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Promotion

Nach Abschluss des Studiums mit einem Master, Staatsexamen, Diplom oder Magister besteht an der Universität Osnabrück die Möglichkeit der Promotion. Die Promotion ist die Verleihung des akademischen Grades „Doktor“ beziehungsweise „Doktorin“ in einem bestimmten Studienfach und dient dem Nachweis der Befähigung zu vertiefter wissenschaftlicher Arbeit. Sie beruht auf einer selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit, der Dissertation, und einer mündlichen Prüfung (Rigorosum, Disputation oder Kolloquium).

Allgemeine Informationen

Die Voraussetzungen für eine Promotion sind in der jeweiligen Promotionsordnung des Fachbereiches geregelt.

Übersicht über die bestehenden Promotionsordnungen

Folgende Abschlüsse berechtigen zur Promotion:

  • Abschluss eines Studiengangs an einer deutschen Universität (Master, Staatsexamen, Diplom oder Magister)
  • Universitärer Abschluss der Ersten Staatsprüfung für das höhere Lehramt
  • Abgeschlossenes gleichwertiges Studium an einer vergleichbaren ausländischen Hochschule
  • Abschluss eines fachlich einschlägigen Hochschulstudiums

Näheres wird in den Fachbereichen geregelt, insbesondere die weiteren möglichen Voraussetzungen für Hochschulabsolventen (z. B. gesonderte Notengrenzen oder ein Nachweis der Befähigung zu vertiefter wissenschaftlicher Arbeit durch qualifizierte Vorstellung des wissenschaftlichen Vorhabens und/oder qualifizierte Studien- und Prüfungsleistungen im Rahmen des Promotionsfaches).

Bewerbungsfrist

Die Frist zur Einschreibung für eine Promotion außerhalb eines Promotionsstudiengangs ist der 30.09. bzw. 31.03.

Promotionsmodelle

An der Universität Osnabrück gibt es drei unterschiedliche Modelle der Promotion:

  • Individuelles Promotionsvorhaben (Einzelpromotion)
  • Promovieren in einem Graduiertenkolleg/ Sonderforschungsbereich
  • Promovieren in einem Promotionsstudiengang

Grundlage ist jedoch immer, dass sich eine Professorin oder ein Professor bereit erklären, Ihr Promotionsvorhaben zu betreuen. Prinzipiell können Sie entweder im Rahmen eines Graduiertenkollegs bzw. eines Promotionsstudiengangs promovieren oder aber Sie promovieren traditionell – also ohne zusätzliches Lehrveranstaltungsprogram.

Promotion ohne Studienprogramm

Wenn es für Ihr Thema kein Promotionsprogramm oder Graduiertenkolleg gibt, können Sie dennoch promovieren. Sie suchen sich dazu eine geeignete Betreuung für Ihre Promotion. Wenn ein Professor oder eine Professorin bereit ist, Ihr Forschungsvorhaben zu betreuen, können Sie sich für das Promotionsstudium bewerben.

Graduiertenkollegs

In Graduierten- und Promotionskollegs werden Sie gemeinsam mit weiteren Doktorandinnen und Doktoranden betreut, die zu einem verwandten Thema forschen. Fachspezifische Kurse begleiten Ihr Promotionsvorhaben. In Graduiertenkollegs gibt es die Möglichkeit einer finanziellen Förderung, dafür werden aber nur von Zeit zu Zeit neue Promovierende aufgenommen.

Für die Bewerbung auf Graduiertenkollegs gelten besondere Regeln. Nähere Informationen erhalten Sie bei den Forschungsreferent*innen und im Zentrum für Promovierende und Postdocs (ZePrOs).

Folgende Graduiertenkollegs gibt es aktuell an der Universität Osnabrück:

  • Situierte Kognition (DFG-Graduiertenkolleg)
    Interdisziplinär ausgerichtet in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum
    Co-Sprecher an der Universität OsnabrücK: Prof. Dr. Achim Stephan (Institut für Philosophie)
  • Wissensspeicher und Argumentationsarsenal (Promotionsprogramm des MWK)
    Kooperation der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (HAB) und des Interdisziplinären Instituts für Kulturgeschichte der frühen Neuzeit (IKFN) der Universität Osnabrück.
    Sprecher: Prof. Dr. Wolfgang Adam (IKFN)
  • Theorie und Methodologie der Textwissenschaften und ihre Geschichte (TMTG) (Promotionsprogramm des MWK)
    In Kooperation mit der Universität Göttingen
    Sprecher: Prof. Dr. Christoph König (Institut für Germanistik)
  • Migrationsgesellschaftliche Grenzformationen (Promotionsprogramm des MWK)
    In Kooperation mit der Georg-Agust-Universität Göttingen und der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg
    Mehr Informationen zum Programm
  • Interprofessionelle Lehre in den Gesundheitsberufen (Graduiertenkolleg der Robert Bosch Stiftung)
    Kooperationsprojekt mit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München
    Projektleitung an der Universität Osnabrück: Prof. Dr. Ursula Walkenhorst

Universitätseigene Graduiertenkollegs (seit Oktober 2018):

EvoCell – Zelluläre Mechanismen der evolutionären Innovation
(Sprecher*innen: Prof. Dr. Christian Kost, Prof. Dr. Sabine Zachgo)
Vor über 200 Jahren revolutionierte Charles Darwin mit der Evolutionstheorie die Naturwissenschaften. Immer noch unklar ist, welche Innovationen auf der Ebene der kleinsten Bausteine des Lebens, der Zellen, die Grundlage für evolutive Entwicklungsprozesse sind. Diese Fragestellung erforscht das interdisziplinäre EvoCell Kolleg, in dem Biologinnen und Biologen, ein Physiker und eine Umweltsystemwissenschaftlerin gemeinsam Doktoranden betreuen. Mit molekularbiologischen und mikroskopischen Techniken sowie Modellierungsansätzen wird untersucht, welche zellulären Mechanismen es ermöglichen, dass sich in Verlauf der Evolution immer komplexere Zellgemeinschaften und schließlich Organismen entwickeln konnten.

