipendien verliehen. Seit 2011 beteiligt sie sich am Deutschlandstipendium, um herausragende Studierende frühzeitig zu fördern und auf diesem Weg die Ausbildung qualifizierter Nachwuchskräfte für Wissenschaft und Wirtschaft zu unterstützen. Bewusst vergibt die Universitätsgesellschaft drei ungebundene Stipendien, damit auch Studierende aus Fachkulturen die Chance auf ein Stipendium erhalten, die sonst nicht zum Zuge kommen. In diesem Jahr wurden drei Studierende aus den Fächern Germanistik, Anglistik und Erziehungswissenschaften für ihre herausragenden Leistungen mit dem Stipendium ausgezeichnet. Erhalten haben die Auszeichnungen Frau Sandra de Witt, Frau Maryna Hebbeler und Herr Christoph Karies.

Abschiedsvortrag Prof. Ortisis in Kalkriese

Unter dem Titel „Von neuem Gold und Römerlagern. Die Archäologie der Römischen Provinzen an der Universität Osnabrück“ lud die Universitätsgesellschaft ihre Mitglieder am 21. Oktober 2016 zum Abschiedsvortrag Prof. Ortisis und einer exklusiven Besichtigung des spektakulären Münzfundes in Kalkriese ein.

Die Entdeckung von acht Goldmünzen des Typ Gaius/Lucius bei Ausgrabungen im Museumspark im Sommer diesen Jahres stellt eine Sensation dar und sorgte deutschlandweit für Aufsehen. Im Vorfeld der offiziellen Ausstellung der seltenen Stücke konnten die Mitglieder der Universitätsgesellschaft den einzigartigen Fund bestaunen. Der wissenschaftliche Leiter der Grabung und renommierte Experte Herr Professor Ortisi stellte die wertvollen Stücke vor und bettete ihre Bedeutung in den Kontext der Augrabungsaktivitäten in Kalkriese und Deutschland ein. Im Anschluss an den spannenden Vortrag bot der Sektempfang im Foyer des Museums den Mitgliedern Gelegenheit zum angeregten Austausch mit Prof. Ortisi wie auch den Grabungstechnikern, die den Sensationsfund in Kalkriese machten.