Navigation und Suche der Universität Osnabrück


Hauptinhalt

Topinformationen

Foto: Stephan Schute

Herzlich Willkommen im Gleichstellungsbüro

Wir heißen Sie herzlich auf der Homepage des Gleichstellungsbüros willkommen. Dreh- und Angelpunkt unserer Tätigkeiten und Angebote ist die Umsetzung der Gleichstellung der Geschlechter an der Universität Osnabrück. Dabei wirken wir in vielfältigen Bereichen und auf unterschiedlichen Ebenen des Hochschulsystems und unterstützen damit die Universität bei der Verwirklichung ihres Gleichstellungsauftrages.

Gleichstellungsbüro

Räume 52/505 bis 52/511

Tel.: +49 541 969 4487

Neuer Graben 7/9
49074 Osnabrück

Standort

Was ist Gleichstellung?

Gleichstellung der Geschlechter bedeutet Chancengleichheit für Frauen und Männer. Grundlage für die Herstellung von Chancengleichheit ist die Gleichberechtigung der Geschlechter vor dem Gesetz, die seit 1949 in Artikel 3 des Grundgesetzes festgeschrieben ist: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt".
Diese juristische Gleichbehandlung der Geschlechter kann im alltäglichen Miteinander jedoch keine faktische Gleichstellung garantieren. Daher ist dieser Artikel des Grundgesetzes 1994 erweitert worden: "Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin".
Aus dieser Perspektive betrachtet ist Gleichstellung kein erreichter Zustand, sondern eine kontinuierliche Aufgabe des Ausgleichs in allen Bereichen gesellschaftlicher Wirklichkeit. Diese Aufgabe besteht in der gerechten Verteilung von Lebensperspektiven und Erfolgschancen für beide Geschlechter. Für eine erfolgreiche Umsetzung der Chancengleichheit ist eine aktive Umgestaltung von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ebenso notwendig wie die Beseitigung bestehender Benachteiligungen und unterstützende Fördermaßnahmen.

Warum machen wir Gleichstellungsarbeit?

Bestehende strukturelle und normative Benachteiligungen führen auch heute noch dazu, dass Chancen zur freien Entfaltung von Frauen und Männern ungleichmäßig genutzt werden können und persönliche Potenziale oft nicht zum Einsatz kommen.

So verdienen Frauen im Durchschnitt weniger als Männer, arbeiten häufiger in Teilzeit und besetzen weniger Führungspositionen. Männer verbringen dagegen weniger Zeit mit ihren Kindern und der Hausarbeit und sind in sozialen Berufen unterrepräsentiert. Was das Studium angeht, sind weibliche und männliche Studierende in der Regel zwar zu gleichen Teilen an den Hochschulen vertreten, jedoch lassen sich aus der Gleichstellungsperspektive vor allem zwei unterschiedliche Phänomene beobachten: Zum einen findet sich eine geschlechtsbezogene Wahl der Studiengänge. In den geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern sind in deutlicher Überzahl Frauen eingeschrieben, wogegen in den technischen und naturwissenschaftlichen Fächern hauptsächlich Männer studieren. Zum anderen gibt es bundesweit mit rund 19 Prozent (Quelle: gesis.org) immer noch bedeutend weniger Professorinnen als Professoren - auch in den Fächern, in denen die Studierendenschaft überwiegend weiblichen Geschlechts ist.

Zur faktischen Umsetzung von Chancengleichheit in allen Lebensbereichen braucht es also Gleichstellungsarbeit. In der Wahrnehmung unserer Aufgaben verstehen wir uns als aktive Mitgestalter_innen dieses sozialen Prozesses. Unterstützt werden wir dabei vom Niedersächsischen Hochschulgesetz (NHG), das die Hochschulen verpflichtet, diesen Prozess voranzutreiben.

"Die Hochschulen fördern bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben die tatsächliche Durchsetzung der Chancengleichheit von Frauen und Männern und wirken auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. Sie tragen zur Förderung der Frauen- und Geschlechterforschung bei." (NHG Paragraf 3 Absatz 3)

Ein Fokus unserer Gleichstellungsarbeit liegt also auf dem Abbau von Unterrepräsentanzen und möglicher Diskriminierungen. Dabei erschöpft sich unsere Arbeit nicht nur in der Personalpolitik, sondern sie zielt darauf ab, Bewusstsein und grundlegende Veränderungen zu schaffen, um Chancengleichheit von Frauen und Männern herzustellen.

Was bietet das Gleichstellungsbüro an?

Im Gleichstellungsbüro finden Sie ein vielfältiges Beratungs- und Unterstützungsangebot, insbesondere zu folgenden Themen:

  • allgemeine Fragen zur Gleichstellung von Frauen und Männern
  • Berufungs- und Stellenbesetzungsverfahren
  • wissenschaftliche Nachwuchsförderung und Karriereplanung
  • Fördermöglichkeiten/Stipendien für Wissenschaft und Studium
  • sexuelle Belästigung
  • Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Familie
  • Veranstaltungen und Seminare zu gleichstellungsrelevanten Themen für Studierende und Beschäftigte (Wir organisieren Veranstaltungen bei Bedarf auch für kleine Gruppen und führen diese für Sie und mit Ihnen durch)

Außerdem kooperiert das Gleichstellungsbüro regional sowie auf Landes- und Bundesebene mit verschiedenen anderen Einrichtungen.

Wer kann sich an das Gleichstellungsbüro wenden?

Im Gleichstellungsbüro sind alle herzlich willkommen, die Fragen, Anregungen und Beratungsbedarf zur Gleichstellung der Geschlechter innerhalb der Universität Osnabrück haben. In erster Linie sind wir für alle Angehörigen der Universität da. Darüber hinaus können sich aber auch außenstehende Personen und Institutionen an uns wenden. Wir sind offen für Kooperationen und die Mitarbeit in einschlägigen Netzwerken.

Auf den ersten Blick mag sich möglicherweise nicht erschließen, dass wir selbstverständlich ebenfalls für alle Männer der Universität Osnabrück zuständig sind. Männer fühlen sich häufig nicht angesprochen, wenn es um Gleichstellungsthemen und Gleichstellungsmaßnahmen geht und scheinen in der Tat die Verlierer der Gleichstellungsarbeit zu sein: Der Anstieg des Frauenanteils in den höheren Karrierestufen und männerdominierten Berufssparten hat - bei gleichbleibender Stellenanzahl - die Abnahme des Männeranteils und interessanterweise auch ein Absinken des durchschnittlichen Gehalts zur Folge.

Männer profitieren jedoch auch von Gleichstellungsmaßnahmen. Hier ist insbesondere der in den letzten Jahren zunehmende Aufbau unterstützender Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Familie hervorzuheben. Männer, die aktive Väter sein möchten, nutzen die Möglichkeit der Eltern- oder Teilzeit und leisten damit ihren Anteil an der Verwirklichung einer egalitären Partnerschaft.