Religiöse Differenzen gestalten. Pluralismusbildung in Christentum und Islam
(Sprecher*innen: Prof. Dr. Margit Eckholt, Prof. Dr. Gregor Etzelmüller)
Das Graduiertenkolleg der christlichen Theologien und der islamischen Theologie erkundet, was theologisch und interreligiös reflektierte religiöse Traditionen und spirituelle Praktiken zu einer produktiven Gestaltung religiöser Differenzen beitragen können. Die Promotionsprojekte werden jeweils von einem christlich-muslimischen Tandem betreut; das Kolleg versteht sich als "Kontaktzone" und "Lernort" interreligiöser theologischer Reflexion.
Webseite des Graduiertenkollegs

Vertrauen und Akzeptanz in erweiterten und virtuellen Arbeitswelten
(Sprecher: Prof. Dr. Oliver Thomas)
Technische Innovationen wie tragbare Endgeräte und intelligente Sprachsteuerung überwinden die Grenzen klassischer Informationssysteme. Im Zuge dieser digitalen Transformation steigt der weltweite Absatz von Wearables, die vor allem in Kombination mit Augmented- und Virtual-Reality-Applikationen (kurz: AR bzw. VR) innovative Anwendungsfälle für die betriebliche Praxis ermöglichen. Der Nutzen dieser Technologien zeigt sich anhand der Verbesserung und Flexibilisierung von Prozessabläufen durch eine gezielte Informationsversorgung und der Gestaltung von nutzerfreundlichen Arbeitsplätzen in einer digitalen Arbeitswelt. Dem gegenüber stehen Risiken wie digitaler Stress, Nebenwirkungen der Nutzung wie die Simulationskrankheit und eine Einschränkung der Privatsphäre des Nutzers. Daher ist eine interdisziplinäre Erforschung von Akzeptanz und Vertrauen in augmentierten und virtuellen Arbeitswelten ist auf dem Weg zur Industrie 4.0 von großer Bedeutung.

Bewerbungsfrist

Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Plätze in diesen Studiengängen begrenzt ist und die Bewerbungsfrist am 15.07. bzw. 15.01 endet.

Promotionsstudiengänge

Die Universität Osnabrück bietet sieben  Promotionsstudiengänge an, für die sich jedes Jahr Studierende bewerben können. Hierbei werden Sie mit anderen Doktorandinnen und Doktoranden, die zu einem ähnlichen Thema forschen, betreut und nehmen an Lehrveranstaltungen teil:

Advanced Materials mit Fördermöglichkeit im zugehörigen Kolleg „Synthesis and Characterisation of Surfaces and Interfaces assembled from Clusters and Molecules“

Biowissenschaften

Cognitive Science

Informatik

Mathematik

Migrationsforschung und Interkulturelle Studien

Psychologie

Weitere Informationen zur Promotion an der Universität Osnabrück finden Sie hier.

Finanzierung der Promotion

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Typen von Finanzierungsmöglichkeiten: Promovieren im Rahmen einer Beschäftigung an einer Hochschule oder mit Unterstützung eines Stipendiums. Mehr Informationen erhalten Sie im Zentrum für Promovierende und Postdocs (ZePrOs).

Der Weg zur Promotion – Administrative Schritte

Die Einschreibung zur Promotion setzt einen ersten erfolgreichen Studienabschluss sowie die Annahme des Promotionsvorhabens durch den entsprechenden Fachbereich voraus. Bitte schreiben Sie sich bis zum 30.09. für das Wintersemester und bis zum 31.03. für das Sommersemester online für die von Ihnen gewünschte Promotion ein.

In den Promotionsstudiengängen besteht zudem die Möglichkeit der Promotion im Rahmen eines strukturierten Studiengangs. Die Anzahl der Studienplätze ist begrenzt. Um am Auswahlverfahren teilzunehmen sind die Durchführung der Online-Bewerbung und die Einreichung Ihrer Unterlagen bis zum 15.07. erforderlich.

Detaillierte Informationen zu den Promotionsvoraussetzungen entnehmen Sie bitte den Promotionsordnungen sowie den Zugangsordnungen der jeweiligen Promotionsstudiengänge.

Promotionsstudierende  müssen jedes Semester einen Semesterbeitrag entrichten. Dieser beträgt derzeit 330,30 €. Sofern Promotionsstudierende ein aus öffentlichen Mitteln finanziertes Stipendium erhalten, sind sie gemäß § 11 Absatz 1 Satz 2 Nr. 3 NHG von der Zahlung des Verwaltungskostenbeitrags von derzeit 75 €, der in dem Semesterbeitrag enthalten ist, ausgenommen.